09. April 2022 / 18:51 Uhr

Choreo, Pyro, Schalparade: Olympiastadion wird in Nebel getaucht

Choreo, Pyro, Schalparade: Olympiastadion wird in Nebel getaucht

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Die treuesten Hertha-Fans in der Ostkurve sorgten für eine beeindruckende Choreografie.
Die treuesten Hertha-Fans in der Ostkurve sorgten für eine beeindruckende Choreografie. © dpa
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Sowohl die Ostkurve der Herthaner als auch der rote Gästeblock sorgen beim Berliner Stadtderby schon zum Anpfiff für eine gewaltige Stimmung. Die Hertha-Ultras richten zudem eine klare Botschaft Richtung Vereinsspitze.

Im Berliner Olympiastadion erreichte die Stimmung schon vor dem Anpfiff des Hauptstadtderbys zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union ihre ersten Höhepunkte. Die Ostkurve, in der traditionell die lautesten Hertha-Fans stehen, präsentierte eine imposante Choreo. Zu sehen gab’s die Berliner Sehenswürdigkeiten auf blau-weißen Hintergrund – natürlich mit Hertha-Fahne und zwei Spruchbändern: „Von Spandau bis nach Hellersdorf, vom Wedding bis Neukölln“ – „Von Zehlendorf bis JWD, gibt’s nur Hertha BSC.“

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Rote Wand: Die Union-Fans im Olympiastadion.
Rote Wand: Die Union-Fans im Olympiastadion. © David Joram

Das sahen die Union-Fans naturgemäß anders, die zahlreiche rote Schals in die Höhe reckten. Ein Banner hatten sie auch mitgebracht: „Unser Berlin.“ Während die Unioner friedlich ihre Schals schwangen, zündeten die Hertha-Fans in der Ostkurve ein offenbar umfangreiches Arsenal an Pyrotechnik und Böllern. Außerdem hing ein Banner am Oberrang – mit einer klaren Botschaft Richtung Vereinsspitze: "Windhorst und Gegenbauer raus!"

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Abgesehen von dem beißenden Qualm, der durchs Stadion zog, war es ein eindrucksvolles Bild, das die Hertha-Ultras organisiert hatten – nachdem sie in den vergangenen beiden Jahren pandemiebedingt nicht geschlossen im Stadion aufgetreten waren. Die Rückkehr zum Derby gestalteten sie umso schöner – von den unnötigen Böllerschüssen mal abgesehen.

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Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es im Union-Block heiß her.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es im Union-Block heiß her. © Marius Böttcher

Auch auf dem grünen Rasen war einiges los, vor allem die Gäste gefielen gegen leblos auftretende Herthaner im ersten Durchgang. Die Unioner 1:0-Führung nach 45 Minuten war aus Hertha-Sicht sogar noch schmeichelhaft. Den zweiten Spielabschnitt eröffnete der Gästeblock mit einer Pyroaktion, etliche Fackeln brannten. Jubeln durfte aber zunächst die Hertha, die dank eines Eigentors von FCU-Verteidiger Timo Baumgartl zum Ausgleich kam. Doch postwendend gab es auf der anderen Seite die Antwort: Grischa Prömel erzielte für Union das 2:1 per Kopf.