15. September 2019 / 12:02 Uhr

Klartext von DFL-Boss Seifert über Bundesliga-Anstoßzeiten und -Spiele im Ausland

Klartext von DFL-Boss Seifert über Bundesliga-Anstoßzeiten und -Spiele im Ausland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFL-Boss Christian Seifert hat sich klar gegen weitere Anstoßzeiten in der Bundesliga positioniert.
DFL-Boss Christian Seifert hat sich klar gegen weitere Anstoßzeiten in der Bundesliga positioniert. © imago images / Contrast
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Klare Kante von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: Mit ihm als Bundesliga-Boss werde es keine Liga-Spiele im Ausland und keine neuen Anstoßzeiten geben. Den Plan der spanischen Liga kritisiert Seifert deutlich.

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DFL-Chef Christian Seifert hat sich klar gegen neue Anstoßzeiten und eine Verlegung von Bundesliga-Pflichtspielen ins Ausland positioniert. "Es werden nicht mehr Anstoßzeiten hinzukommen, im Gegenteil. Es gibt die fünf Bundesliga-Spiele, die bisher am Montag geplant waren, insbesondere für die Europapokal-Teilnehmer, die donnerstags spielen, künftig am Sonntag“, sagte der DFL-Geschäftsführer in einem Interview mit der Zeitung Welt am Sonntag und kündigte an: "Es wird nicht wie in Spanien zehn verschiedene Anstoßzeiten geben oder wie in Frankreich sieben oder acht."

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DFL-Boss Seifert hofft auf bessere Leistungen der deutschen Mannschaften in Europa

Seifert hofft zudem auf eine baldige Besserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Mannschaften in Europa. "Da hat die Bundesliga in den letzten Jahren Federn gelassen", kritisierte der Bundesliga-Boss. In der vergangenen Spielzeit hatte kein deutscher Champions-League-Teilnehmer das Viertelfinale erreicht, in der Europa League schaffte es nur Eintracht Frankfurt bis ins Halbfinale. Dass es in der am Dienstag beginnenden neuen europäischen Spielzeit besser läuft, hält Seifert für eminent wichtig. "Die Wahrnehmung einer Liga ist sehr relevant für das Interesse von Medienunternehmen, von Sponsoren und unterm Strich auch von Zuschauern."

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Für das Interesse der amerikanischen Fans war zuletzt im Gespräch, dass der FC Barcelona ein Spiel in den USA austragen sollte. Dazu kam es bisher jedoch noch nicht. Bei der Bundesliga werde das niemals der Fall sein, betonte Seifert nun. "Ich finde, das wäre definitiv ein Schritt zu viel. Die hochgelobte spanische Liga versucht das. Die wollten Barcelona gegen Girona in Miami austragen. Angeblich um den Fußball zu promoten. Was natürlich Unsinn ist. Es dreht sich ausschließlich um monetäre Aspekte“, sagte Seifert.

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Der Bundesliga-Chef erklärte auch, warum er die Idee ablehnt: "Das wäre den Fans gegenüber nicht angemessen, weil sie zu 16 Heimspielen pilgern, egal bei welchem Wetter und unabhängig von der Tabellenlage, und genau dieses eine Spiel, das im Ausland stattfindet, verpassen." Seiner Ansicht nach bekomme die Bundesliga den "Spagat aus Tradition und Geschäft so gut hin wie kaum eine andere Liga."