22. Juni 2020 / 16:59 Uhr

DFL-Boss Seifert über den Bundesliga-Start und den neuen TV-Deal: "Ergebnis gibt Planungssicherheit"

DFL-Boss Seifert über den Bundesliga-Start und den neuen TV-Deal: "Ergebnis gibt Planungssicherheit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 DFL-Geschäftsführer bezog auf der Pressekonferenz zur Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga ausführlich Stellung - auch zum Start der neuen Saison.
DFL-Geschäftsführer bezog auf der Pressekonferenz zur Vergabe der TV-Rechte für die Bundesliga ausführlich Stellung - auch zum Start der neuen Saison. © Thomas Boecker/DFB/Pool/Imago Images
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DFL-Boss Christian Seifert hat sich bei der Pressekonferenz zur Vergabe der TV-Rechte für vier Jahre ab der Saison 2021/2022 zufrieden mit dem Ergebnis gezeigt. Er nahm zudem Stellung zum Aus von Eurosport und der Planung der neuen Bundesliga-Saison.

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Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat sich bei der Pressekonferenz zur Vergabe der TV-Rechte für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 zufrieden mit dem Ergebnis, sprach aber auch über das Aus des bisherigen TV-Partners Eurosport, der seinen Vertrag im Zuge der Coronavirus-Krise gekündigt hatte. Auch über die Planungen für die neue Saison sprach Seifert. Der SPORTBUZZER fasst die Aussagen des DFL-Chefs zusammen.

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DFL-Boss Christian Seifert über...

...seine Einschätzung des neuen TV-Deals, der den 36 Klubs der 1. und 2. Liga pro Saison im Schnitt 1,1 Milliarden Euro beschert: "Ich persönlich bin mit diesem Ergebnis zufrieden. Man ist dann erst einmal froh, dass man ein Ergebnis erzielt hat, mit dem man sich identifizieren kann. Mein zweiter Gedanke war, dass wir die Konzepte für den Neustart 2021/2022 vorbereiten müssen. Was die Klubs angeht: Am Ende ist das immer noch sehr viel Geld. Die Rahmenbedingungen, unter denen man künftig Profifußball organisieren muss, werden andere sein. Das Ergebnis ist ein sehr gutes und gibt der Liga Planungssicherheit. Das wird sich auch im Vergleich der anderen Top-Ligen mehr als sehen lassen können.“

...die Rückkehr von ProsiebenSat. 1 als Partner im Free-TV: "Dass ProsiebenSat.1 mit einer nach wie vor bekannten Sportmarke Ran zurückkehrt, freut mich aus nostalgischen Gründen. Sie haben mit der virtuellen Bundesliga und der NFL-Übertragung gezeigt, dass sie Sport verstehen."

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Er muss während der Corona-Krise einen der größten Tiefpunkte der Bundesliga-Geschichte meistern: Der SPORTBUZZER stellt DFL-Boss Christian Seifert vor. ©

...die Verteilung des TV-Geldes auf die einzelnen Saisons: "Es gibt einen leichten Anstieg zwischen Jahr eins und Jahr vier, der ist aber wesentlich weniger ausgeprägt als bei der letzten Rechtevergabe. Diesmal liegen wir in der ersten Saison bei über einer Milliarde, in der letzten bei etwas über 1,1 Milliarden."

Seifert über Eurosport: "Meinungsverschiedenheiten"

...die Kündigung des TV-Vertrags in der laufenden Saison durch Eurosport und damit einhergehende Mindereinnahmen der Klubs für die Saison 2020/21: "Wir haben die Klubs informiert, dass durch Entwicklungen im Markt die 1,35 Milliarden in der kommenden Saison sehr wahrscheinlich nicht stattfinden werden. Da sind sicher einige vorsichtige Planungen drin. Es gibt ein paar Meinungsverschiedenheiten mit einem Partner. Die Zahlungen werden unterhalb der 1,35 Milliarden Euro liegen. Wir arbeiten daran, dass es mehr als 1,2 Milliarden Euro sein werden."

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...die schwierigen Planungen für die neue Saison: "Es ist klar, dass wir uns zwei Ziele stecken: die neue Saison zu beginnen und zu beenden. Beides erfordert einige Überlegungen, sehr viele Pläne und die jederzeitige Bereitschaft, diese Pläne anzupassen und zu ändern. Nach wie wird es ein medizinisch-hygienisches Konzept sowohl für die Spieler als auch die TV-Produktionen geben. Wenn es um die Wiederzulassung von Zuschauern geht, ist sicherlich ein anderes Konzept gefordert. Da geht es auch um die Stadien, bauliche Situation, Einlasssituation, die epidemiologische Lage vor Ort. Es ist der Wunsch fast aller Klubs, die neue Saison mit Zuschauern zu beginnen. Wir gehen alle davon aus, dass wir im September starten können. Kann ich Ihnen das mit Sicherheit sagen? Heute nicht. Rund um den Globus können immer noch Dinge passieren, die wir Stand heute nicht absehen können."