23. Januar 2020 / 17:52 Uhr

Chemie Leipzig optimistisch vor Nachholer gegen BFC Dynamo

Chemie Leipzig optimistisch vor Nachholer gegen BFC Dynamo

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Für die Chemiker ist das Spiel gegen den BFC Dynamo gleich ein richtungsweisendes.
Für die Chemiker ist das Spiel gegen den BFC Dynamo gleich ein richtungsweisendes. © Dirk Knofe
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Viel Zeit blieb dem Neuling nicht, sich von der zehrenden, aber erfolgreichen Vorrunde zu erholen. Die Vorbereitung auf die zweite Halbserie war kurz, aber knackig.

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Die Winterpause ist vorbei, Chemie steht vor dem Nachholer gegen den BFC Dynamo (Sonntag, 13:30 Uhr). Drei Testspiele absolvierten die Grün-Weißen. 8:1 gegen Delitzsch, 0:0 in Sandersdorf und 1:1 gegen den Regionalligisten TSV Havelse. Dazu das Hallenturnier in Borna (2. Platz) und zuletzt das Kurztrainingslager in Teistungen. „Das lief herausragend, wir sind zufrieden“, lobt Vorstandsvorsitzender Frank Kühne, der die Bedingungen optimal fand. Durch die fast optimale Witterung konnte auch in Leutzsch durchgängig auf dem Großfeld trainiert werden, was im heimischen Alfred-Kunze-Sportpark bei Nässe und Kälte mangels Kunstrasen ja nicht immer garantiert ist.

So blickt man frohgemut der Rückserie entgegen, auch wenn der Kader der Chemiker nicht gerade Luxusgröße besitzt. Denn mit den beiden Spätzugängen des Sommers, Elvir Ibisevic und Raffael Cvijetkovic, kann man nicht mehr planen. Ibisevic löste seinen Vertrag auf und will es angeblich in den USA neu angehen, und Cvijetkovic verletzte sich beim Testspiel in Delitzsch und fällt mir Muskelverletzung einige Wochen, wenn nicht sogar Monate, aus. Die Testspieler, die bisher mittrainierten, konnten allesamt nicht vollends überzeugen, so dass eine Verpflichtung nicht vorgenommen wurde.

Petracek schöpft Potential nicht aus

„Die sportliche Leitung muss komplett von einem Neuzugang überzeugt sein, wir brauchen auch keine Ergänzungsspieler, sondern Verstärkungen“, bekräftigt auch Kühne. Auf Verdacht oder guten Glauben wird niemand geholt, dazu ist die finanzielle Decke zu dünn und der Stammkader zu stark. „Natürlich ist es immer gut, wenn Druck auf die erste Elf ausgeübt wird und sich niemand zu sicher sein kann“, weiß Frank Kühne, der selbst lange als Trainer arbeitete und die Psyche von Fußballern genauestens kennt. Das heißt, ausschließen kann man nichts, derzeit deutet aber auch nichts auf eine nahe Verpflichtung eines neuen Spielers hin. Aber im Fußball kann es bekanntlich schnell gehen, wie man weiß.

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Das musste auch der Tscheche Tomas Petracek feststellen, der sich im Dezember verletzt hatte und bei dem lange befürchtet wurde, dass er sich schwerer verletzt habe. Am Ende war die Patellasehne lädiert, was inzwischen behoben scheint. Zumindest trainiert der Stürmer mit und sollte gegen die Berliner auf der Bank sitzen – für 90 Minuten wird es noch nicht reichen. Seine Rückkehr wird sehnlichst erwartet, denn gerade im Angriff haperte es bei den Leutzschern am meisten. Schmale 18 Tore (Kind 6, Petracek 3) lassen klare Steigerungsmöglichkeiten zu. Gerade der schnelle Angreifer Petracek ließ etliche Großchancen aus und deutete sein Potential zwar oft an, schöpfte es aber nicht aus.

Duell gegen BFC richtungsweisend

Glücklicherweise steht Florian Kirstein wieder voll im Saft. Der pfeilschnelle Angreifer war lange verletzt, ist nun wieder komplett fit und hat sich einiges vorgenommen. Seine Geschwindigkeit soll gerade im Spiel nach vorn eine der schärfsten Waffen von Chemie sein. Deshalb wartet man auch voller Vorfreude auf die Rückkehr des ebenfalls lange verletzten Philipp Wendt, der mit seiner Schnelligkeit auf dem Flügel arg vermisst wird. Auch er steht im Training, spielfähig ist er indes noch nicht. Ob sich der dritte Langzeitverletzte aus dem Kader, Marc Böttger, in der Regionalliga durchsetzen kann, wird man sehen. Der technisch beschlagene Mittelfeldmann muss an Körperlichkeit zulegen und sich nach langer Pause erst wieder Spielpraxis holen.

Das Nachholespiel gegen den ehemaligen DDR-Serienmeister wird gleich richtungweisend sein. Bleiben die Punkte in Leutzsch, ist der Abstand zur Abstiegszone bei vier möglichen Absteigern auf fünf Punkte angewachsen. Sollte man unterliegen, bleibt man bei 20 Punkten und in unmittelbarer Tuchfühlung zu den Konkurrenten. Aufmerksam bleiben müssen sie auf jeden Fall bleiben bei Chemie.

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