21. März 2022 / 06:37 Uhr

"Weißes Desaster": Spanische Presse rechnet nach Clásico-Klatsche mit Real Madrid und "Ancelottis Harakiri" ab

"Weißes Desaster": Spanische Presse rechnet nach Clásico-Klatsche mit Real Madrid und "Ancelottis Harakiri" ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Real Madrid und Trainer Carlo Ancelotti müssen nach Clásico-Niederlage gegen Barcelona Kritik einstecken.
Real Madrid und Trainer Carlo Ancelotti müssen nach Clásico-Niederlage gegen Barcelona Kritik einstecken. © IMAGO / Shutterstock / ZUMA Wire (Montage)
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Der FC Barcelona hat Real Madrid im Clásico nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Während die Medien die Katalanen für die 4:0-Gala loben, bekommen die "Königlichen" teils heftige Kritik zu spüren. Hier sind die Pressestimmen aus Spanien.

Erst nahm der FC Barcelona die Königlichen schonungslos auseinander, dann die spanischen Medien. Die schmachvolle 0:4-Klatsche im heimischen Estadio Santiago Bernabéu werden die Profis von Real Madrid um Ex-Weltmeister Toni Kroos nicht so schnell abschütteln können.

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"Xavis Mannschaft tanzt mit der von Ancelotti. Die bizarren Entscheidungen des Italieners beschleunigen das weiße Desaster", schrieb die Sportzeitung As in Richtung von Real, das ausnahmsweise in schwarzen Trikots auflief, und Coach Carlo Ancelotti. Der Italiener werfe eine Menge Kredit aus dem Fenster, sein Pläne mit Luka Modric in der Spitze und der Umstellung auf eine Dreierkette seien nicht aufgegangen. Das "taktische Chaos" fasste die As als "Ancelottis Harakiri" zusammen. "Eine Chordarbietung der Mannschaft von Xavi gegen ein zerbrechliches Madrid, das unfähig ist, den Ball zu halten oder zu erobern und im eigenen Stadion fällt", befand Marca.

Vier Tore ins Mark der Madrilenen. Pierre-Emerick Aubameyang, einst bei Borussia Dortmund, brachte den FC Barcelona in der 29. Minute in Führung. Noch vor der Pause erhöhte Ronald Araujo (38.), ehe Ferran Torres (47.) kurz nach dem Seitenwechsel die Hoffnungen der Heimfans auf ein Aufbäumen der Gastgeber zunichte machte. Mit seinem zweiten Treffer (51.) besiegelte Aubameyang den Triumph der Katalanen im ewig jungen Duell der beiden spanischen Topklubs.

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DFB-Torwart ter Stegen erlebt "stolzen Abend im Bernabéu"

"Ein stolzer Abend im Bernabéu", schrieb Nationaltorwart Marc-André ter Stegen bei Twitter. "Beim letzten Clásico unter unserem neuen Trainer haben wir schon gemerkt, dass wir wieder rankommen", sagte Barça-Kapitän Sergio Busquets. Die Partie im Supercup hatten sie 2:3 nach Verlängerung im Januar verloren und damit die fünfte Clásico-Niederlage nacheinander kassiert.

"Wir entwickeln uns weiter", betonte Busquets nun. Im November 2015 hatte der FC Barcelona zuletzt mal mit 4:0 bei Real Madrid gewonnen. "Eine totale Absichtserklärung des Trainer von Barcelona", pries El Mundo deportivo den Coach der Katalanen, Xavi Hernandez.

Auch wenn Real in der spanischen Meisterschaft mit 66 Punkten und der klaren Führung dem Titel entgegenstrebt, wird Ancelotti sich nach einigen taktischen Maßnahmen erklären müssen. Zweiter in der Tabelle ist FC Sevilla (57), der vor der Real-Pleite gegen Real Sociedad San Sebastián daheim nur 0:0 gespielt hatte. Der FC Barcelona ist Dritter, punktgleich mit Atlético Madrid (54). Kein Trost für die Königlichen. "Es ist traurig, weil Niederlagen im Clásico immer wehtun", sagte Reals Nacho Fernández: "Das Ergebnis sagt alles."