09. Juni 2021 / 16:31 Uhr

Christopher Kaminski hängt Schuhe an den Nagel und wird Co-Trainer beim SV Hafen Rostock

Christopher Kaminski hängt Schuhe an den Nagel und wird Co-Trainer beim SV Hafen Rostock

Ben Brümmer
Ostsee-Zeitung
Christopher Kaminski (l.) posiert gemeinsam mit SV Hafen-Vorstand Rico Turner.
Christopher Kaminski (l.) posiert gemeinsam mit SV Hafen-Vorstand Rico Turner. © Verein
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Die Rostocker konnten sich auf der Co-Trainer-Position namhaft verstärken. Fortan will sich Christopher Kaminski an der Seite von Hafen-Coach Enrico Neitzel beweisen.

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Fußball-Landesligist SV Hafen Rostock konnte am Mittwoch mit der Vorstellung von Co-Trainer Christopher Kaminski auf sich aufmerksam machen. Zuletzt kickte der 36-Jährige noch beim Verbandsliga-Teilnehmer SV Pastow. Mit der Corona-Zwangspause habe sich Kaminski jedoch dazu entschieden seine aktive Karriere vorerst zu beenden. „Es ist völlig neu für mich nicht mehr zu spielen. Ich hab es auch immer gehasst, wenn ich mal nicht auf dem Feld stehen konnte und zugucken musste“

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Für den FSV Bentwisch, den Sievershäger SV, dem FC Mecklenburg Schwerin und zuletzt dem SV Pastow kam Kaminski zu zahlreichen Einsätzen in der Verbandsliga. Auch insgesamt 77 Partien in der NOFV-Oberliga Nord stehen auf dem Konto des Rostockers. Außerdem zeigte der Defensiv-Spezialist in drei Landespokal-Endspielen sein Können.

Das sind die wichtigsten Transfers im kommenden Sommer in MV (Stand: 30. Juli 2021):

Justus Guth (zur TSG Neustrelitz), Matej Jazvic (zum MSV Pampow) und Stefan Voß (zum SFV Nossentiner-Hütte) sind nur einige von schon mehreren Transfers im MV-Amateurfußball. Zur Galerie
Justus Guth (zur TSG Neustrelitz), Matej Jazvic (zum MSV Pampow) und Stefan Voß (zum SFV Nossentiner-Hütte) sind nur einige von schon mehreren Transfers im MV-Amateurfußball. ©

Enrico Neitzel, der die Schiffahrt-Elf im Januar als Chefcoach übernahm, hält viel von seinem künftigen Trainerkollegen: „Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat. Der Kontakt nach unseren gemeinsamen Stationen in Bentwisch und dem Schwerin ist nie abgerissen. Als ich davon gehört habe, dass er mit den Gedanken spielt mit dem Kicken aufzuhören, habe ich ihm einen Weg in das Traineramt vorgeschlagen."

Kaminski verrät: „Enrico hat lange auf mich eingesprochen und mich schließlich überzeugt zum SV Hafen zu kommen. Gerade ist das natürlich alles noch sehr ungewohnt, ein neuer Verein, eine neue Mannschaft und ich kenne niemanden. Es ist eine komplett neue Erfahrung.“ Vom Spielfeldrand aus, freut sich der gebürtige Rostocker fortan auf die Möglichkeit, die Dinge anders wahrzunehmen und auf sich wirken zu lassen.

Auch Heiner Bittorf, Trainer des SV Pastow blickt zurück auf die gemeinsame Zeit mit seinem ehemaligen Schützling: „Für uns war es keine Überraschung, dass Gurke (Spitzname von Kaminski/ d. Red.) seine Schuhe an den Nagel hängt. Er hatte uns bereits lange zuvor darüber informiert. Leider kann man die Zeit nicht aufhalten. Es gab keine Möglichkeit mehr. Die Versuche ihn zu überreden waren zwecklos", weiß Bittorf, "Fußballerisch und menschlich ist das für uns natürlich ein riesiger Verlust. Wir wünschen ihm nur das Beste"

Mit den Kickern vom Damerower Weg hat sich der künftige Co-Trainer bereits ein Ziel ausgemacht - der Klassenerhalt. „In Pastow habe ich mal die ein oder andere Trainingseinheit übernommen. Das Vorbereiten des Trainings und das Weitergeben meines Wissens haben mir viel Spaß gemacht und es war immer ein schönes Gefühl, wenn die Jungs mit einem Lächeln vom Platz gegangen sind. Das gibt einem ja auch ein Stück weit Bestätigung. Bei Hafen habe ich jetzt die Möglichkeit, das Technische zu erlernen“, freut sich Kaminski auf seine bevorstehende Aufgabe.