15. Januar 2020 / 16:46 Uhr

THW Kiel-Co-Trainer Christian Sprenger über DHB-Team: "Hoffnung, dass der Knoten platzt"

THW Kiel-Co-Trainer Christian Sprenger über DHB-Team: "Hoffnung, dass der Knoten platzt"

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Christian Sprenger (l.) ist seit dieser Saison Co-Trainer von Filip Jicha beim THW Kiel. 
Christian Sprenger (l.) ist seit dieser Saison Co-Trainer von Filip Jicha beim THW Kiel.  © imago images / Sven Simon
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Handball: Der Ludwigsfelder Christian Sprenger spricht im Interview über den Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft und über seine Position beim THW Kiel.

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Die Handball-Europameisterschaft hatte für Christian Sprenger einen positiven Nebeneffekt. „Bis gestern war ich noch im Urlaub, das Mannschaftstraining hat am Dienstag wieder angefangen“, erzählt der Co-Trainer des THW Kiel, der aus Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) stammt. Wobei die Übungseinheiten nur mit einem Rumpfkader stattfinden, der Großteil des Kieler Kaders ist bei der Europameisterschaft in Österreich, Schweden und Norwegen aktiv.

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Trainer Christian Prokop hat sich auf 16 DHB-Spieler festgelegt, mit denen er in die Handball-EM 2020 starten wird. Der SPORTBUZZER stellt die Mannschaft vor. ©
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Aus der Ferne verfolgt der 36-Jährige natürlich auch das Mammutturnier mit 24 Mannschaften. So hatte der verletzte Nationalspieler Fabian Wiede von den Füchsen Berlin kürzlich vorgeschlagen, nur noch alle zwei Jahre eine WM oder EM zu spielen. „Die Diskussion gibt es schon seit ich Handball spiele. Natürlich wäre es für die Gesundheit der Spieler förderlicher, wenn man den Spielplan ein bisschen entzerren würde. Ich kann aber auch verstehen, dass der Handball nun mal nicht die mediale Präsenz wie andere Sportarten hat und wir von den Turnieren leben, weshalb wir diesen Kompromiss eingehen müssen“, sagt Sprenger und ergänzt: „Aber in diesem Jahr ist es natürlich unglaublich krass mit der EM, dann den Olympischen Spielen – falls sie die Quali schaffen – und dann im nächsten Januar wieder eine WM. Das ist schon brutal, das geht richtig auf den Körper.“

Das Auftreten des deutschen Teams sieht er nicht ganz so kritisch. „Sie sind sehr gut gegen die Niederlande gestartet. Gegen Spanien zu verlieren, ist keine Schande, ich habe mit der Nationalmannschaft auch schon gegen Spanien verloren. Und das Spiel gegen Lettland war ein bisschen unglücklich. Nichtsdestotrotz haben sie das erste Ziel mit der Hauptrunde erreicht. Ich habe die Hoffnung, dass gegen Weißrussland der Knoten platzt“, erklärt der ehemalige Rechtsaußen der Kieler, der beim Ludwigsfelder HC mit dem Handball begann und über den SC Magdeburg (1998 bis 2009) beim THW landete und unter anderem fünf Meister- und zudem zwei Champions-League-Siege feiern konnte.

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An der Kieler Förde ist Sprenger inzwischen heimisch geworden, auch nachdem er 2017 seine Karriere beendet hatte. Anschließend wurde er Jugendkoordinator und für eine Saison Co-Trainer von Alfred Gislason. Seit diesem Sommer ist er nun Assistent seines ehemaligen Mitspielers Filip Jicha. „Es war im letzten Jahr so, dass ich unbedingt noch einmal ein bisschen Abstand haben wollte von der ganzen Bundesliga-Nummer“, sagt er zur einjährigen Pause als Co-Trainer des Rekordmeisters.

Nach gut der Hälfte der Saison steht das neue Trainerduo mit den Zebras an der Tabellenspitze der Bundesliga und peilt den ersten Meistertitel seit fünf Jahren an. „Das war ein interessantes erstes halbes Jahr, auch um zu schauen, wie man ohne Alfred klarkommt, Das war ein total neue Situation, die für alle sehr fordernd war“, sagt Sprenger, der mit einigen Kiel-Spielern auch noch selbst zusammengespielt hat. „Man ist jetzt nicht mehr so kumpelhaft, auch deshalb habe ich das Jahr Abstand gebraucht, um die Jungs auch anders bewerten und kritisieren zu können. Das mache ich ganz normal und ist ja auch mein Job“, sagt Sprenger. „Beim THW Kiel sind alle sehr professionell, die Jungs vertrauen uns und machen genau das, was wir wollen. Das ist ja bei Filip nicht anders, er hat vor zwei Jahren auch noch mit den Jungs gespielt.“

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