24. Februar 2019 / 07:24 Uhr

Schalke und das Heidel-Beben: So geht es für den Noch-Sportchef jetzt weiter

Schalke und das Heidel-Beben: So geht es für den Noch-Sportchef jetzt weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Heidel war seit Mitte 2016 Sportvorstand des FC Schalke 04.
Christian Heidel war seit Mitte 2016 Sportvorstand des FC Schalke 04. © imago/DeFodi
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Spätestens am Saisonende ist Schluss auf Schalke: Nach der 0:3-Pleite bei seinem Ex-Klub Mainz 05 ließ der Sportvorstand von S04 die Bombe platzen. Doch wie geht es für den 55-Jährigen weiter?

Ausgerechnet bei seinem Ex-Klub Mainz 95 sorgte Christian Heidel für einen Paukenschlag und trat als Sportvorstand des FC Schalke 04 zurück. Spätestens am Ende der Saison ist das Kapitel Schalke für den 55-Jährigen beendet. Einen Nachfolger will er vorher noch einarbeiten, eine vernünftige Übergabe garantieren. Und dann? Darüber sprach Heidel unmittelbar nach der bitteren 0:3-Pleite, die Schalkes sportliche Misere manifestierte.

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Konkret könne er „momentan nicht darüber nachdenken", wie es im Sommer weitergeht. Heidel ist seit 27 Jahren im Fußballgeschäft tätig – ab 1992 in Mainz, seit 2016 dann auf Schalke. Während er in Mainz große Erfolge mit Trainern wie Jürgen Klopp und Thomas Tuchel feiern konnte, ist er bei S04 auch wegen seiner Transferpolitik ultimativ gescheitert.

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Heidel: „Nicht der Typ, der morgen, übermorgen oder am 1. Juli zu irgendeinem Klub wechselt"

Vom wohl anstrengendsten Kapitel seiner Karriere will Heidel sich nun erst einmal erholen. Der Entschluss, spätestens im Frühjahr aufzuhören, „ist stetig gereift und vor zehn Tagen endgültig gefallen", betonte Heidel. „Am vergangenen Montag bin ich dann zu Clemens Tönnies (Aufsichtsratschef/d. Red.) gegangen und habe gesagt, wir müssen das im Sommer beenden, ich löse den Vertrag auf, will kein Geld, verzichte auf alles, was mir zusteht.“


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„Ich bin nicht der Typ, der morgen, übermorgen oder am 1. Juli zu irgendeinem Klub wechselt", betonte Heidel in der Mixed-Zone. „Es kann durchaus sein, dass ich noch mal etwas ganz anderes mache." Vor seiner Tätigkeit bei Mainz 05 war Heidel Geschäftsführer eines Autohauses – zieht er sich komplett aus dem Fußball zurück? Er verspricht jedenfalls: „Rentner werde ich noch nicht." Was auch immer das heißen mag.

Den FC Schalke 04 verlässt der gebürtige Mainzer in einer schweren sportlichen Krise. Zumindest bis zum Ende der Saison will er bleiben, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten. In die Suche nach einem Nachfolger ist er nach eigenem Bekunden nicht involviert – auch wenn er Jonas Boldt empfohlen hat. „Ich habe Jonas Boldt vor langer Zeit angesprochen, ob er zu Schalke kommen und unser Team vergrößern will. Das war schon im Sommer mein Ansatz", betonte Heidel. Das klappte nicht – wie so manches in seiner Ära als S04-Boss.

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Wenn der Nachfolger feststeht, wird Heidel „körperlich nicht mehr präsent sein"

Empfehlung pro Boldt ja, aber Heidel weiß, dass seine Macht bei der Suche nach einem Erben ein Ende hat. „Die Entscheidung habe ich nicht zu treffen. Wenn man mich um meine Meinung fragt, werde ich die sagen. Aber ich werde nicht darüber entscheiden, wer mein Nachfolger wird. Wenn der Nachfolger feststeht, werde ich auch körperlich nicht mehr präsent sein."

Nach der Pleite in Mainz sind die „Knappen" mit sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz Tabellen-14. Nach oben geht nichts mehr, Schalke muss sich auf eine Saison ohne internationalen Fußball einstellen. Heidel: „Es geht darum, aus dieser Situation herauszukommen. Da muss wirklich einiges passieren. Ob die Mannschaft Abstiegskampf kann, weiß ich nicht. Aber sie wird es müssen." Klar ist: Für den Abstiegskampf eingekauft hat Heidel bei Schalke nicht.

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