18. Juli 2019 / 10:18 Uhr

Bienvenue, Christopher Nkunku! RB Leipzig verpflichtet Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain

Bienvenue, Christopher Nkunku! RB Leipzig verpflichtet Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
<b>Christopher Nkunku:</b> kommt von Paris Saint-Germain und hat einen Vertrag bis 2024
Dritter Neuzugang bei RB Leipzig: Die Roten Bullen verpflichten Christopher Nkunku von Paris Saint-Germain bis 2024. © 2018 Getty Images
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Seit Wochen ist das Thema Christopher Nkunku immer wieder hochgekocht und abgeflaut. Nun hat RB Leipzig Nägel mit Köpfen gemacht und das offensive Mittelfeldtalent vom französischen Serienmeister Paris Saint-Germain verpflichtet.

Das Warten auf den ersten Transfer der Sommerpause – Hannes Wolf und Luan Candido hatte RB Leipzig bereits während der Saison verpflichtet – hat ein Ende. Ab sofort ist Christopher Nkunku ein Roter Bulle. Das offensive Mittelfeldtalent kommt vom französischen Serienmeister Paris Saint-Germain und unterschreibt nach Angaben von RB einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2024. Im RB-Trikot wird er mit der Rückennummer 18 auflaufen.

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DURCHKLICKEN: RB Leipzigs Neuzugang Christopher Nkunku ist im Trainingslager zu den Roten Bullen gestoßen

RB Leipzigs Neuzugang Christopher Nkunku im Trainingslager in Seefeld Zur Galerie
RB Leipzigs Neuzugang Christopher Nkunku im Trainingslager in Seefeld © PICTURE POINT

„Ich freue mich riesig, ab sofort das Trikot von RB Leipzig zu tragen. Über den Klub habe ich schon eine Menge gehört und bin überzeugt, dass die Art und Weise, wie hier Fußball gespielt wird, sehr gut zu mir passt", wird Nkunku von RB-Seite zitiert.

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Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von RB Leipzig bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©

Tuchel kündigt Transfer an

Nach dem 6:1-Testspielsieg bei Dynamo Dresden am Dienstagabend hatte PSG-Trainer Thomas Tuchel den Wechsel bereits angekündigt. Demnach hatte sich Nkunku schon am Montag von seinen Team-Kollegen verabschiedet. Tuchel verriet zudem, dass er dem 21-Jährigen zu einem Wechsel geraten habe. „Ich habe ihm gesagt, dass er einen Top-Club und einen Top-Trainer vorfinden wird“, berichtete Tuchel. Er habe ob des Verlustes von Nkunku allerdings auch ein weinendes Auge.

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Dynamo Dresden verliert das Testspiel gegen Paris Saint-Germain mit 1:6. Zur Galerie
Dynamo Dresden verliert das Testspiel gegen Paris Saint-Germain mit 1:6. ©

„Christopher Nkunku passt mit seinen Fähigkeiten sehr gut in unser Anforderungsprofil. Er ist ein dynamischer und im offensiven Bereich vielseitig einsetzbarer Spieler und erhöht damit auch die Variabilität in unserem Spiel. Wir freuen uns, dass sich dieser hochtalentierte Offensivspieler für unseren Klub entschieden hat und sind davon überzeugt, dass er uns mit seinen Qualitäten weiterhelfen wird", sagt Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche über den Neuzugang.

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Seit Wochen Spekulationen

Bereits seit Wochen hatte es Gerüchte um eine Einigung zwischen Paris und Leipzig gegeben und Anfang Juli schien zwischen Clubs und Spieler bereits alles klar. Nach verschiedenen Medienberichten hatte sich der junge Franzose jedoch Bedenkzeit erbeten und sich schließlich für einen Wechsel zum Bundesligadritten entschieden. Als letzten Schritt absolvierte Nkunku schließlich am Mittwoch den obligatorischen Medizincheck in Leipzig.

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RB reagiert mit der Verpflichtung auch auf den Abschied von Bruma (PSV Eindhoven) sowie die schwere Verletzung von Wolf, der sich bei der U21-Europameisterschaft den Knöchel gebrochen hatte und noch mehrere Monate fehlen wird. PSG sitzen hingegen die Regeln des Financial Fairplays im Nacken. Transfererlöse im hohen zweistelligen Millionenbereich waren in diesem Sommer laut verschiedener Medienberichte Pflicht.

PSG trennt sich von mehreren Talenten

Zuletzt haben sich die Franzosen deshalb unter anderem von den Top-Talenten Giovani Lo Celso, Moussa Diaby und Timothy Weah getrennt. Weil die Roten Bullen mit Bruma ebenso eine Offensivalternative zum PSV Eindhoven abgegeben haben, spült nun also auch Nkunku Geld in die Kassen von Paris – dem Vernehmen nach zwischen 15 und 20 Millionen Euro, um ihn ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrags loszueisen.

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Die Roten Bullen bekommen dafür eine 1,75 Meter großes, athletisches Talent mit viel Zug zum Tor, das seine Stärken vor allem im Konterspiel sowie in engen Eins-gegen-eins-Situationen hat und auf den ersten Blick wie gemacht scheint für die in Leipzig angestrebte Fusion aus RB-DNA und Julian Nagelsmanns Offensiv-Spektakel.

22 Spiele in der Ligue 1

Unter Trainer Thomas Tuchel kam der 21-Jährige in der zurückliegenden Spielzeit der Ligue 1 auf drei Tore und zwei Vorbereitungen. Geboren östlich der französischen Hauptstadt in Lagny-sur-Marne und damit in der selben kleinen Gemeinde wie Manchester Uniteds Superstar Paul Pogba spielte Nkunku seit 2010 für PSG und entwickelte sich zu einem der größten Talente seines Jahrgangs, was unter anderem seine Einsätze für alle französischen Junioren-Nationalmannschaften ab der U16 verdeutlichen.

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Auch im mit Stars bestückten Profikader des französischen Serienmeisters PSG war Nkunku nicht chancenlos. Zwar reichte es in der zurückliegenden Saison für 22 Liga-Einsätze, jedoch nicht für einen Stammplatz. Neben der Unzufriedenheit über zu wenige Startelf-Nominierungen kursiert auch ein Gerücht um einen Disput mit Neymar. Demnach sei der Youngster in der vergangenen Saison mit dem brasilianischen Ausnahmekicker aneinandergeraten.

In Leipzig sollte er nun zumindest keine großen Probleme haben, sich einzugewöhnen. Mit Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Jean-Kevin Augustin, den Nkunku noch aus der gemeinsamen Zeit bei der U19 von Paris kennt, trifft er gleich auf vier seiner Landsleute.

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