17. November 2021 / 15:15 Uhr

0:3! Panitzsch/Borsdorf liefert dem Chemnitzer FC einen großen Kampf

0:3! Panitzsch/Borsdorf liefert dem Chemnitzer FC einen großen Kampf

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
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Die Panitzsch/Borsdorfer müssen sich dem Chemnitzer FC geschlagen geben. © Christian Modla
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Der Achtligist und Stadtpokalsieger aus Panitzsch/Borsdorf hat sich wacker geschlagen, musste sich aber am Ende dem Regionalligisten geschlagen geben.

Panitzsch. Die große Überraschung ist ausgeblieben, aber einen großartigen Kampf hat Pokalschreck SV Panitzsch/Borsdorf im Sachsenpokal-Achtelfinale dem Chemnitzer FC geboten. Der Leipziger Stadtpokalsieger und aktuellen Stadtliga-Spitzenreiter unterlag dem Fußball-Regionalligisten am Mittwoch lediglich mit 0:3 (0:1). Über eine Stunde lang hielt der krasse Außenseiter ein hochrespektables 0:1.

„Wenn er den Ball nicht direkt genommen hätte, wäre vielleicht das 1:1 gefallen“

„Die Panitzscher waren gut eingestellt. Die haben mit Mann und Maus verteidigt und wir haben dagegen nicht die richtigen Mittel gefunden“, bekannte Robert Zickert, der Ex-Leipziger in den Chemnitzer Reihen. „Dadurch haben wir uns ziemlich schwergetan, aber letztendlich zählt das Weiterkommen. Und richtige Chancen hatten die Gastgeber ja kaum.“

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Der SV Panitzsch/Borsdorf empfing den Chemnitzer FC und schlug sich tapfer. Am Ende musste man nach dem 0:3 aber die Segel streichen. Zur Galerie
Der SV Panitzsch/Borsdorf empfing den Chemnitzer FC und schlug sich tapfer. Am Ende musste man nach dem 0:3 aber die Segel streichen. ©

Das stimmt, aber nur fast, denn einmal war „PaBo“ einem Treffer doch recht nahe. Als der diesmal im CFC-Tor stehende Isa Dogan in der 32. Minute ungenau nach vorn spielte, kam Sebastian Klemm an den Ball und wollte sofort ins verwaiste Tor schießen, traf aber in der Überhast daneben. „Wenn er den Ball nicht direkt genommen hätte, wäre vielleicht das 1:1 gefallen“, bedauerte Panitzschs Trainer Thomas Wedemann. Der Coach war am Ende trotzdem „superzufrieden“, nicht nur, weil damit sein internes Ziel („Nicht höher als 0:5 verlieren“) erreicht wurde, sondern: „Weil wir defensiv sehr gut gestanden haben, wir prima verteidigt, uns immer wieder reingehauen haben.“

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„Wir sind stolz auf Euch“

Die Gastgeber standen sehr tief, empfingen die Gäste nicht an der Mittellinie, sondern noch weiter hinten, erst im letzten Drittel. Und wenn ein Panitzscher das einmal nicht einhielt, pfiff ihn Wedemann zurück. Außer natürlich bei den Konterversuchen. Die aber wurden nicht genau genug vorgetragen, wodurch die physisch überlegenen Gäste natürlich nahezu jede Gefahr unterbinden konnten.

Nach vorn fiel dem Favoriten allerdings wenig ein, wie der SVP-Riegel zu knacken wäre. In der 14. Minute kam der ansonsten unablässig labernde Jovan Vidovic dennoch zum Kopfball und versenkte den Ball zum 0:1. In der Schlussphase hatte der lange Verteidiger noch eine Riesenchance, schoss zum Glück für die Platzherren aber aus vier Metern weit drüber. Zuvor hatten Stanley Keller nach einem schönen Angriff über links (63.) sowie Felix Schimmel mit einem Schuss genau über den einige Male großartig parierenden Leonhard Saewe (72.) schon die Fronten geklärt.

Ein wenig schade war, dass die 616 Zuschauer erst mit Beginn der zweiten Halbzeit munterer wurden. Vielleicht hatten sie erst mit dem knappen Halbzeitstand an die ganz große Überraschung geglaubt. Obwohl laut Spruchbändern doch schon vor der Partie feststand: „PaBo ist der geilste Club der Welt.“ Und: „Wir sind stolz auf Euch.“