26. Oktober 2020 / 11:32 Uhr

Corona-Krisenmanager und langjähriger Kopf der Bundesliga: Das hat DFL-Boss Christian Seifert erreicht

Corona-Krisenmanager und langjähriger Kopf der Bundesliga: Das hat DFL-Boss Christian Seifert erreicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der <b>SPORT</b>BUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor.
Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der SPORTBUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. © 2020 Getty Images
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Seit 2005 ist Christian Seifert Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL, doch wie er am Montag verkündete, wird der 51-Jährige sein Amt im Juni 2022 zur Verfügung stellen, um ein "neues berufliches Kapitel" aufzuschlagen. In der Corona-Krise erlangte Seifert höchstes Ansehen. Der SPORTBUZZER stellt die Meilensteine der Karriere des DFL-Chefs vor.

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Christian Seifert war als DFL-Boss schon immer ein sehr gefragter Mann. Doch seit Beginn der Corona-Krise und der damit einhergehenden Spielpause in der Bundesliga und 2. Liga hat er eine noch mal wichtigere Rolle eingenommen. Der 51-Jährige vollzog eine eindrucksvolle Wandlung vom Chef-Vermarkter der Deutschen Fußball Liga zum wichtigen Krisenmanager. Durch die Einführung des Bundesliga-Hygienekonzepts bewahrte er die deutschen Profiklubs vor einer möglichen Pleite, ließ jedoch zu keiner Zeit auch die gesundheitlichen Risiken während der Pandemie außer Acht.

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Eine echte Herkules-Aufgabe, die Seifert in der unbestritten schwierigsten Periode seiner Amtszeit zu stemmen wusste. Dabei habe er sich zwischenzeitlich laut eigener Aussage "wie im Science-Fiction-Film" gefühlt. Nachdem das Hygienekonzept auch anderen Ligen über die Grenzen der Bundesliga hinweg zu einer Wiederaufnahme des Wettbewerbs verhalf, erlangte Seifert auch international höchstes Ansehen. Am Montag gab er nun bekannt, dass er die DFL nach Ablauf seines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde, um anschließend "ein neues berufliches Kapitel" aufschlagen zu wollen. Was Seifert bei der DFL erreicht hat und in welcher Funktion er zuvor tätig war, beleuchtet der SPORTBUZZER beim Blick auf die Karriere Seiferts - klickt euch durch!

Der Kopf der Deutschen Fußball Liga: Das ist DFL-Boss Christian Seifert

Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der <b>SPORT</b>BUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. Zur Galerie
Er meisterte eine der größten Krisenzeiten der Bundesliga-Geschichte: Der SPORTBUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. ©

In einer persönlichen Erklärung am Montag hatte Seifert mitgeteilt: "Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen. Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde.“

Seifert steigert Vermarktung der TV-Rechte

Seifert arbeitet seit 2005 bei der DFL und hatte in seiner Amtszeit beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Die Vermarktung der TV-Rechte stieg in seiner Amtszeit von 400 Millionen Euro pro Saison auf mehr als eine Milliarde Euro. In der Corona-Krise gelang es, dass die Bundesligen als erste der großen Sport-Ligen weltweit mit einem DFL-Hygienekonzept den Spielbetrieb wieder aufnehmen konnte.


In den vergangenen Monaten bewährte sich Seifert als Krisenmanager und schob zudem mit der Taskforce „Zukunft Profifußball“ - auch auf Druck aus der Politik und Fan-Organisationen - eine Debatte um die Zukunft des überhitzten Profigeschäfts an.