01. November 2019 / 17:24 Uhr

Chemie mit Neuzugang und Rathenow vor der Brust

Chemie mit Neuzugang und Rathenow vor der Brust

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
BSG Chemie Leipzig - BSG Stahl Riesa 3:2
Neuzugang, der keine Tore schießt: Die neue Homepage. Fans können endlich die Seite mit dem Smartphone nutzen. © Dirk Knofe
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Die BSG Chemie Leipzig hat einen beachtlichen Neuzugang, der keine Tore schießt. Am Samstag empfängt Gegner Optik Rathenow mit Rekord-Trainer Ingo Kahlisch die Leutzscher. Jagatic kann aus dem Vollen schöpfen. Auch siegen!?

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Spektakulärer Neuzugang bei der BSG Chemie. Verpflichtet für einen niedrigen fünfstelligen Betrag, schneller und moderner: „Damit werden wir jetzt noch attraktiver“, ist sich Medienchef René Jacobi sicher. Die Rede ist von der neuen Homepage, die der Verein jetzt online stellte.

Mit der alten Website war man schon lange unzufrieden: technisch überholt, grafisch hausbacken, mit Problemen wie langen Ladezeiten versehen, Videos waren nur hochkompliziert einfügbar, mit Smartphones war sie nicht benutzbar. René Jacobi sah direkt nach seinem Einstieg vor etwa einem Jahr die dringende Notwendigkeit, daran etwas zu ändern und trieb das Projekt voran. „Natürlich mussten wir uns erst einmal selbst klar werden, was wir wollten. Das war schon ein längerer Prozess“, erinnert er sich. Die ersten Ideen wurden in einer Arbeitsgruppe gesammelt, dann wurde vom Partner Hochler Marketing das Konzept erstellt – ebenso ehrenamtlich wie alle anderen daran beteiligten Personen. „Das muss man sich mal vorstellen: die vielen Stunden, die da reingesteckt wurden, die viele Freizeit, die draufging. Das kann man nicht hoch genug schätzen, das ist der Wahnsinn. Da kann man sich nur bedanken“, zieht Jacobi, selbst Ehrenamtler, den Hut. Bis zu 15 Leute waren an dem Großprojekt beteiligt, der „Förderverein 64“ unterstützte mit einer ansehnlichen Summe.

Historienteil „Leutzscher Legende“

Eine Ausschreibung erfolgte, eine Agentur wurde beauftragt. Diese Leistung war einfach nicht in Eigenregie zu erbringen, aber auch hier gab es Zugeständnisse beim Preis, und ein Sponsoringvertrag über Wartungsleistungen wurde ebenso abgeschlossen. Was ist neu? Redaktionsleiter Christian Schmidt, verantwortlich für die Website, zählt auf: „Natürlich haben wir ein zeitgemäßes Design, schlicht, modern. Es gibt mehr Übersichtlichkeit, endlich wurde der Historienteil „Leutzscher Legende“ online gestellt, mit alten Presseberichten usw. Da stehen wir aber erst am Anfang, ständig verbessern und fügen wir etwas hinzu. Auch Foto- Galerien sind jetzt möglich, alte Programmhefte sind enthalten, ein Gewinnspiel findet statt, Videos können eingefügt werden“. Die Adresse hat sich nicht verändert, man erreicht die Homepage unter www.chemie-leipzig.de. Wichtigste Neuerung: Endlich kann man die Seite auch auf dem Smartphone nutzen – und zwar mit all ihren Funktionen. Das war bislang nicht möglich.

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Neuzugang ohne Torgarantie

Zudem wurde die separate Website, die über den Alfred-Kunze-Sportpark informierte, integriert, so dass man nun nicht mehr extra suchen muss. Für Schmidt ist die neue Seite ein Segen: „Wir hatten auf der alten Seite so unfassbar viel Material. Jetzt haben wir das neu sortiert, vieles weggelassen, anderes neu betont, oder ganz neues hinzu gefügt“. Die Seite zeigt nun den Verein, wie es zeitgemäß ist. Für René Jacobi ein zwingendes Unterfangen, das nun geglückt ist: „Eine Website ist das Schaufenster des Vereines nach außen. Chemie stellt sich nun viel besser dar, moderner und klarer“. Ein Neuzugang, der keine Tore schießt, aber für die weitere Vereinsentwicklung unverzichtbar ist.

Setzt Chemie seinen Lauf gegen Rathenow fort?

Fußball wird auch noch gespielt. Am Samstag 13:30 Uhr treten die Leutzscher in Rathenow an. Bekannt sind die Kicker dort vor allem durch die optische Industrie und den Rekord-Trainer, der seit genau 30 Jahren die Verantwortung für die Mannschaft trägt: Ingo Kahlisch. Der Mann stieg im Juli 1989 in Rathenow ein und ist seitdem nicht mehr wegzudenken. Vor wenigen Wochen, vor dem Spiel der BSG bei Altglienicke, trafen sich Coach und Autor zufällig in einem Berliner Café vor der Toilette. Der Dialog verlief in etwa so: Kahlisch: „Ach, geht’s zum Fußball?“ Der Autor, nicht ahnend, auf den er da traf: „Jepp, Chemie spielt“. „Dann sehen wir uns ja bald“. Das Rätselraten begann: Erfurt? BFC? Cottbus? „Kahlisch: „Sie sind noch nicht so lange dabei, oder? Haben Sie schon mal was von Rathenow gehört?“ Endlich war der Groschen gefallen, der Mann erkannt. Kann aber auch keiner ahnen, dass man vor dem Lokus solche Berühmtheiten trifft … Sportlich hat Optik Nachholebedarf, steht ganz hinten mit drin, konnte erst ein Heimspiel gewinnen. Chemie hat einen Lauf, hat vieles richtig gemacht in den letzten Wochen. Trainer Miro Jagatic kann aus dem Vollen schöpfen, seine Schäflein sind gesund und munter, die üblichen Wehwehchen halten sich in Grenzen. Mit einem weiteren Erfolg könnte man dem großen Ziel Klassenerhalt einen beträchtlichen Schritt näherkommen. Herrn Kahlisch würde es nichts groß anhaben – der kommt garantiert auch zum Rückspiel als Trainer der Rathenower.

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