27. Oktober 2019 / 17:47 Uhr

Chemie Leipzig gewinnt gegen Auerbach im Leutzscher Regen

Chemie Leipzig gewinnt gegen Auerbach im Leutzscher Regen

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Spiel gewonnen! Die BSG Chemie schlägt VfB Auerbach im Heimspiel mit 2:0. © Christian Donner
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Ein wichtiger Sieg für den Klassenerhalt! Die BSG kann sich am Ende in einem umkämpften Spiel mit 2:0 gegen den VfB Auerbach durchsetzen.

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Leipzig. Chemie gewann das Duell gegen die um zwei Punkte besseren Auerbacher nach einer konzentrierten Leistung mit 2:0. Im Leutzscher Dauerregen sahen die 2789 Zuschauer das erwartete Duell ohne jede Zimperlichkeit – mit krachenden Zweikämpfen, vollem Einsatz und geradlinigen Angriffen.

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Heimsieg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt im heimischen Stadion die Partie gegen Auerbach mit 2:0. Zur Galerie
Heimsieg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt im heimischen Stadion die Partie gegen Auerbach mit 2:0. ©

„Wenn Du zwei Tore schießt und keins zulässt, dann hast du verdient gewonnen“. Auerbachs Trainer Sven Köhler brachte es in der Spielanalyse auf den Punkt. Wie erwartet war sein Team mit massiver Defensive angetreten, scheute jedoch die Offensive nicht und verließ sich dabei auf die Fixpunkte Schlosser und Zimmermann. Beinahe jeder Angriff lief über die beiden, die besonders von Kadric (spielte vor zwei Jahren auch bei Chemie vor, wurde von Dietmar Demuth nicht gewollt) und Morozow unterstützt wurden. Die Hausherren hochkonzentriert und von Beginn an gefährlich. Schon nach fünf Minuten traf der agile Tomas Petracek nach Solo nur den Pfosten, wenig später traf Thommy Kind den Ball vor dem Tor nicht optimal (9.).

Abwehrreihe musste immer auf der Hut sein

Die Abwehr um die Ur-Chemiker Stefan Karau und Benny Schmidt, die für ihr 150. Und 200. Spiel für die Grün-Weißen geehrt wurden, musste immer auf der Hut sein. Die Gäste starteten immer wieder gefährliche Angriffe, verfehlten aber das Tor knapp wie Morozow in der 16. Minute. Dann schaltete sich Karau ins Angriffsspiel ein, passte auf Florian Schmidt, der den unmotiviert herauseilenden Torwart Stefan Schmidt schlecht aussehen ließ und auf Kind passte, der keine Mühe hatte, seinen fünften Saisontreffer zu erzielen (18.). Eine Viertelstunde später verpasste Kind den Doppelpack, als er aus der Drehung nur knapp vorbeischoss (31.). In der Folgezeit lief das Spiel Chemies zu statisch, als immer wieder lange Bälle auf Kind kamen und der mit dem Kopf verlängerte. Nun lag der Ausgleich mehrfach in der Luft, als erst Wurr (35.) und dann Kadric (53.) an Bellot scheiterten oder nicht genau genug Maß nahmen.

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Nach einer Stunde befreite sich die Jagatic-Truppe, vor allem Benny Boltze und Daniel Heinze eroberten viele Bälle. Und es gab wieder Chancen: Boltze schickte Petracek, der schnelle Tscheche ließ seinen Gegenspieler stehen, scheiterte aber am Torwart (55.). Erneut Boltze flankte auf Karau, der mit seinem Kopfball aber ebenso scheiterte (60.). Inzwischen hatte sich Auerbach viermal Gelb eingefangen, das Spiel wurde rustikaler. Auerbachs Torjäger Zimmermann (11 Treffer) hatte zweimal den Ausgleich auf Kopf und Fuß (63., 66.), traf aber nicht genau. Und dann schlug die Stunde von Youngster Max Keßler, der bereits in Cottbus per Traumtor getroffen hatte. Petracek schickte den pfeilschnellen Außen, der eben für Flo Schmidt in die Partie gekommen war, steil, Keßler setzte sich gegen Jeck durch und zog den Ball mit seiner ersten Ballberührung am Torwart vorbei flach ins Eck.

Der Torschütze freute sich: „Das wollte ich genau so, super, dass es geklappt hat!“ Das war die Entscheidung, die Fans feierten und hatten nicht mehr all zu viel auszustehen. Chemie-Coach Miro Jagatic zeigte sich zufrieden: „Das war das erwartet schwere Spiel. Ein wichtiger Sieg für uns!“ Chemie-Legende Manfred Walter lobte: „Gut gemacht von den Jungs. Sehr konzentriert, sehr konsequent, und effektiv wars auch noch!“