06. August 2019 / 23:21 Uhr

Entscheidung gefallen! Schalke-Boss Clemens Tönnies lässt Amt für drei Monate ruhen

Entscheidung gefallen! Schalke-Boss Clemens Tönnies lässt Amt für drei Monate ruhen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Clemens Tönnies übernahm den Aufsichtsratsvorsitz bei Schalke 04 im Jahr 2001
Clemens Tönnies übernahm den Aufsichtsratsvorsitz bei Schalke 04 im Jahr 2001 © imago/RHR-Foto
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Der Ehrenrat des FC Schalke 04 hat Clemens Tönnies nach dessen verbaler Entgleisung vom Rassismus-Vorwurf freigesprochen. Dennoch hat sich der 63-Jährige nach offiziellen Angaben des Klubs dazu entschieden, sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender vorübergehend ruhen zu lassen.

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Clemens Tönnies lässt sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender von Schalke 04 vorerst für drei Monate ruhen. Das hat der 63-Jährige im Rahmen einer Sitzung des Schalker Ehrenrats bekanntgegeben. In einem offiziellen Statement auf der Schalke-Homepage heißt es: "Der Ehrenrat des FC Schalke 04 hat am Dienstagabend in der Sache Tönnies verhandelt. Das Gremium ist nach mehrstündiger Sitzung zu dem Ergebnis gelangt, dass der gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden des S04, Clemens Tönnies, erhobene Vorwurf des Rassismus unbegründet ist."

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Abgesehen davon sei Tönnies jedoch vorzuwerfen, gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben. "Clemens Tönnies hat diese – insbesondere den Vorsitzenden des Aufsichtsrats treffende – Pflicht verletzt. Den Verstoß hat er in der Sitzung vom Dienstag eingeräumt und ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht."

Tönnies, der dem S04-Aufsichtsrat seit 2001 vorsteht, hatte sich in seiner Rede zum "Tag des Handwerks" verstörend geäußert. Bei der Festveranstaltung in Paderborn empfahl er die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika - und vergriff sich bei seinen Ausführungen heftig in der Wortwahl: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." Später hatte er sich für seine Aussagen entschuldigt.

Asamoah über Tönnies-Aussagen: "Geschockt"

Der Ehrenrat wird unter anderem bei etwaigem vereinsschädigenden Verhalten von Mitgliedern oder Organmitgliedern aktiv. Bei der Anhörung am Dienstag sollen einem Bericht der Bild zufolge, den der Klub allerdings nicht bestätigen wollte, neben Tönnies auch ehemalige und aktuelle Profis von Schalke - darunter Gerald Asamoah - befragt worden sein. Der Ex-Nationalspieler und aktuelle Teammanager der U23-Mannschaft von S04 hatte sich bereits am Sonntag "geschockt" und "verletzt" von den Tönnies-Aussagen gezeigt. Allerdings betonte er auch, dass sich der Klubchef ihm gegenüber nie rassistisch verhalten habe.

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