25. Oktober 2020 / 09:41 Uhr

Chemie Leipzigs 5:1-Sieg gegen Bischofswerda: "Drei Punkte für den Klassenerhalt"

Chemie Leipzigs 5:1-Sieg gegen Bischofswerda: "Drei Punkte für den Klassenerhalt"

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
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Starker Auftritt: Chemie Leipzig schläft Schlusslicht Bischofswerda mit 5:1 und klettert auf Platz drei. Für die Leutzscher war der Sieg aber nicht mehr als ein weiterer Schritt in Richtung Klassenerhalt. © Dirk Knofe
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Gegen die Schiebocker liefert die BSG Chemie Leipzig eine überzeugende Leistung ab und bliebt vorne dran. Die Stimmen nach dem 5:1 Heimsieg der BSG Chemie Leipzig gegen den Bischofswerdaer FV 08.

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Leipzig. "Wir spielen so, als wäre es das letzte Spiel", bringt es Benjamin Schmidt nach dem 5:1-Sieg der BSG Chemie Leipzig gegen den Bischofswerdaer FV dem SPORTBUZZER gegenüber auf den Punkt. Schmidt, der in der Startelf den Platz des verletzten Björn Nikolajewski im Mittelfeld einnahm, spielt damit auf die aktuelle Situation in der Pandemie an. Wer weiß schon, wie sich die Saison entwickeln wird? Daher gelte es, so Schmidt weiter, "möglichst viele Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln." Dies gelang der Mannschaft von Miroslav Jagatic am Samstag ganz ausgezeichnet. "Genau so haben wir uns das vorgenommen", bilanziert Schmidt die gespielten 90 Minuten gegen eine Mannschaft, mit der Chemie "um den Klassenerhalt kämpft". Die Mannschaft "nutzt die aktuelle Erfolgswelle aus und ließ kaum etwas zu". "Um den Klassenerhalt kämpfen" - das klingt für eine Mannschaft, die aktuell den Tabellenplatz drei einnimmt, etwas komisch, spiegelt aber auch den vom Trainer geforderten Realitätssinn.

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Erik Schmidt, Trainer von Bischofswerda, resümierte bei der Pressekonferenz, dass seine ersatzgeschwächte Mannschaft mit zahlreichen sehr jungen Spielern im Alfred-Kunze-Sportpark auflief. Das Durchschnittsalter lag um die 21 Jahre. Die BSG belegt trotz der vielen jungen Neuzugänge im Sommer mit 26,4 Jahren nach dem BFC Dynamo (26,6 Jahre) noch immer den zweiten Platz im Altersdurchschnitt in absteigender Richtung. Aber ganz offensichtlich ist diese Mischung aus Erfahrung und Jugend kein schlechtes Rezept. Erik Schmidt sieht es deshalb auch ganz pragmatisch, dass seine jungen Spieler in Leutzsch lernen konnten. Er betonte zudem, dass sich der BFV als "Ausbildungsverein" sieht und es egal sei, ob sie absteigen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum 5:1-Sieg der BSG

Es war der Nachmittag der BSG Chemie: Mit einem souveränen 5:1 (4:0) schickt die Jagatic-Elf die Gäste aus Bischofswerda zurück nach Hause. Zur Galerie
Es war der Nachmittag der BSG Chemie: Mit einem souveränen 5:1 (4:0) schickt die Jagatic-Elf die Gäste aus Bischofswerda zurück nach Hause. © Dirk Knofe

"Ich bin mit dem Spiel zufrieden", fasste der gelöst wirkende Chemie-Trainer Miroslav Jagatic die 90 Spielminuten zusammen. "Drei Punkte für den Klassenerhalt" seien kassiert. Doch gab es natürlich auch Dinge, die ein Trainer nicht sehen möchte. Das "Dahingeplätschere in der letzten halben Stunde" gehöre dazu. "Mir wären konstante 90 Minuten lieber gewesen", meint Jagatic auf der Pressekonferenz. Das kann seine Mannschaft am Mittwochabend unter Beweis stellen. Dann geht es beim Flutlichtspiel gegen Germania Halberstadt. Die Mannschaft von Trainer Danny König (Durchschnittsalter 21,6 Jahre) trennte sich am Samstag gegen den VfB Auerbach 1:1 und belegt den 18. Tabellenplatz. Sportdirektor Andy Müller-Papra erwarte ein "ekeliges Spiel" und wünsche sich, dass die Mannschaft "den Schwung vom Samstag mitnimmt".

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