18. Juli 2020 / 10:51 Uhr

“Werde Schalke nicht den Rücken kehren”: Ex-Aufsichtsrats-Boss Tönnies meldet sich nach Rücktritt

“Werde Schalke nicht den Rücken kehren”: Ex-Aufsichtsrats-Boss Tönnies meldet sich nach Rücktritt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Clemens Tönnies will Schalke 04 nach seinem Rücktritt als Fan erhalten bleiben.
Clemens Tönnies will Schalke 04 nach seinem Rücktritt als Fan erhalten bleiben. © imago images/Sven Simon (Montage)
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Erstmals nach seinem Rücktritt hat sich der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies zu Wort gemeldet. Er wolle Schalke 04 weiter treu bleiben, sagte der viel kritisierte Fleischfabrikant. Zudem verriet er, dass sich Aufsteiger Bielefeld nach Beendigung der Partnerschaft mit Tönnies zuletzt entschuldigt hat.

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Clemens Tönnies will nach seinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 dem Bundesligisten dennoch treu bleiben. “Ich werde Schalke nicht den Rücken kehren, werde weiter zu Spielen gehen. Ich kann doch nicht einfach die schönsten 26 Jahre meines Lebens, die ich dort hatte, abhaken”, sagte der 64-Jährige dem in Bielefeld erscheinenden Westfalen-Blatt. "Wir brauchen jetzt sportlichen Erfolg." Schalke liege ihm "natürlich unglaublich am Herzen. Und das bleibt auch so."

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Tönnies dementiert Zusammenhang zwischen Rücktritt und NRW-Bürgschaft

Der Fleischunternehmer war am 30. Juni zurückgetreten. Tönnies war seit 1994 Mitglied im Kontrollgremium des Klubs und stand diesem seit 2001 vor. Zuletzt wurden die sportlichen und wirtschaftlichen Probleme auf Schalke aber immer größer. Tönnies stand nicht zuletzt seit vermeintlich rassistischen Äußerungen im Sommer letzten Jahres im Kreuzfeuer der Schalke-Fans. Zudem kam der Fleischfabrikant durch den Corona-Ausbruch im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück noch mehr unter Druck. Seinen Rücktritt hatte er trotz aller Kritik vor allem mit den vermehrten Aufgaben in seinem Unternehmen begründet.

Spekulationen, das Land Nordrhein-Westfalen habe vor dem Hintergrund des massiven Corona-Ausbruchs in seinem Fleischkonzern seinen Rücktritt bei Schalke zur Bedingung für eine Landesbürgschaft für den Verein gemacht, wies Tönnies zurück: "Das ist eine Geschichte, die ich noch nicht gehört habe." Die dem Klub von seinem Konzern zur Verfügung gestellte Kreditlinie über 25 Millionen Euro sei "lange ausgelaufen. Jegliches Engagement wäre immer von privater Seite", erklärte Tönnies.

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Clemens Tönnies schmeißt hin. So reagiert das Netz auf den Rücktritt des Schalke-Bosses. ©

Tönnies bekam Entschuldigungsschreiben von Aufsteiger Bielefeld

Auch zu Spielen des Bundesliga-Aufsteigers Arminia Bielefeld werde er weiter gehen, auch wenn die Arminen nach dem Corona-Ausbruch die Zusammenarbeit mit Tönnies beendet haben. "Es passt leider hinein in eine völlig überhitzte Stimmung, geprägt von Hetze und Unsachlichkeit. Ich habe ein sehr ehrliches Entschuldigungsschreiben von Arminia Bielefeld bekommen", sagte Tönnies. Er hätte sich gewünscht, "dass das, was dort bedauert wird, vorher gegriffen hätte. Dann wäre das so nie passiert. Aber auch hier werde ich weiter zum Fußball gehen."

Der Zweitliga-Meister hatte Ende Juni mitgeteilt, "aufgrund der aktuellen Ereignisse die werbliche Partnerschaft mit dem Unternehmen Tönnies nicht fortzusetzen." Der Vertrag lief am 30. Juni aus.