14. September 2020 / 10:57 Uhr

Chemnitzer FC nutzt Matchball nicht - Trainer Berlinski „megastolz“

Chemnitzer FC nutzt Matchball nicht - Trainer Berlinski „megastolz“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Fans vom Chemnitzer FC können trotz Niederlage stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft sein.
Die Fans vom Chemnitzer FC können trotz Niederlage stolz auf die Leistung ihrer Mannschaft sein. © 2020 Getty Images
Anzeige

Selbst die vom DFB gekürzte Prämie für das Weiterkommen hätte dem insolventen CFC enorm gut getan. Verdient wäre es nach dem beherzten Kampf gegen Hoffenheim ohnehin gewesen. Die Leistung des Teams macht Hofffnung. Nun geht's zum Derby bei Lok Leipzig.

Anzeige

Chemnitz. Der Frust saß tief, der Stolz über die starke Leistung aber überwog. „Hoffenheim war uns zwar in allen Belangen überlegen, wir haben aber trotzdem gut dagegen gehalten und hatten sie sogar am Rand einer Niederlage“, sagte Kapitän Niklas Hoheneder nach dem bitteren Pokal-Aus seines Chemnitzer FC beim 2:3 (2:2, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen gegen den Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.

„Es ist ein Déjà-vu-Erlebnis nach dem Ausscheiden letztes Jahr gegen den Hamburger SV. Es ist sehr ärgerlich, denn wir haben ein Riesenspiel gemacht“, bilanzierte Hoheneder, nachdem der CFC schon im Vorjahr gegen den HSV im Elfmeterschießen ausgeschieden war. Diesmal gingen die „Himmelblauen“ in der 100. Minute sogar in Führung durch Christian Bickel. Doch im Elfmeterschießen verschoss der Mittelfeldspieler, wie zuvor Riccardo Grym und Tobias Müller. „Ich muss die Jungs, die nicht getroffen haben, nicht unbedingt aufbauen. Sie wissen, dass es schade ist, aber niemand ist ihnen böse, dass sie verschossen haben.“

Mehr zum DFB-Pokal

Nun muss die beherzte Leistung konserviert werden. Bereits am Samstag geht es in der Regionalliga zum Meister 1. FC Lok Leipzig. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Da wollen wir nicht so lange wie möglich das Unentschieden verwalten, sondern da müssen wir auch selbst das Spiel machen“, sagte Hoheneder und bemerkte: „Viele unserer Spieler haben gegen Hoffenheim gesehen, welche Reserven in einem stecken. Einige wussten wahrscheinlich gar nicht, dass es möglich ist, 120 Minuten lang einem Bundesligisten hinterherzurennen.“

Berlinski: Super gegen den Ball gearbeitet

Auch CFC-Coach Daniel Berlinski will „den Flow mit in die nächsten Wochen und Monate nehmen“. Er freute sich vor allem über die Tatsache, dass sein Team „immer versucht hat, spielerische Lösungen zu finden“. Nach einem holprigen Start in Liga vier mit der 1:2-Heimniederlage gegen Viktoria Berlin und der 1:2-Pleite beim VfB Auerbach soll der Aufwärtstrend des Drittliga-Absteigers beim Mitfavoriten Lok bestätigt werden.

„Ich bin megastolz auf meine Mannschaft. Wir haben sehr leidensfähig super gegen den Ball gearbeitet. Wir haben gesehen, dass wir bei eigenem Ballbesitz in der Lage sind, Chancen gegen einen Bundesligisten herauszuspielen, das können wir mitnehmen“, sagte Berlinski, der nach fünf Spieltagen auf Rang neun in Liga vier steht.

Frank Kastner und Sebastian Wutzler