04. Juli 2019 / 17:55 Uhr

Chemie-Sportdirektor Andy Müller: „Können mit dem 1:3 gut leben“

Chemie-Sportdirektor Andy Müller: „Können mit dem 1:3 gut leben“

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Andy Müller
Sportdirektor Andy Müller-Papra spielte einst für den 1. FC Magdeburg und lockte den ehemaligen Europapokalsieger ins Leutzscher Holz. © Christian Donner
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Vier Jahre spielte Chemie-Sportdirektor Andy Müller-Papra für den 1. FC Magdeburg und stieg in dieser Zeit mit dem Klub fast in die 2. Bundesliga auf. Nach dem Test gegen seinen alten Verein (1:3) am Mittwochabend stellte sich der 38-Jährige den Fragen der LVZ.

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Wie viele Hände mussten Sie heute schütteln?
So viele waren es am Ende gar nicht mehr. Ich kenne noch Tischi (FCM-Torwarttrainer Matthias Tischer, d. Red.) und Heiko Horner (FCM-Zeugwart). Mario Kallnik (FCM-Geschäftsführer), mit dem ich lange zusammen gespielt habe, war heute leider nicht dabei. Es war trotzdem ein schönes Erlebnis, mal wieder gegen die alte Truppe anzutreten.

Kamen da auch nochmal Erinnerungen hoch an das Spiel 1. FC Magdeburg gegen St. Pauli im Juni 2007, durch das Sie im letzten Moment den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpassten? Damals standen Sie mehr als 80 Minuten auf dem Platz und weinten hinterher bittere Tränen.
Nee, das ist zu lange her. Ich habe mich einfach nur gefreut, dass Magdeburg für dieses Spiel zugesagt hat und wir es vor einer ansprechenden Kulisse austragen konnten. 2300 Zuschauer hätten wir bei einem Test am Mittwochabend gar nicht erwartet.

Lag es auch an Ihren alten Verbindungen nach Magdeburg, dass Sie einen so namhaften Gegner für die Vorbereitung der BSG Chemie gewinnen konnten?
Schon ein bisschen. Ich hatte mit Maik (FCM-Sportdirektor Franz) schon seit November Kontakt und am Ende haben wir uns auf diesen Termin geeinigt.

JETZT Durchklicken: Die Bilder der 1:3-Testspielniederlage der Leutzscher gegen den 1. FC Magdeburg!

BSG Chemie Leipzig - 1. FC Magdeburg (1:3) Zur Galerie
BSG Chemie Leipzig - 1. FC Magdeburg (1:3) ©
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Wie zufrieden sind Sie sportlich gesehen mit dem Test?
Da muss man die Halbzeiten abgrenzen. In der ersten Hälfte haben wir nicht das gespielt, was wir spielen wollten. Da hat man gemerkt, dass die Spieler müde sind. Wir hatten am Dienstag einen Stufentest gemacht und da taten die Beine wahrscheinlich noch weh. Und bei Magdeburg hat man einfach gesehen, dass die schon seit zwei Wochen im Training sind, die haben uns in der ersten Hälfte den Schneid abgekauft. In der zweiten Halbzeit war ich dann sehr überrascht, dass wir mit solch einer Truppe mithalten können, auch da wir aktuell noch sechs Verletzte haben. Mit dem 1:3 können wir am Ende gut leben.

Es kamen insgesamt vier Testspieler zum Einsatz. Welchen Eindruck haben die auf Sie gemacht?
Ich werde mich nachher noch mal mit dem Trainer treffen und dann stecken wir die Köpfe zusammen. Wir werden aber noch keine Entscheidungen treffen, auch da am Donnerstag noch drei weitere Testspieler kommen. Am Freitag werden wir dann wohl entscheiden, wen wir holen.

Hat Sie irgendjemand von denen besonders positiv überrascht?
Ja, Kirsche (Florian Kirstein), auch wenn er kein Testspieler war. Der war lange verletzt und hat in der Oberliga lediglich ein Spiel gemacht. Nach seinem Mittelfußbruch ist er jetzt wieder richtig da, bereitet unser Tor klasse vor und hat noch zwei, drei tolle Aktionen. Dazu hat auch Philipp Wendt stark gespielt.

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Und für Rückkehrer Tommy Kind hat es Sie bestimmt auch gefreut, dass er heute getroffen hat, nachdem er in seiner ersten Zeit bei Chemie nicht so glücklich geworden war, oder?
Für einen Stürmer ist es natürlich immer wichtig, dass er trifft. In der ersten Halbzeit hat er wie alle auf dem Platz etwas unglücklich agiert. In der zweiten Hälfte war auch Tommy besser im Spiel. Sein Tor freut mich für ihn, weil er jetzt nicht mehr dauernd an dieses Ich-muss-unbedingt-treffen denken muss.

Sie haben zuletzt im Benefiz-Spiel gegen Bar Kochba mal wieder die Fußballschuhe geschnürt. Eine einmalige Aktion oder sehen wir Sie wieder häufiger im Chemie-Trikot?
Nee nee, mir tat am nächsten Tag alles weh (lacht). Ich habe mitgespielt, weil wir einen personellen Engpass hatten wegen der vielen Verletzten und weil einige Spieler im Urlaub waren. Es hat auch Spaß gemacht, aber inzwischen merke ich doch das Alter.

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