05. Oktober 2019 / 18:30 Uhr

Chemie Premnitz macht es unnötig spannend (mit Galerie)

Chemie Premnitz macht es unnötig spannend (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Martin Weber (l.) versetzte in dieser Szene seinen Gegenspieler und netzte zum 1:0 für die Premnitzer ein. © Christoph Laak
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Landesliga Nord: Die Premnitzer setzen sich nach späten Toren mit 3:1 gegen den SC Oberhavel Velten durch.

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Nach dem Abpfiff der Landesliga-Partie zwischen dem TSV Chemie Premnitz und dem SC Oberhavel Velten konnte man auf Premnitzer Seite in viele erleichterte Gesichter schauen. Zwar hatten die Chemiker beim 3:1-Heimerfolg über weite Strecken eine ordentliche Leistung angeboten, benötigten aber dennoch eine Portion Glück, um harmlose Gäste zu bezwingen. Zum Matchwinner wurde Martin Weber, der erst in der 30. Minute für den verletzten Christian Freidank in die Partie kam.

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In Bildern: Chemie Premnitz schlägt den SC Oberhavel Velten mit 3:1.

Der eingewechselte Martin Weber war für die Chemiker (in Grün) mit seinen beiden Treffern der entscheidende Mann auf dem Platz. Elias Große steuerte vom Elfmeterpunkt das dritte Premnitzer Tor bei. Zur Galerie
Der eingewechselte Martin Weber war für die Chemiker (in Grün) mit seinen beiden Treffern der entscheidende Mann auf dem Platz. Elias Große steuerte vom Elfmeterpunkt das dritte Premnitzer Tor bei. © Christoph Laak

Beide Mannschaften versuchten den Spielaufbau des Gegners früh zu stören, um einen kurzen Weg zum Tor zu haben. Wirklich gefährliche Szene waren in der ersten Viertelstunde aber nicht zu sehen, einzig ein Schüsschen von Elias Große ging knapp am Veltener Tor vorbei und auf der Gegenseite drosch Martin Schönhoff den Ball über den Querbalken.

Einzelaktion bringt den TSV Chemie in Führung

Nach einem Freistoß hätte Chemie dann in Führung gehen können. Ricardo Quast bekam am langen Pfosten aber keinen Druck hinter den Ball. Doch wenig später zappelte das Leder dann doch im Netz. Martin Weber ließ seinen Gegenspieler stehen, versetzte zwei weitere Gästespieler und schloss platziert in die kurze Ecke ab (38.). „Ich bin wieder richtig fit. Es freut mich einfach, der Mannschaft wieder helfen zu können. Tore sind für einen Offensivspieler natürlich immer gut“, so Weber, der in dieser Saison bisher aufgrund von Verletzungsproblemen nur sporadisch zum Einsatz gekommen war. Mit der knappen Führung ging es dann auch in die Pause.

Martin Weber: "Wir wollen bis zum Winter noch ein bisschen nach oben klettern"

Und nach dem Seitenwechsel startete Chemie furios. Quast stocherte nach einem Konter aus Nahdistanz einen Ball am Tor vorbei und Martin Weber traf mit seinem Schuss nur die Latte. „Da waren wir klar besser und hätten das Spiel in meinen Augen entscheiden können“, so der 24-jährige Offensivspieler Weber. Stattdessen fand Velten besser ins Spiel und schnürte die Premnitzer jetzt phasenweise in der eigenen Hälfte ein. „Da haben wir richtig um das Gegentor gebettelt“, fand Martin Weber. Und dieses Gegentor sollte auch fallen. Nach einem zu kurzen Rückpass wusste sich Hans Büchner nur mit einem Foul zu helfen und Nino Purrmann verwandelte den fälligen Strafstoß souverän zum 1:1-Ausgleich (71.).

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Doch Chemie ließ nicht, wie zuletzt oft, den Kopf hängen, sondern spielte weiter nach vorne. Erneut war es Weber, der von der Strafraumgrenze abzog. Der Ball setzte unglücklich auf und landete zum 2:1 in den Maschen (83.). Doch damit nicht genug, entschieden die Premnitzer wenig später das Spiel. Nach einem Handspiel gab es diesmal Elfmeter für Premnitz, den Elias Große zum 3:1-Endstand versenkte. „Ich glaube, dass wir am Ende verdient gewonnen haben. Das sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Spiele geben. Bis zum Winter wollen wir noch ein paar Plätze nach oben klettern. Doch in der nächsten Woche steht erstmal das Pokalspiel gegen Luckenwalde an, in das wir alles reinhauen wollen“, blickte Martin Weber voraus.