12. Mai 2019 / 15:58 Uhr

BSG Chemie Leipzig verpasst Vorentscheidung im Aufstiegskampf

BSG Chemie Leipzig verpasst Vorentscheidung im Aufstiegskampf

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 12.05.2019, Alfred-Kunze-Sportpark, Fussball, Oberliga , 
BSG Chemie Leipzig vs. FSV 63 Luckenwalde , 
Chemie Torjubel nach dem 1:1 Ausgleich. Im Bild v.l.: Daniel Heinze (10, Chemie), Stefan Karau (3, Chemie) und TorschŸtze Kai Druschky (77 Chemie). , 
Foto: PICTURE POINT / R. Petzsche , 
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Kai Druschky verwandelt einen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich für die BSG Chemie Leipzig. © PICTURE POINT
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Nach einem 2:2-Unentschieden gegen Verfolger FSV Luckenwalde beträgt der Vorsprung des Tabellenführers unverändert vier Punkte.

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Leipzig. Für das Aufstiegsduell ist alles angerichtet: Benjamin Schmidts Chemie-Rap bringt das Publikum im rappelvollen Kunze-Sportpark in Wallung, die Fans zelebrieren eine beeindruckende Choreografie. „Chemie“ und „Angriff“ lauten die Botschaften.

Mit dem Angriff ist es so eine Sache. Beide Teams setzen zunächst auf Kontrolle. Ein kapitaler Bock von Julien Lattendresse-Levesque ermöglicht den Gästen die erste große Chance (7.). Der Chemie-Keeper spielt einen Ball genau in die Füße des Luckenwalder Japaners Takahiro Tanio. Der zieht sofort ab, doch mit einer spektakulären Parade macht „Latte“ seinen Fehler wieder gut. Kurze Zeit später haben die Leutzscher die erste Gelegenheit. Alexander Bury verlängert einen Pass mit der Hacke, doch FSV-Torhüter Konstantin Filatow kann retten. Das geht munter los, aber nicht so weiter. Beiden Teams merkt man an, dass sie vor allem nicht verlieren wollen. Und beide Teams leisten sich auch Unsicherheiten, Fehlabspiele und Missverständnisse. Das führt zu Torgelegenheiten. Florian Schmidt hat in der 27. Minute nach einer Klasse-Flanke von Philipp Wendt die Führung für die Gastgeber auf dem Kopf, der Ball fliegt um Zentimeter am Kasten vorbei. Besser macht es Luckenwalde fünf Minuten später. Tanio setzt sich auf der linken Seite durch, flankt in die Mitte. Dort steht Pascal Borowski frei und hat kein Problem, aus zwölf Metern mit einem straffen Schuss zum 1:0 einzunetzen. Plötzlich Totenstille im AKS.

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Die BSG Chemie Leipzig gewinnt das Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde mit Zur Galerie
Die BSG Chemie Leipzig gewinnt das Heimspiel gegen den FSV Luckenwalde mit © PICTURE POINT
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Doch ganz schnell wird es wieder laut. Die Chemiker antworten mit wütenden Angriffen auf den Rückstand. Als Kai Druschky im Strafraum elfmeterreif gefoult wird (35.), der Pfiff aber ausbleibt, tobt das Stadion. Mit ruppigen Zweikämpfen und leicht aufgeheizter Stimmung geht es zum Pausentee.

Druschky verwandelt Elfmeter zum Ausgleich

45 Minuten Zeit bleiben den Chemikern, den 0:1-Unfall zu korrigieren - das gelingt schon bald. In Minute 62. Minute wird Alexander Bury im Strafraum gefoult und diesmal gibt es am Elfmeterpfiff keine Zweifel. Kai Druschky verwandelt sicher zum 1:1.

Jetzt wollen die Chemiker mehr, den Sieg natürlich. Und die Hoffnungen steigen, als Luckenwaldes Torschütze Pascal Borowski in der 72. Minute Chemie-Verteidiger Manuel Wajer böse von hinten foult. Borowski sieht die Rote Karte, Chemie ist nun in Überzahl.

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Doch die Freude über den vermeintlichen Vorteil währt keine fünf Minuten. Denn in der 76. Minute schlagen die Gäste erneut zu, Christian Flath trifft per Kopf zum 1:2. Wieder kurze Schockstarre. Fünf Minuten vor Schluss hat der eingewechselte Eric Berger eine gute Gelegenheit zum Ausgleich, sein Schuss geht knapp am Tor vorbei. Doch kurz darauf fällt noch das von den 5000 Fans heiß ersehnte Minimalziel 2:2, Manuel Wajer trifft aus dem Gewühl heraus per Kopf zum 2:2 (89.). Beinahe wären die Gäste erneut in Führung gegangen, ein Schuss in der Nachspielzeit landete zum Glück für die Leutzscher nur an der Querlatte.

Chemie: Lattendresse-Levesque - Wajer, Karau, B. Schmidt - Florian Schmidt (80. Keßler), Wendschuch, Böttger (84. Berger), Wendt (88. Trogrlic) - Heinze, Bury - Druschky.

Tore: 0:1 Borowski (32.), 1:1 Druschky (63.,/Foulelfmeter), 1:2 Flath (76.), 2:2 Wajer (89.). Zuschauer: 5000.

Die Stimmen zum Spiel:

Daniel Heinze: "In der ersten Halbzeit hat man schon gemerkt, um was es hier geht. Da war viel Nervosität dabei. Die zweite halbzeit sah schon wie ein Spitzenspiel aus. Am Ende mussten wir viel investieren, es hat zum Glück noch zum 2:2 gereicht. Beim 2:2 ging alles so schnell, wer letztlich getroffen hat, keine Ahnung. Ich habe mich nur gefreut, dass der Ball drin war. Wenn wir verloren hätten, hätten wir nur noch einen Punkt Vorsprung, so bleibt es bei vier. So ist das Unentschieden irgendwie ein gefühlter Sieg."

Kai Druschky: "Luckenwalde hat es effektiv gemacht. Dass sie nach dem 1:1 zurückkommen, darf nicht passieren. Dann das 2:2. Wie der Ball letztlich reingeht, weiß keiner mehr. Aber das ist egal."

Stefan Karau: Man hat gemerkt, dass beide nervös waren. Wir hätten gewinnen können, wir hatten die besseren Chancen. In der Tabelle den Abstand zu halten war das Minimalziel. In der nächsten Woche müssen wir das Ding ziehen, egal wie.

Trainer Miroslav Jagatic: "Wir wollten unbedingt das 2:2, wir wollten den Ausgleich erzwingen. Dann passieren solche Tore. Wer es geschossen hat, ist mir scheißegal. Wir haben alles weiter in der eigenen Hand. Zusammen packen wir das."

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