19. Mai 2020 / 16:08 Uhr

Christian Bockhahn: „Mister Grimmener SV“ tritt ab

Christian Bockhahn: „Mister Grimmener SV“ tritt ab

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Christian Bockhahn
war zehn Jahre lang im Vorstand des Grimmener SV aktiv.
Christian Bockhahn war zehn Jahre lang im Vorstand des Grimmener SV aktiv. © Horst Schreiber
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Christian Bockhahn, bislang stellvertretender Vereinschef, ist nach 20 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit ausgebrannt. Er will künftig mehr Zeit seiner Familie widmen.

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Im Grimmerner Sportforum war Christian Bockhahn nie zu überhören, vor allem nicht, wenn sein Grimmener SV gerade ein Tor geschossen hatte. Dann übersteuerte das Mikrofon des Stadionsprechers auch schon mal. Denn der Bockhahn brennt für den Fußballklub aus der Trebelstadt. Oder brannte. Denn der stellvertretende Vereinspräsident zieht sich zurück. Und das obwohl er ursprünglich die Nachfolge von Klubchef Thomas Röger antreten wollte.

„Ich werde in allen Funktionen beim GSV aufhören“, bestätigte Bockhahn gegenüber dem SPORTBUZZER. Die Gründe für den plötzlichen Umschwung? Zum einen die Familie. „Sie hat bislang immer die zweite Geige gespielt. Ich möchte mehr Zeit für mich, meine Frau und meine Kinder haben“, sagt Bockhahn. Zum anderen schlaucht es ganz schön, zehn Jahre lang eine verbandsligataugliche Truppe in Grimmen zusammenzustellen. Bockhahn war nicht nur Stadionsprecher und Vorstandsmitglied, sondern vor allem Kaderplaner und Organisator im Hintergrund. Beispielsweise zeigte sich die Familie Bockhahn verantwortlich für den jährlichen Handelshof-Vorpommern-Cup – eines der größten Hallenturniere in MV.

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Diese aufreibende Ehrenamtsarbeit blieb nicht unbemerkt. 2019 erhielt Bockhahn die Ehrennadel des Landesfußballverbands. „Christian Bockhahn hat sich bleibende Verdienste erworben. Zehn Jahre in der Verbandsliga mitzuhalten ist top. Dazu haben wir im gesamten Verein auf Initiative von Christian Strukturen aufgebaut“, würdigte Björn Schulz, der einige Aufgabe von Bockhahn kommissarisch übernommen hat.

„Jetzt kann sich der Verein ohne den großen Vorturner Christian Bockhahn entwickeln“, bemerkt der Abtretende.

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Ein Alternative für den Chefposten beim GSV, den Bockhahn ursprünglich bei der Mitgliederversammlung im Frühjahr (verschoben auf September) einnehmen sollte, ist bereits gefunden: Der aktuelle Boss will doch weitermachen. Thomas Röger hat sich bereit erklärt, sein Amt fortzuführen.