09. Dezember 2022 / 12:06 Uhr

Christian Streich rechnet mit deutschen WM-Experten ab: "Unqualifizierte Kommentare"

Christian Streich rechnet mit deutschen WM-Experten ab: "Unqualifizierte Kommentare"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Streich hat Äußerungen von TV-Experten während der WM kritisiert.
Christian Streich hat Äußerungen von TV-Experten während der WM kritisiert. © IMAGO/Sportfoto Rudel
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In die Enttäuschung über das deutsche Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Katar hat sich bei Christian Streich offenbar auch eine Menge Ärger über die deutschen TV-Experten gemischt. Der Trainer des SC Freiburg übt harte Kritik. Namen nennt er jedoch nicht. 

Christian Streich hat manche Einschätzungen der TV-Experten nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar hart kritisiert. "Was dann wieder teilweise völlig daneben war, waren die Äußerungen von Leuten, die vor ein paar Jahren noch selbst gekickt haben", sagte der Trainer des SC Freiburg im SWR, ohne Namen zu nennen. Die von ihm angesprochenen Ex-Profis hätten sich aber in ihrer aktiven Karriere selbst über Kritiker echauffiert. "Jetzt hocken sie selber da", meinte Streich: "Und schwätzen teilweise Sachen, wo du denkst: Das kann nicht wahr sein."

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Der Coach weiter: "In der Regel schalte ich nach einem Spiel sofort aus. Jetzt habe ich es einmal nicht gemacht, aber werde es in Zukunft wieder so machen. Dann brauche ich keine Werbung und keine unqualifizierten Kommentare hören." Für die übertragenden Sender ARD, ZDF und MagentaTV sind bei der WM zahlreiche Ex-Nationalspieler wie Christoph Kramer, Per Mertesacker, Sami Khedira, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger oder Sandro Wagner im Einsatz. Ob sich Streichs deutliche Worte in Richtung des einen oder gar aller dieser Experten richteten, blieb offen.

Der Freiburger selbst meinte zum Vorrunden-Aus des DFB-Teams: "Deutschland hat ja wahnsinnig viele Torchancen gehabt. Wir haben halt in der Gruppe nicht gut genug verteidigt. Das war extrem ärgerlich. Wenn man so offensiv spielt, muss man extrem gut verteidigen - und zwar alle. Das hat halt gefehlt." Man habe "auf einigen Positionen nicht die absolute Weltklasse", sagte der 57-Jährige: "Deshalb wäre es umso wichtiger gewesen, dass die Mannschaft – koste es, was es wolle – gemeinsam verteidigt hätte. Die Nationalmannschaft ist nicht Manchester City, wo man auf einer Position für 100 Millionen einen Neuen holt. Aber im Kollektiv kann man vieles machen."

Bundestrainer Hansi Flick, der nach einer sportlichen Analyse des Turniers mit der DFB-Spitze im Amt bleibt, nahm Streich aus der Schusslinie. "Es liegt dann ein Stück weit auch an den Spielern, dass sie nicht denken, sie verlassen sich auf andere. Gerade das gemeinsame Verteidigen war zu wenig. Als Trainer ist es da schwierig, Einfluss zu nehmen."

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