08. November 2019 / 21:21 Uhr

Der FC Diabetologie unterliegt RB Leipzigs Aufstiegshelden: „Das Ergebnis ist sekundär“

Der FC Diabetologie unterliegt RB Leipzigs Aufstiegshelden: „Das Ergebnis ist sekundär“

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Das Benefizspiel zwischen FC Diabetologie und RB Leipzig am 8. November 2019, wurde am Cottaweg ausgetragen.
Prominenz am und auf dem Rasen: Christoph Daum (li.) war mit seinem FC Diabetologie zu Gast am Cottaweg. © Dirk Knofe
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Der gebürtige Zwickauer Christoph Daum war am Freitag mit dem FC Diabetologie am Cottaweg zu Gast. Hier warteten die RB-Kicker der Saison 2009/2010. Und die zeigten sich in Torlaune.

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Leipzig. Vor 30 Jahren ist die Mauer gefallen, vor ziemlich genau fünf Jahren bat Star-Trainer Christoph Daum den just gegründeten FC Diabetologie zum ersten Training. Und zwar bei Funzellicht auf einem Nebenplatz der im Bau befindlichen RB-Heimat am Cottaweg. Zur geschichtlichen Einordnung: Die Roten Bullen spielten damals in der zweiten Liga, Deutschland war ein paar Monate zuvor in Brasilien Weltmeister geworden.

Am Freitagabend kehrte Daums FCD, der mit Koryphäen wie Weltmeister Philipp Lahm, Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner und Leipzigs VfB-Aufstiegsheld Jürgen Rische verstärkt wurde, zurück an den Cottaweg. Diesmal wurde nicht trainiert, sondern gespielt. Gegen das von Tino Vogel und Perry Bräutigam betreute Aufstiegsteam der Rasenballer der Saison 2009/2010. Auf dem schmucken Hauptplatz vor 600 Zuschauern. Im High-Tech-Trainingszentrum eines Champions-League-Clubs.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Benefizspiel

RB Leipzigs Veteranen entscheiden das Benefizspiel gegen Christoph Daums FC Diabetologie mit 13:3 für sich. Zur Galerie
RB Leipzigs Veteranen entscheiden das Benefizspiel gegen Christoph Daums FC Diabetologie mit 13:3 für sich. ©
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„Der Weg aus der Sitzfalle“

Ja, es ist viel passiert seit November. Auch im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes, dem sich Daum, Lahm und Co. verschrieben haben. In den Koalitionsvertrag der GroKo wurde ein Strategiepapier Diabetes-Verhinderung/Bekämpfung aufgenommen, das Bewusstsein in der Bevölkerung ist gestiegen, in Schulen und Kitas wird auf gesunde Ernährung geachtet, große Discounter haben Selbstverpflichtungen unterschrieben. „Wir müssen am Ball bleiben“, sagt der 66-jährige Daum, „in der Vorbeugung und bei der Bekämpfung von Diabetes. Die beste Zuckerkrankheit ist die, die erst gar nicht entsteht.“ Rund sieben Millionen Menschen gelten in Deutschland als zuckerkrank, Experten rechnen mit einer Dunkelziffer von 25 Prozent. „Wann“, fragt Daum im Gespräch mit der LVZ und dem SPORTBUZZER, „haben sie sich zuletzt auf Zucker testen lassen?“ Ja, wann eigentlich.

Stargast Philipp Lahm hatte keine Lust sich zu äußern. Das lag einerseits an der Tatsache, dass er sich sechs Autobahnstunden von München nach Leipzig quälen musste und hatte auch mit der berechtigten Angst vor Fragen zur Gemengelage beim FC Bayern München zu tun. Nach dem Spiel, das Daums FC Diabetologie 3:13 (Daum: „Das Ergebnis ist ausnahmsweise sekundär“) verlor, war vor der Podiumsdiskussion „Der Kampf gegen den Diabetes-Tsunami - der Weg aus der Sitzfalle“ in der Kongresshalle.

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„Upamecano und Konaté sind unglaublich“

Daum zu seiner Mission: „Selbst wenn sich nur eine Hand- voll Leute qualitativ besser ernährt und sich mehr bewegt, ist etwas erreicht. Diabetes ist Volkskrankheit Nummer eins.“

Über den Fußball als mediales Vehikel: „Fußball erreicht eine breite Bevölkerung, der FC Diabetologie war und ist eine gute Sache.“

Daum über RB Leipzig und die Aussichten in der aktuellen Saison: „Es ist fantastisch, was hier entstanden ist. RB wird Dritter und kommt in die K.O.-Runde der Champions League.“

Seine Favoriten im RB-Kader? „Upamecano und Konaté sind unglaublich.“

Der in Zwickau geborene und in Oelsnitz aufgewachsene Daum über den Fall der Mauer: „Ich war 36 und Trainer beim FC Köln. Ich dachte im Fernsehen läuft Science Fiction, aber es war die Realität. Ich habe auf dem Sofa gesessen und eine Stunde am Stück geweint. Man muss all den mutigen Menschen danken, die dafür gesorgt haben, dass wir wieder ein Volk sind.“

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