02. August 2019 / 18:13 Uhr

Clemens Tönnies wird Stellungnahme vor Schalker Ehrenrat abgeben - auch Vorstand äußert sich

Clemens Tönnies wird Stellungnahme vor Schalker Ehrenrat abgeben - auch Vorstand äußert sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies gerät nach seiner rassistischen Entgleisung unter Druck
Schalke-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies gerät nach seiner rassistischen Entgleisung unter Druck © imago images / Team 2
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Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wird vor dem Ehrenrat von Schalke 04 Stellung zu seiner rassistischen Entgleisung beziehen. Auch der Vorstand der Gelsenkirchener veröffentlicht ein Statement zu dem Vorfall.

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Aufsichtratsboss Clemens Tönnies wird sich nach seinen rassistischen Entgleisungen vor dem Ehrenrat von Schalke 04 verantworten. Dies teilte das Gremium am Freitagnachmittag mit. "Der Ehrenrat wird sich in diesem Fall zeitnah des Themas annehmen und in seiner nächsten, in der kommenden Woche anstehenden, Sitzung damit befassen", hieß es in einer Stellungnahme: "Der Ehrenrat hat bereits mit Clemens Tönnies Kontakt aufgenommen, der unverzüglich seine Bereitschaft erklärt hat, sich auch in der Sitzung zu dem Vorgang zu äußern." Das Gremium der Schalker wird unter anderem bei vereinsschädigendem Verhalten von Mitgliedern oder Organmitgliedern aktiv. Welche Konsequenzen Tönnies drohen, scheint derzeit aber noch offen.

Mehr zum Fall Tönnies

Kurz zuvor hatte auch der S04-Vorstand ein gemeinsames Statement zur Causa Tönnies veröffentlicht. Darin distanzierte sich der Klub zwar von der Aussage des Aufsichtsratschefs, insgesamt stellte man sich jedoch vor den 63-Jährigen. "Wir haben Clemens Tönnies in den langen Jahren der Zusammenarbeit nie anders erlebt als jemanden, der mit vollem Einsatz für den FC Schalke 04 und unsere Werte einsteht. Seine Aussage steht natürlich in deutlichem Widerspruch zu unserem Leitbild, daher war seine Entschuldigung richtig und wichtig", heißt es in dem kurzen Statement, dass der Verein veröffentlichte.

Tönnies mit rassistischer Entgleisung

Tönnies hatte sich am Donnerstagabend bei seiner Rede zum "Tag des Handwerks" verstörend geäußert. Bei der Festveranstaltung in Paderborn empfahl er die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika - und vergriff sich bei seinen Ausführungen heftig in der Wortwahl: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." Am Freitag entschuldigt sich Tönnies für seine Aussage, bekannte sich zu den Werten von Schalke 04 und distanzierte sich von Rassismus. Der frühere S04-Spieler Hans Sarpei ließ sich davon nicht besänftigen und forderte, dass die S04-Verantwortlichen durchgreifen und "der Ehrenrat über Konsequenzen berät".

Ex-Profi Sarpei: "Es widert mich zutiefst an"

"Die Aussagen von Clemens Tönnies zeigen ein Weltbild, das an die Kolonialzeit erinnert. Es sind rassistische Bemerkungen, die in keinster Weise mit dem Leitbild des FC Schalke 04 oder unserer modernen offenen Gesellschaft vereinbar sind", schrieb der in Ghana geborene Ex-Profi in einem Statement, welches er auf seinen sozialen Netzwerken verbreitete. Später legte der 36-malige Nationalspieler Ghanas via Twitter nach: "Er hat sich bei allen entschuldigt. Nur nicht bei denen, die er rassistisch beleidigt hat. Mehr muss man nicht sagen. Es widert mich zutiefst an." Sarpei erhielt in den sozialen Netwerken viel Zustimmung. Der Umgang der Schalker mit dem Fall wurde hingen von vielen hart kritisiert.

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