25. Januar 2020 / 19:12 Uhr

Schalke-Boss Clemens Tönnies über Rassismus-Eklat: "Man hat mich falsch verstanden"

Schalke-Boss Clemens Tönnies über Rassismus-Eklat: "Man hat mich falsch verstanden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Clemens Tönnies bezog vor dem Schalke-Spiel beim FC Bayern bei Sky Stellung zum Rassimus-Eklat, den er im August selbst ausgelöst hatte.
Clemens Tönnies bezog vor dem Schalke-Spiel beim FC Bayern bei "Sky" Stellung zum Rassimus-Eklat, den er im August selbst ausgelöst hatte. © imago images/MIS
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Ein halbes Jahr nach seinen von vielen als rassistisch eingestuften Aussagen über Afrika hat sich Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies bei "Sky" zum Eklat geäußert. Der 63-Jährige fühlt sich demnach missverstanden - und wünscht sich generell "mehr Energie" für den "Traum-Kontinent" Afrika.

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Monatelang war es ruhig um Clemens Tönnies. Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04 hatte im August mit vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen über den Kontinent Afrika einen Eklat verursacht. Nach einem intensiven öffentlichen Diskurs ließ der 63-Jährige seinen Posten bei S04 für drei Monate ruhen. Fast ein halbes Jahr nach dem Vorfall meldete Tönnies sich vor dem Bundesliga-Spiel der Schalker gegen den FC Bayern wieder zu Wort - und bezog vor dem Spiel in München Stellung zum Ärger um seine Person.

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Die Debatte habe ihn "unglaublich getroffen", betonte Tönnies im Gespräch mit Sky-Moderator Sebastian Hellmann und Experte Lothar Matthäus. "Nicht, weil ich etwas Falsches gesagt habe, sondern, weil es falsch aufgefasst wurde. (...) Man hat mich falsch verstanden." Tönnies hatte im vergangenen August als Redner beim Tag des Handwerks in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Tönnies wünscht sich "mehr Energie für diesen wunderbaren Kontinent Afrika"

Der Aufschrei folgte prompt - selbst eingefleischte Schalker wie der Schauspieler Peter Lohmeyer oder die in Ghana geborenen Ex-Profis Gerald Asamoah und Hans Sarpei gingen auf Distanz zum S04-Urgestein. Tönnies sieht sich allerdings nicht in der Rolle eines Schuldigen. "Was ich mir wünsche ist, dass es viel mehr Energie gibt für diesen wunderbaren Kontinent Afrika. Wenn das dabei raus kommt, dann war es nicht umsonst." Der 63 Jahre alte Fleisch-Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück hatte seine umstrittenen Aussagen zuvor wiederholt als „Fehler“ bezeichnet.

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