06. Oktober 2020 / 11:10 Uhr

Costa, Choupo-Moting, Roca, Sarr: Die Neuzugänge des FC Bayern im Kurz-Portrait

Costa, Choupo-Moting, Roca, Sarr: Die Neuzugänge des FC Bayern im Kurz-Portrait

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Douglas Costa (von links), Eric Maxim Choupo-Moting, Marc Roca und Bouna Sarr wechselten kurz vor Ende der Transferphase zum FC Bayern.
Douglas Costa (von links), Eric Maxim Choupo-Moting, Marc Roca und Bouna Sarr wechselten kurz vor Ende der Transferphase zum FC Bayern. © imago images/Getty (Montage)
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Vier späte Neuzugänge für Hansi Flick: Douglas Costa ist zurück beim FC Bayern, der frühere Neymar-Kollege Eric Maxim Choupo-Moting und der Franzose Bouna Sarr sind neu in München. Schon einen Tag vor dem Deadline Day wurde der Transfer von Marc Roca eingetütet. Der SPORTBUZZER stellt das Quartett vor.

Der FC Bayern hat in turbulenten Schluss-Stunden auf dem Transfermarkt noch einmal kräftig zugeschlagen. Der frühere Münchner Douglas Costa (30) kehrt drei Jahre nach seinem Wechsel zu Juventus Turin wieder zum deutschen Rekordmeister zurück. Champions-League-Finalgegner Eric Maxim Choupo-Moting (31), U21-Europameister Marc Roca (23) und der Franzose Bouna Sarr (28) sind neu im Kader des zuletzt etwas wackligen Alles-Gewinners. Youngster Tiago Dantas, dessen Ausleihe von Benfica Lissabon der FCB noch nicht bestätigt hat, ist offenbar für die Drittliga-Mannschaft vorgesehen. Der SPORTBUZZER schaut genauer auf das Neuzugang-Quartett des Teams von Trainer Hansi Flick.

Eric Maxim Choupo-Moting

Der Deutsch-Kameruner ist ein vermutlich klagloser Backup für Top-Stürmer Robert Lewandowski. Choupo-Moting verspürte nach der Unterschrift unter einen Einjahresvertrag "ein schönes Gefühl", wie es in der Pressemitteilung des Klubs am Montag hieß. Trotz seines entscheidenden Tores für Paris beim späten 2:1 im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo auf dem Weg ins Finale gegen Bayern hatte er bei PSG keine Zukunft mehr. Der FC Bayern ist die fünfte Profi-Station des gebürtigen Hamburgers in Deutschland, der von 2007 bis 2017 beim Hamburger SV, dem 1. FC Nürnberg, dem FSV Mainz 05 und Schalke 04 gespielt hat. Auffällig: Bis auf eine Leihgebühr von schmalen 50.000 Euro für sein Kurz-Engagement in Nürnberg (2009/10), die der HSV erhalten hatte, kostete Choupo-Moting noch keinen Cent an Ablösesumme. Vor seiner Zeit in Paris spielte er zwischenzeitlich in der Spielzeit 2017/18 für Stoke City in England.

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Marc Roca

Viel länger als mit Choupo-Moting planen die Münchner mit dem für geschätzte neun Millionen Euro von Espanyol Barcelona verpflichteten Roca. Mit dem Fünfjahresvertrag bei Bayern geht für ihn "ein Traum in Erfüllung", wie das Eigengewächs des spanischen Klubs sagte. Nach dem Abgang von Thiago (FC Liverpool) soll der 23-Jährige im defensiven Mittelfeld eine Kaderlücke schließen. Hinzu kommt, dass mit Michael Cuisance ein junger zentraler Mittelfeldspieler kurz vor Schluss an Olympique Marseille ausgeliehen wurde. "Er passt fußballerisch und charakterlich hervorragend in unsere Mannschaft und wird sich bei uns weiterentwickeln. Wir sind uns sicher, dass er unserem Team einen großen Mehrwert geben wird", sagte FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Um Roca hatten sich die Münchner bereits im vergangenen Jahr bemüht.

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Bouna Sarr

Der 28-jährige Sarr kam von Olympique Marseille und erhielt einen Vierjahresvertrag. Einen Rechtsverteidiger suchten die Münchner schon lange als Backup hinter Frankreichs Weltmeister und Landsmann Benjamin Pavard. Sarr will als nächster Bayern-Franzose mithelfen, "die erfolgreiche Geschichte dieses Vereins weiterzuschreiben". Die Ablöse für den Abwehrspieler soll rund zehn Millionen Euro betragen. Sarr ist ein gestandener französischer Erstliga-Profi. 2015 wechselte er für zwei Millionen Euro vom FC Metz zu Olympique Marseille, seither absolvierte er 181 Partien, in denen er acht Tore schoss. Gehandelt wurde der 28-Jährige auch bei Bayer 04 Leverkusen.

Douglas Costa

Der Brasilianer Costa, der im Sommer 2017 zunächst an Juventus Turin verliehen und ein Jahr darauf für 40 Millionen Euro nach Italien verkauft wurde, ist wie einst hinter Arjen Robben und Franck Ribéry bei Bayern für ein Jahr als Leihspieler wieder als Flügel-Ersatz vorgesehen. Damit tritt er in die Fußstapfen von Ivan Perisic, der nach dem Leih-Ende wieder zu Inter Mailand zurückkehrte. Allerdings ist Costa nach dem wieder missglückten Wechsel von Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea) nicht die Top-Lösung. Costa wurde einst von Uli Hoeneß als "ziemlicher Söldner" bezeichnet. Er selbst denkt indes an eine "wunderbare Zeit" zurück - und will "wieder Titel erreichen". Bei Juve kam der Außenspieler im Vorjahr auf 23 Liga-Spiele, schoss dabei ein Tor und schaffte fünf Torvorlagen. Dabei warfen ihn einige Blessuren zurück.