04. Januar 2021 / 09:56 Uhr

Chemie Leipzigs Kapitän Karau: "Beendigung der Hinrunde ist das Mindeste"

Chemie Leipzigs Kapitän Karau: "Beendigung der Hinrunde ist das Mindeste"

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
BSG-Kapitän Stefan Karau wird im Februar 35 Jahre alt.
BSG-Kapitän Stefan Karau wird im Februar 35 Jahre alt. © Picture Point
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Für die BSG Chemie Leipzig kam der zweite Lockdown zur Unzeit. Denn die Leutzscher waren sportlich gut in Schwung. Kapitän Stefan Karau hat mit dem SPORTBUZZER über die Gründe für die Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorsaison gesprochen und erklärt, wie die aktuelle Spielzeit fortgesetzt werden sollte.

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Leipzig. In der vergangenen Saison ärgerte sich Stefan Karau noch über die vielen Regionalligapartien, die mit nur einem Punkt für die BSG Chemie Leipzig endeten. Die Hälfte der 24 Saisonspiele ging unentschieden aus. In der aktuell unterbrochenen Saison wendete sich das Blatt, auch zur Freude des Kapitäns, der seit Sommer 2014 in Leutzsch spielt.

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"Spiele natürlich lieber in einem vollen AKS"

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr und der daran anschließenden Vorbereitungszeit auf die zweite Viertligasaison in Folge für die BSG „haben wir intensiv an unserer offensiven Durchschlagskraft gearbeitet“, so Karau gegenüber dem SPORTBUZZER. In Kombination mit der bereits bewährten Defensive überraschte auch ihn, dass „dieses Zusammenspiel gut funktionierte und wenig Anlaufzeit benötigte. Mit jedem Punkt beziehungsweise Sieg wächst das Selbstvertrauen. Das haben wir dann über die bisherigen Spiele auch zeigen und beibehalten können“, erklärt der 34-Jährige. Mit den Neuzugängen im Sommer hätten sich zudem neue Variationen ergeben. „Wir trauen uns mehr zu und sind teilweise 'eiskalt' vor dem Tor. Dabei spielt die enorme Geschwindigkeit unserer Offensive eine große Rolle.“

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Schon als Kind war Stefan Karau bei den Grün-Weißen, damals FC Sachsen Leipzig. Zur Galerie
Schon als Kind war Stefan Karau bei den Grün-Weißen, damals FC Sachsen Leipzig. ©

Neu in dieser Saison waren bedingt durch die Pandemie die Zuschauerzahlen. In der vergangenen, schlussendlich abgebrochenen Saison besuchten im Schnitt über 3.000 Fans die Heimspiele, in der aktuellen Spielzeit konnten zu Beginn 1.000 Fans und beim Spiel gegen Carl Zeiss Jena 2.000 Fans den Alfred-Kunze-Sportpark besuchen. Was ist das für ein Gefühl? „Die Situation war ungewohnt. Dennoch waren die Fans lautstark zu hören. Ich spiele natürlich lieber in einem vollen AKS. In Anbetracht der aktuellen Situation war die Stimmung in den Heimspielen aber sensationell“, so der Kapitän, der sich Geisterspiele nicht vorstellen möchte. „Allein das Zusehen von Geisterspielen, zum Beispiel in der Bundesliga, ist absolut nicht mein Fall.“

Wie weiter im Sommer?

Die sind in der Regionalliga - im Moment noch - kein Thema. Aktuell stellt sich die Frage, wann und wie die Saison überhaupt fortgesetzt werden kann und sollte. Geht es nach Stefan Karau, „ist die Beendigung der Hinrunde das Mindeste, um eine Wertung vornehmen zu können.“ Bei dieser Konstellation kann sich der Leutzscher Kapitän, der in dieser Saison bei allen Ligaspielen auf dem Platz stand, auch vorstellen, dass „die anstehenden Pokalspiele in diese Wochen integriert werden.“

Im Februar wird Karau 35 Jahre alt. Da bleibt die Frage nicht aus, ob er sich eine nächste Regionalligasaison vorstellen kann. "Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht", lautet die knappe Antwort.