22. September 2019 / 13:43 Uhr

Christoph Daum zur Torwart-Debatte um Neuer und ter Stegen: Uli Hoeneß war ein "Brandbeschleuniger"

Christoph Daum zur Torwart-Debatte um Neuer und ter Stegen: Uli Hoeneß war ein "Brandbeschleuniger"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christoph Daum (r.) hat Uli Hoeneß in der Debatte um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen als Brandbeschleuniger bezeichnet.
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christoph Daum (r.) hat Uli Hoeneß in der Debatte um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen als "Brandbeschleuniger" bezeichnet. © Getty / imago images
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Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christoph Daum hat nach der Verbal-Explosion von Bayern-Präsident Uli Hoeneß gegen Marc-André ter Stegen und den DFB Kritik an seinem alten Intimfeind geübt. Hoeneß habe in der Diskussion um den Platz im DFB-Tor. wie ein "Brandbeschleuniger" gewirkt.

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Die Debatte um den Platz im DFB-Tor hat durch Uli Hoeneß eine völlig neue Ebene erreicht. Der Präsident des FC Bayern München griff Marc-André ter Stegen nach dessen öffentlich geäußerter Enttäuschung über mangelnde Einsatzzeiten im Tor der Nationalmannschaft heftig an, die der 67-Jährige offenbar als Kampfansage des Barcelona-Keepers an Weltmeister Manuel Neuer interpretiert hatte. Ter Stegen habe "keinen Anspruch" im DFB-Kasten zu stehen, erklärte Hoeneß wütend. Aussagen, für die er jetzt scharfe Kritik erntet.

Während Lothar Matthäus den FCB-Boss um eine Entschuldigung an ter Stegen bat, warf Ex-Bundesliga-Trainer Christoph Daum Hoeneß im "Doppelpass" von Sport1 vor, in der Diskussion wie ein "Brandbeschleuniger" gewirkt zu haben. Der 65-Jährige sieht zwischen Neuer und ter Stegen auch keinen Streit. "Ich sehe eine Enttäuschungs-Diskussion. Wir wissen nicht, was ter Stegen mit Joachim Löw besprochen hat, aber er hat seine Enttäuschung gezeigt", bei den letzten Länderspielen nicht zum Einsatz gekommen zu sein.

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Krawall "in der Grund-DNA von Uli Hoeneß begründet"

Danach habe Neuer, so Daum, seine Enttäuschung über ter Stegens Aussagen hinterlegt, woraufhin sich erneut ter Stegen enttäuscht zeigte. "Es ist eine Enttäuschungs-Diskussion und Uli Hoeneß ist der Brandbeschleuniger", sagte Daum, der jahrzehntelang eine Art Intimfeind des Bayern-Bosses war. In solchen Situationen auch mal (zu) deutliche Worte zu finden sei "in der Grund-DNA von Uli Hoeneß begründet", stichelte Daum.

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Daum hätte sich auch von Manuel Neuer eine andere Reaktion gewünscht. Der Bayern-Torwart war nach dem Unentschieden des Rekordmeisters bei RB Leipzig in die Offensive gegangen und hatte seinem Teamkollegen schlechten Stil vorgeworfen.

"Wir sind eine Mannschaft und sollten uns als solche auch präsentieren. Ich weiß nicht, ob uns das hilft", sagte der 33-Jährige mit Nachdruck. Daum dazu: "Ich hätte es besser gefunden, wenn Manuel gesagt hätte: Ich kann verstehen, wenn der enttäuscht ist. Da hätte Neuer für mich noch deutlich mehr an Reputation gewonnen, als er ohnehin schon hat."

Bayern-Boss Hoeness attackiert ter Stegen und den DFB

Für den ehemaligen Meistertrainer, der in der Bundesliga unter anderem den VfB Stuttgart, 1. FC Köln und Bayer Leverkusen coachte und auch international als Trainer aktiv war, muss ter Stegen im Kampf um das DFB-Tor noch warten. "Bis 2020 muss ter Stegen sich gedulden", sagte der gebürtige Zwickauer. Danach könnte Neuer im Anschluss an die EM aus dem DFB-Team zurücktreten. Entsprechende Pläne hatte zuletzt die Sport Bild ins Spiel gebracht.

Hier abstimmen: Sollte ter Stegen die Nummer 1 im DFB-Tor werden?

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