15. Januar 2021 / 17:32 Uhr

Chemie Leipzigs Wajer stellt Verein vor Beruf - Fassbender vor Tschechien-Transfer

Chemie Leipzigs Wajer stellt Verein vor Beruf - Fassbender vor Tschechien-Transfer

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Während Manuel Wajer (li.) seinen Fokus auf die BSG Chemie Leipzig richtet, scheinen sich die Wege von Morgan Fassbender (re.) und den Leutzschern zu trennen.
Während Manuel Wajer (li.) seinen Fokus auf die BSG Chemie Leipzig richtet, scheinen sich die Wege von Morgan Fassbender (re.) und den Leutzschern zu trennen.
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Manuel Wajer will mehr Zeit für die BSG Chemie Leipzig haben und nicht mehr von 7 bis 21 Uhr unterwegs sein. Auf den Weg nach Tschechien scheint allerdings Morgan Fassbender zu sein.

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Leipzig. Während der Lockdown verwaiste Stadien und Trainingsplätze hinterließ, bastelt Chemie-Abwehrspieler Manu Wajer weiter an seiner fußballerischen Karriere. Der 27-jährige begann bei einem neuen Arbeitgeber und arbeitet verkürzt, um auf dem Platz noch bessere Leistungen bringen zu können.

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Tschechischer Erstligist an Fassbender

Die Belastung mit Volljob und Regionalliga war nicht immer leicht für den gebürtigen Brandenburger, der seine sechste Saison in Leutzsch spielt: „Das hat man manchmal schon gemerkt, dass ich im Kopf nicht ganz frei war, weil ich vielleicht am Spieltag noch irgendein Problem in der Firma gewälzt habe“, sagt Wajer. 7 Uhr aus dem Haus zur Arbeit, danach zum Training, gegen 21 Uhr erst wieder zu Hause: „Da hat man keine Zeit für gar nichts mehr…“ So ging es nicht mehr weiter, war ihm klar geworden.

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Zwar gab es ein Agreement mit dem Niederlassungsleiter seiner Firma, dass er dreimal wöchentlich eher loskonnte, um rechtzeitig zum Training zu kommen, doch nun sollte er seiner guten Leistungen wegen mehr Verantwortung übertragen bekommen. „Wenn ich das richtig hätte machen wollen, wäre ich weniger zum Training gekommen. Deshalb habe ich schweren Herzens abgelehnt. Mir ist der Fußball noch zu wichtig“. So suchte und fand er eine neue Herausforderung mit nur 30 Wochenstunden bei einem großen Leipziger Immobilien-Projektentwickler. Ab 1. Februar beginnt für ihn der Arbeitsalltag, in den er sich hineinknien will, denn ehrgeizig sei er auf jedem Gebiet.

Derzeit besucht er seine Eltern in Brandenburg an der Havel und rüstet sich dort mit Läufen und gesunder Ernährung für die „hoffentlich bald wieder beginnende Saison“. Denn er will unbedingt Teil sein der „tollen Entwicklung, die der Verein BSG Chemie derzeit nimmt“. Das verlangt schon sein großer Ehrgeiz. Bei der BSG steht außerdem eine weitere Personalveränderung kurz bevor. Flügelflitzer Morgan Fassbender wird vom tschechischen Erstligisten MFK Karvina umworben. Wenn die Ablöse stimmt, wird er wohl noch im Winter wechseln. Klarheit soll es am Montag geben.