13. Februar 2020 / 15:47 Uhr

Christoph Kramer gegen zusätzlichen Arzt bei Kopfverletzungen: "Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis"

Christoph Kramer gegen zusätzlichen Arzt bei Kopfverletzungen: "Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Liste der Verletzungen von Christoph Kramer ist lang. Dabei hat er sich in Zweikämpfen bereits einige Male Kopfverletzungen zugezogen.
Die Liste der Verletzungen von Christoph Kramer ist lang. Dabei hat er sich in Zweikämpfen bereits einige Male Kopfverletzungen zugezogen. © 2017 Getty Images
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Seinen bisherigen Kopfverletzungen zum Trotz ist Christoph Kramer gegen einen zusätzlichen Arzt am Spielfeldrand, der verletzte Spieler nach Zusammenstößen untersucht. Auch ein permanenter Schutzhelm kommt für den 28-Jährigen nicht infrage.

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Gladbachs Christoph Kramer hat sich trotz mehrerer Kopfverletzungen gegen eine weitere zusätzliche ärztliche Betreuung wie in der National Football League (NFL) ausgesprochen. "Die Häufigkeit solcher kritischen Verletzungen ist im Fußball bei Weitem nicht so hoch. Wenn bei jedem Spiel ein Arzt sitzt, der aber nur ein- oder zweimal pro Saison eingreift, stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach in einem Interview bei Amazon.

"Ich denke, gesunder Verstand ist hier wichtiger als eine weitere verpflichtende medizinische Rolle am Spielfeldrand", sagte der 28-Jährige, der zuletzt wegen einer Schädelprellung pausieren musste.

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Er mache sich schon Gedanken über die Häufigkeit seiner Kopfverletzungen. "Ich komme aber immer wieder zum Schluss, dass es einfach nur Pech ist. Ich bin fast schon übervorsichtig, was Pausen betrifft, die auf solche Verletzungen folgen. Ich finde aber, wir sollten nicht mit der Angst vor Spätfolgen durchs Leben gehen, daher gehe ich recht gelassen damit um", sagte Kramer, der zukünftig auch nicht mit einem Helm spielen will.

"Ich habe schon vorher mal darüber nachgedacht. Aber ich habe ja auch mal mit Maske gespielt, und das hat mich derart behindert, dass ich davon absehe - auch wenn das natürlich eine Gewöhnungssache ist", sagte Kramer der Rheinischen Post.