17. September 2021 / 12:32 Uhr

Chemie Premnitz gastiert bei Ligaprimus um Ex-Profi Manuel Schmiedebach

Chemie Premnitz gastiert bei Ligaprimus um Ex-Profi Manuel Schmiedebach

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Oberschmidt (Trainer Premnitz), Fortuna Babelsberg - TSV Chemie Premnitz, AOK Landespokal Brandenburg, Saison 21/22, 31.07.2021, Potsdam, Foto: Benjamin Feller
Peter Oberschmidt reist mit seinem Team am Samstag zu einem schweren Auswärtsspiel in den Barnim. © Benjamin Feller
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Landesliga Nord: Die TSV-Mannschaft von Trainer Peter Oberschmidt reist zum verklustpunktfreien SV Grün-Weiss Ahrensfelde.

Ganz schwere Auswärtsaufgabe für die Landesliga-Fußballer des TSV Chemie Premnitz: Die Mannschaft von Trainer Peter Oberschmidt gastiert am Samstag (15 Uhr) bei Ligaprimus Grün-Weiss Ahrensfelde. „Wir wollen es dem Spitzenreiter, der sicherlich andere Ziele hat als wir und in die Brandenburgliga will, so schwer wie möglich machen und uns würdevoll präsentieren“, sagt der Chemie-Coach. Verzichten muss er auf den gesperrten Sebastian Schulz, den verletzten Lucas Witschel sowie den privat verhinderten Lukas Block.

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Die Zahlen belegen den Ausreißversuch des Sport-Vereins Ahrensfelde, unmittelbar vor den Toren Berlins eindrucksvoll: Das Ensemble aus dem Süden des Landkreises Barnim ist mit vier Siegen und der Bilanz von 20:2 Toren gestartet. Am vergangenen Wochenende gewann das Team mit 8:0 bei Oberhavel Velten – bereits jetzt scheint die Equipe der Landesliga entwachsen.

Kein Wunder: Der Kader ist exzellent und prominent besetzt, nicht nur wegen des langjährigen Bundesligastars Manuel Schmiedebach – der 32 Jahre alte Mittelfeldmann war unter anderem für Hannover 96 (181 Bundesliga- und 22 Europaleague-Partien) und Union Berlin (32 Zweitligapartien, fünf Bundesligaspiele) aufgelaufen. Auch Robin Mannsfeld beispielsweise hatte lange in der Regionalliga Nordost (49 Partien) und Oberliga Nord (76) gespielt. Andere Akteure liefen ebenfalls schon in Regional- und Oberliga auf. „Unser Ziel ist es, in die Brandenburgliga aufzusteigen“, sagt Abteilungsleiter Maik Pruschke.

Wie es zu dem gut besetzten Ensemble kam? „Viele der Spieler wohnen in der Gegend, haben den Verein kennengelernt und wissen, dass wir ambitionierte Ziele haben“, erklärt Pruschke, „dazu kommt, dass wir uns um die Spieler auch abseits des Platzes kümmern und beispielsweise Arbeitsplätze organisieren.“ Die Verbindung zu Ex-Union-Keeper Jan Glinker, der in Ahrensfelde lebt und in der vergangenen Spielzeit im Kader stand, war im Kindergarten geknüpft worden. Den Kontakt zu Schmiedebach hatte Grün-Weiss-Trainer Jürgen Beyer hergestellt, der ihn einst als Sportlehrer an der Hertha-Akademie trainierte.

Nach seinem Abschied bei den Eisernen im Sommer 2020 hatte der Mittelfeldmann nach einem Jahr Pause bei Grün-Weiss ein Comeback gestartet. „Das Umfeld hat mich positiv überrascht – sowohl die sportliche Qualität der Mannschaft als auch die Ausstattung der Sportanlage sind für einen Landesliga-Verein schon außergewöhnlich“, wurde Schmiedebach nach dem Transfercoup vom Verein zitiert.