13. Juli 2018 / 11:54 Uhr

Kommentator des WM-Finales: Darum erhielt Béla Réthy den Vorzug vor Claudia Neumann

Kommentator des WM-Finales: Darum erhielt Béla Réthy den Vorzug vor Claudia Neumann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nicht Oliver Schmidt (l.), nicht Claudia Neumann (2.v.r.) und auch nicht Martin Schneider (r.) werden das WM-Finale kommentieren, sondern ZDF-Mann Béla Réthy. 
Nicht Oliver Schmidt (l.), nicht Claudia Neumann (2.v.r.) und auch nicht Martin Schneider (r.) werden das WM-Finale kommentieren, sondern ZDF-Mann Béla Réthy.  © imago/Apress
Anzeige

ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann erklärt, warum Béla Réthy das WM-Finale kommentieren darf. Es gab drei weitere Kandidaten – auch die vielerorts umstrittene Claudia Neumann zählte dazu.

Anzeige

Der Mann mit der markant rauchigen Stimme ist nicht nervös, aber angespannt. „Auch nach einem Vierteljahrhundert als Fußball-Livereporter ist ein WM-Finale immer eine große Herausforderung“, sagt Béla Réthy vor dem entscheidenden WM-Spiel. Am Sonntag kommentiert der 61 Jahre alte Sportjournalist sein drittes Endspiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft für das ZDF.

Anzeige

Réthy ist der Routinier unter den deutschen Fußball-Kommentatoren – beliebt und kritisiert zugleich. Zu den bisherigen Höhepunkten seiner Karriere gehören das WM-Finale 2002 zwischen Deutschland und Brasilien sowie das Endspiel Spanien gegen Niederlande 2010. Auch bei den EM-Endspielen 1996, 2004 und 2012 saß Réthy für das Zweite hinter dem Mikrofon. Und nun Frankreich gegen Kroatien am Sonntag (17 Uhr): „Meine Vorbereitung darauf wird intensiv sein“, erklärte Réthy vor dem Finale, das auch für ihn eine Überraschung ist. „Auch wenn ich viele der Spieler in diesem europäischen Finale nicht zuletzt aus den ZDF-Champions-League-Übertragungen der zurückliegenden Jahre kenne.“

Mehr vom SPORTBUZZER

Auch Schmidt, Neumann und Schneider standen zur Wahl

Der in Wien geborene Sohn ungarischer Eltern ist seit 1986 bei allen Fußball-Weltmeisterschaften im Einsatz. Angefangen hat er als Assistent. Endspielreporter ist Réthy, „weil er gut ist“, wie es ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann ausdrückt: „Das ist auch eine Anerkennung seiner über zwanzig Jahre als Livereporter.“ Zur Wahl standen auch Oliver Schmidt, Claudia Neumann und Martin Schneider. „Die anderen hätten das auch gekonnt, aber es zählt der Leistungsgedanke“, sagte der Sportchef. „Er war die Nasenspitze vorn.“ Réthy erklärte: „Man muss über Jahre Leistung abrufen.“



Mehr zu Claudia Neumann

Mit Neumann hätte man ein Zeichen setzen können

Das ZDF hätte auch ein Zeichen setzen und die im Internet oft kritisierte und gar beleidigte Claudia Neumann im Finale einsetzen können. „Wir haben die Diskussion verfolgt“, sagte Fuhrmann und betonte: „Aber wir lassen uns nicht treiben.“ Beim nächsten WM-Endspiel ist Réthy wohl bereits in Rente. Auch wenn das ZDF den Vertrag außer der Reihe verlängern sollte, das Finale wird Réthy auf jeden Fall nicht kommentieren. Im Dezember 2022 bei der WM in Katar ist die ARD an der Reihe, den Reporter zu stellen.

Wie haben euch die WM-Kommentatoren gefallen? Hier abstimmen!