26. März 2020 / 15:04 Uhr

Chemnitzer FC-Chefin Polster hofft bei Lizenzierungsverfahren auf DFB-Hilfe

Chemnitzer FC-Chefin Polster hofft bei Lizenzierungsverfahren auf DFB-Hilfe

dpa
CHEMNITZ, GERMANY - JULY 21:  Fans of Chemnitz  with flags during the 3rd Liga match between Chemnitzer FC and VFL Osnabrueck at Stadion an der Gellertstrasse on July 21, 2013 in Chemnitz/Germany.  (Photo by Karina Hessland/Bongarts/Getty Images)
Der Chemnitzer FC hofft auf Unterstützung um die Pleite des Vereins abzuwenden. © 2013 Getty Images
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Der Drittligist Chemnitzer FC ist durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf fremde Hilfe angewiesen, um die Pleite des Vereins zu verhindern.

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Chemnitz. Die Vorstandsvorsitzende Romy Polster von Fußball-Drittligist Chemnitzer FC hofft beim Zulassungsverfahren für die kommende Saison auf ein Entgegenkommen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Den Vereinen wurde in Aussicht gestellt, die Prüfverfahren der Situation anzupassen. Die Termine für die wirtschaftliche Nachweiserbringung sollen nach hinten verschoben werden“, sagte Polster der „Freien Presse“ (Donnerstag).

Die Unternehmerin betonte, dass die Verantwortung für die Vereine steige. Man sollte jetzt nicht anfangen, zu optimistisch zu rechnen und Luftschlösser zu bauen, nur weil der Kontrolleur fehlt, erklärte Polster. „Eine Pleitewelle unter den Clubs hilft der Liga auch nicht weiter.“

„Ohne fremde Hilfe geht es nicht"

Der Spielbetrieb in der 3. Liga ist vorerst bis Ende April ausgesetzt. Mögliche Geisterspiele, um die laufende Saison zu Ende zu bringen, könne der CFC aufgrund fehlender Einnahmen im sechsstelligen Bereich allein nicht bewerkstelligen. „Nur, wenn wir andere Möglichkeiten der Finanzierung bekommen, aus eigener Kraft schaffen wir das nicht. Dafür sind wir wirtschaftlich viel zu schwach aufgestellt. Wir brauchen Unterstützung. Ohne fremde Hilfe geht es nicht“, äußerte Polster.

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Um die drohenden wirtschaftlichen Verluste abzufedern, werde es beim CFC zusätzlich zur Einführung der Kurzarbeit wahrscheinlich weitere Einschnitte geben. Mit den Spielern und Trainern solle womöglich auch über einen Gehaltsverzicht gesprochen werden. „Wir haben das zumindest als Option auf dem Zettel. Wegen der zu erwartenden finanziellen Schwierigkeiten werden wir auch an den Kennzahlen für den Drittligakader noch einmal arbeiten müssen, sprich mit etwas weniger Geld auskommen als ursprünglich geplant“, sagte Polster.

Sebastian Wutzler, dpa

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