24. August 2019 / 19:33 Uhr

Freiburg-Trainer Streich in Paderborn mit Bier-Becher beworfen: "Eine Sauerei"

Freiburg-Trainer Streich in Paderborn mit Bier-Becher beworfen: "Eine Sauerei"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Streich wurde beim Sieg des SC Freiburg gegen Paderborn von einem Fan mit einem Bier-Becher beworfen.
Christian Streich wurde beim Sieg des SC Freiburg gegen Paderborn von einem Fan mit einem Bier-Becher beworfen. © imago images / DeFodi
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Während Kwon Chang-hoon den SC Freiburg zum Sieg in Paderborn schoss, brach an der Seitenlinie Hektik aus. Der Grund: SCF-Trainer Christian Streich wurde von einem Fan mit einem Bier-Becher beworfen.

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Eigentlich hatte Christian Streich allen Grund, sich zu freuen. Sein SC Freiburg hatte gerade in der 90. Minute durch Neuzugang Kwon Chang-hoon das 3:1 erzielt und damit dem starken Aufsteiger SC Paderborn endgültig den Zahn gezogen. Zweites Spiel, zweiter Sieg für die Breisgauer, die einen optimalen Saisonstart hinlegten. Streich aber konnte nicht jubeln über das Tor des Südkoreaners - weil an der Seitenlinie plötzlich Hektik ausbrach.

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Freiburg-Trainer Streich sauer nach Becher-Wurf: "Das macht man einfach nicht"

Was war passiert? Streich war während des Freiburger Angriffs von einem Fan mit einem Bier-Becher beworfen worden. Der Trainer gestikulierte in Richtung der Paderborner Bank, erklärte einem Betreuer mit Händen und Füßen, was passiert war. Getroffen wurde der 54-Jährige nicht, nur ein wenig Flüssigkeit erwischte ihn. Alles halb so schlimm, gestand Streich später - auch wenn er im ersten Moment sichtlich verärgert war.

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"Es ist eine Sauerei, wenn du an der Bank stehst und jemand schmeißt bewusst Bierbecher auf die Spieler oder auf uns", grollte der Coach nach dem Spiel bei Sky. "Deswegen habe ich mich kurz aufgeregt. Aber das hatte nichts mit Paderborn zu tun, sondern mit der Person. Das macht man einfach nicht." Von den Verantwortlichen könne niemand etwas dafür, betonte der oft impulsive Streich: "Das kann überall passieren. Bei uns auch."

Der Trainer konnte sich nach der Aufregung doch noch über die drei Punkte beim spielstarken Aufsteiger freuen, der erneut viele Sympathien gewann. "Ich kann Paderborn nur ein Kompliment machen, obwohl sie keine Punkte haben“, sagte auch Streich. "Paderborn hat stark gespielt, mit extrem viel Tempo." Dass dieses Spiel mit 3:1 für Freiburg ausging und nicht etwa mit 4:2 für Paderborn, lag tatsächlich in erster Linie an dem SCP selbst.

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Denn nach dem frühen 1:0 durch Mamba in der dritten Minute vergab der Aufsteiger eine dicke Chance nach der anderen, während Freiburg mit geradezu chirurgischer Kühle antwortete. Zunächst traf U21-Nationalspieler Luca Waldschmidt per Handelfmeter zum 1:1 (21.). Dann drehten Nils Petersen (40.) und Chang-Hoon Kwon (90.+1) das Spiel endgültig. Mit zwei Siegen war der Sport-Club zuvor noch nie in eine Bundesliga-Saison gestartet.