20. Oktober 2020 / 23:00 Uhr

CL kompakt: Chelsea enttäuscht mit Werner und Havertz gegen Sevilla – Fehlstart für PSG und Tuchel

CL kompakt: Chelsea enttäuscht mit Werner und Havertz gegen Sevilla – Fehlstart für PSG und Tuchel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Chelsea traf mit Kai Havertz auf den FC Sevilla. PSG verlor mit Neymar gegen Manchester United.
Der FC Chelsea traf mit Kai Havertz auf den FC Sevilla. PSG verlor mit Neymar gegen Manchester United. © imago images/dpa
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Vorjahresfinalist Paris Saint-Germain hat einen Fehlstart in die neue Champions-League-Saison hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel verlor gegen Manchester United. Auch der FC Chelsea blieb hinter den Erwartungen zurück.

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Die beiden deutschen Teams Borussia Dortmund und RB Leipzig haben ganz verschiedene Starts in die neue Champions-League-Saison erlebt: Während der BVB bei Lazio Rom enttäuschte und mit 1:3 (0:2) verlor, löste RB Leipzig seine Heim-Aufgabe gegen Istanbul Basaksehir souverän und siegte mit 2:0 (2:0). Neben den beiden Begegnungen mit deutscher Beteiligung gab es noch vier weitere Partien - unter anderem war der FC Chelsea mit den beiden deutschen Nationalspielern Timo Werner und Kai Havertz gefordert.

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FC Chelsea - FC Sevilla 0:0

In einer weitgehend enttäuschenden Begegnung blieb es zwischen dem FC Chelsea und dem FC Sevilla beim 0:0 - vor allem der Gastgeber konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die Londoner, die erneut auf ihr deutsches Offensiv-Duo Werner/Havertz setzten, konnten sich über die gesamte Spieldauer kaum eigene Möglichkeiten erarbeiten. Beide Mannschaften egalisierten sich im ersten Durchgang, bei verteilten Spielanteilen gab es kaum Chancen. Die vielleicht beste Möglichkeit hatte Lucas Ocampos, der allerdings am neuen Chelsea-Keeper Edouard Mendy scheiterte (45.+1), nachdem Kurt Zouma den Ball nicht richtig geklärt bekam. Auch nach Wiederanpfiff blieb der Europa-League-Sieger aus Sevilla gefährlicher, Joan Jordan setzte die beste Möglichkeit nach einem Eckball von Ivan Rakitic aber knapp über das Chelsea-Gehäuse (67.). Es blieb bei einer Nullnummer an der Stamford Bridge.

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Paris St. Germain - Manchester United 1:2 (0:1)

Fehlstart für PSG und Trainer Thomas Tuchel! Manchester United holte sich in Paris einen knappen 2:1 (1:0)-Erfolg. Gegen die hochkarätige PSG-Offensive setzte ManUtd-Trainer Ole Gunnar Solskjaer überraschend eine Dreierkette um Youngster Axel Tuanzebe. Das ging im ersten Durchgang voll auf: Den Gastgebern gelangen trotz hoher Ballbesitz-Anteile kaum Möglichkeiten. United zog sich zurück, verlegte sich aufs Kontern - was allerdings ebenfalls wenig Chancen brachte. So fiel das 1:0 per Standardsituation. Jubeln durfte United: Ein Foul von Ex-BVB-Verteidiger Abdou Diallo an Anthony Martial wurde von Schiedsrichter Lahoz wohl auch wegen der Flug-Einlage des Stürmers geahndet. Keylor Navas parierte den Elfmeter zunächst gegen Bruno Fernandes (20.), stand bei der Ausführung allerdings vor seiner Torlinie. Der Strafstoß wurde wiederholt, diesmal verwandelte Fernandes sicher (23.). United blieb auch in der Folge konkreter, Fernandes und Scott McTominay (jeweils 39.) scheiterten jedoch mit ihren Chancen.

Nach Wiederanpfiff scheiterte Kylian Mbappé nach starkem Dribbling an David de Gea (48.). Ein Kopfball-Eigentor des gebürtigen Parisers Martial brachte PSG dann nach einer Ecke zurück ins Spiel - 1:1 (55.). United kam letztlich doch noch zum Lucky Punch - Marcus Rashford schoss die Engländer zum etwas überraschenden Sieg (87.).

FC Barcelona - Ferencvaros Budapest 5:1 (2:0)

Im ersten Champions-League-Spiel unter Neu-Trainer Ronald Koeman hat der FC Barcelona trotz einer mäßigen Leistung erstmals gewonnen. Gegen Ungarns Meister Ferencvaros gab es ein 5:1 (2:0). Die Gäste waren als krasser Außenseiter angereist, hielten jedoch gut mit und hätten sogar in Führung gehen können. Ein Abschluss von Geburtstagskind Tokmac Chol Nguen fand den Weg ins Tor, er stand jedoch im Abseits (10.). Die nächste Chance bereitete er vor, diesmal traf Isael die Latte (20.). Zuvor hatte Lionel Messi (17.) eine erste Barca-Chance vergeben.

Die Katalanen wurden erst langsam offensivfreudiger - und nutzten Schwächen des Gegners aus. Messi wurde im Strafraum gelegt, es gab Elfmeter, den der Argentinier mit seinem 116. CL-Treffer sicher verwandelte (27.). Youngster Ansu Fati stellte vor der Pause nach Traumpass von Frenkie de Jong auf 2:0 (42.) - glücklich, denn den Ball hatte er nicht richtig getroffen. Nach Wiederanpfiff erhöhte Barca durch Ex-Bayern-Profi Philippe Coutinho nach genialer Fati-Vorlage (52.). Auf der Gegenseite sah Welt- und Europameister Gerard Pique (68.) nach einer Notbremse Rot - den fälligen Strafstoß verwandelte Igor Kharatin sicher (68.). Dass es letztlich doch noch deutlich wurde, lag an den Jokern Pedri (82.) und Ousmane Dembélé (87.).

Stade Rennes - FK Krasnodar 1:1 (0:0)

Das Duell der CL-Debütanten endete vor 5.000 Zuschauern und ohne Mindestabstand im Corona-Risikogebiet Bretagne 1:1 (0:0) zwischen Stade Rennes und dem FK Krasnodar. Die Franzosen um Jungstar Eduardo Camavinga konnten sich in den ersten 45 Minuten ein leichtes Übergewicht erarbeiten. In einem flotten Spiel ging bei den Franzosen fast alles über den 17-Jährigen, der in der 25. Minute mit einem Distanzschuss an Krasnodar-Schlussmann Matvei Safonov scheiterte. Die Russen waren überraschend ohne Trainer Murad Musayev angereist, hinter Julian Nagelsmann der zweitjüngste Chefcoach der Königsklasse. Zählbares auf der Ergebnistafel gab es indes erst nach Wiederanpfiff: Der frühere Kölner Serhou Guirassy (56.) verwandelte einen Foulelfmeter. Lange währte die Führung nicht, diesmal war es Ex-Nürnberg-Profi Cristian Ramirez (59.), der das 1:1 erzielen konnte. Dabei blieb es.