06. Februar 2021 / 11:19 Uhr

Chemie Leipzigs Kerngeschäft ruht, dafür ist Medienteam auf Hochtouren

Chemie Leipzigs Kerngeschäft ruht, dafür ist Medienteam auf Hochtouren

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Ansichten vom Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig.
Foto: Andre Kempner
Der Rasen wird aktuell zwar nicht bespielt, dafür hat das Medienteam alle Hände voll zu tun. © Kempner
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Während die Plätze bei der BSG Chemie Leipzig nur abends zum gelegentlichen Training der ersten Mannschaft genutzt werden, glühen im Hintergrund die Drähte: Medienteam, Historiker und Archivare nutzen die Zeit, um verschiedenste Projekte voranzutreiben und umzusetzen. Dazu wird getwittert, Instagram und Facebook bedient und Newsletter erstellt.

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Leipzig. Christian Schmidt ist wie alle anderen Mitglieder im Team Ehrenamtler. Er betreut die Homepage des Vereines und kümmert sich um das Fanradio „Fünfeck. FM“. Der engagierte Fan ist sogar im Beruf Chemiker: er promovierte zum Dr. rer. Nat, Fachrichtung Chemie. In diesen Tagen geht es in seinem Bereich etwas ruhiger zu, da die aktuellen Übertragungen ausfallen und auf der Website weniger los ist als sonst. „Dafür bringe ich mal die Namens- und Geburtstagliste unseres Vereines in Ordnung, da stehen schon 600 Namen drin, aber es fehlen auch noch etliche“, sagt der 32-Jährige. Zudem werden Bildergalerie und Archiv auf der Website Stück für Stück komplettiert – „eine reine Fleißarbeit“.

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Verstärkung gesucht

Martin Schmeißer bastelt hauptverantwortlich mit dem Mediensprecher René Jacobi an der geplanten Chemie-App, die in Betrieb genommen wird, sobald der Spielbetrieb wieder startet. Fotograf Christian Donner ordnet das Archiv, in dem sich tausende und abertausende Fotos angesammelt haben, und die Vereins-Historiker, deren Anzahl sich mittlerweile auf fünf erhöht hat, haben ebenfalls gut zu tun.

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Einerseits entsteht gerade das Buch „100 Jahre Alfred-Kunze-Sportpark“, zu dem gut ein Dutzend Fans Zuarbeit leisten, andererseits werden praktisch unentwegt Akten und Unterlagen aus dem Archiv gesichtet und eingeordnet. Schließlich gibt es noch das Museumsteam, das die Exponate sichtet, einordnet und archiviert, bis der Traum vom eigenen Museum einmal in Erfüllung geht. Letzter Coup waren der Erwerb eines Tura-Spielautomaten sowie eines Trikots aus den 50er Jahren, das einmal Vereins-Ikone Walter Rose, der Großvater des heutigen Trainers von Borussia Mönchengladbach, getragen hat.

Gut zu tun hat immer auch das Videoteam, das die runden Geburtstage der Spieler aufarbeitet und ausführliche Gespräche mit den Jubilaren führt. So gelingen interessante Einblicke in die reiche Tradition und Vergangenheit, aber auch in die gegenwärtige Situation des Vereines. Auf jeden Fall sucht die BSG Chemie immer Verstärkung für alle Bereiche: „Wer mitmachen möchte in einem der vielen Bereiche, meldet sich bitte einfach bei uns“, appelliert Medienchef Jacobi an eventuelle Interessenten. Möglich ist das unter: r.jacobi@chemie-leipzig.de