18. November 2020 / 10:54 Uhr

Chemie Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic fokussiert: "Für Tag X bereit sein"

Chemie Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic fokussiert: "Für Tag X bereit sein"

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
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Chemie-Trainer Miroslav Jagatic als Dirigent an der Seitenlinie. © PICTURE POINT
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Seit etwas über einer Woche darf die Mannschaft von Chemie Leipzig wieder trainieren. Auch in dieser schwierigen Zeit ist es für Trainer Jagatic wichtig immer positiv zu denken. Im Training arbeitet der 44-Jährige aktuell an den Stärken und Schwächen seines Teams. Denn sobald es wieder losgeht, heißt es weitere wichtige Punkte zu sammeln.

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Leipzig. Das letzte Spiel der BSG Chemie liegt über zwei Wochen zurück. Ein formidabler 2:0-Heimsieg gegen den Chemnitzer FC stand dabei zu Buche. Es folgte die spiel- und trainingsfreie Corona-Pause. Seit einer Woche darf die Mannschaft wieder trainieren. "Für den Tag X bereit sein" stellt das Ziel laut Chemie-Trainer Miroslav Jagatic dar. Der Nordostdeutsche Fußballverband hatte in seinem Schreiben vom 6. November 2020 an die Sportminister als Termine für die Wiederaufnahme des Wettbewerbes den 20., spätestens den 25. November genannt. Derzeit ist noch keine Entscheidung gefallen. Trainiert wird in Leutzsch, so als wenn es Ende des Monats wieder losgeht.

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Team ist nur zusammen stark

Miroslav Jagatic betont dabei seine Grundphilosophie - "immer positiv sein". Mit anderen Worten aus der aktuellen Situation, mit den damit verbundenen Notwendigkeiten, das Beste herausholen. Im Gegensatz zum ersten Lockdown gibt es nun Erfahrungen im Umgang. Wichtig ist, dass die Politik Entscheidungen trifft, damit weiter geplant werden kann. Und es sind nicht nur Entscheidungen wichtig, sondern auch Unterstützung seitens der Politik für die Vereine im Hinblick auf die Einnahmeverluste.

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Ein Resümee nach 13 Spieltagen will der Trainer nicht so richtig ziehen. Es gab "überglückliche Momente", es gibt aber auch noch Wiederholungsübungen im Trainingsbetrieb, um bei den Spielern einiges zu verinnerlichen. Das klappt ohne Murren, so Jagatic, weil das Team den Grund des Tuns versteht und weiß, dass sie nur zusammen stark sind. Es geht also darum "die Stärken auszubauen und die Defizite abzubauen." Wer die aktuelle Spielzeitpause zum Nachschauen der bisherigen Spiele nutzt, wird sie, ohne dass sie der Trainer nennt, erkennen.

Angesprochen auf den Titel "Überraschungsmannschaft der Saison", der der BSG ob des aktuellen dritten Platzes in der Regionalliga von einigen Seiten verliehen wurde, reagiert Jagatic gewohnt unaufgeregt: "Überraschung hin oder her". Es geht um das schon oft genannte Saisonziel - "so schnell wie möglich so viele Punkte wie nötig zum Klassenerhalt" zu sammeln. "So lange wir das Ziel nicht erreicht haben, verschwende ich keine Gedanken, ob wir eine Überraschungsmannschaft sind oder nicht."