20. November 2020 / 19:55 Uhr

Coach Kunze hat Geburtstag: HCL-Frauen wollen ihm Auswärtssieg in Freiburg schenken

Coach Kunze hat Geburtstag: HCL-Frauen wollen ihm Auswärtssieg in Freiburg schenken

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
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Optimistisch nach Freiburg: HCL-Trainer Fabian Kunze. © Christian Modla
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Die Handballerinnen müssen am Sonnabend (20 Uhr) in der 2. Bundesliga in Freiburg antreten und wollen das Spiel gewinnen, um ihren Trainer Fabian Kunze ein Geburtstagsgeschenk – er feiert am Sonntag – zu machen. Außerdem müssen die Damen ihr nächstes Heimspiel als Geisterspiel austragen. Der Einspruch eines Handballfans ist abgelehnt worden.

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Leipzig/Freiburg. Auf eine runde Sache im Breisgau hofft HCL-Cheftrainer Fabian Kunze (29), dessen Zweitliga-Damen am Sonnabend bei der HSG Freiburg antreten (20 Uhr) und um Mitternacht gern ihrem Coach ein siegreiches Happy-Birthday-Ständchen im Bus schmettern wollen.

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„Wir sind optimistisch und die Chancen stehen gut, wieder auswärts erfolgreich zu sein. Die Mädels sind soweit alle fit und nach der Zwangspause am vergangenen Wochenende hoch motiviert“, sagt Kunze zur verlässlichen Lage in unbestimmten Zeiten.

DURCHKLICKEN: Das Heimspiel gegen Freiburg im November 2019

Die HCL-Damen verlieren das Heimspiel gegen die HSG Freiburg mit knapp mit 23:24. Zur Galerie
Die HCL-Damen verlieren das Heimspiel gegen die HSG Freiburg mit knapp mit 23:24. © Sylvio Hoffmann

Zuletzt sollte gegen die SG 09 Kirchhof der zweite Erfolg in heimischer Halle gefeiert werden. Doch wegen Corona-Fällen beim Gegner musste pausiert werden. Dafür durften Kapitän Jacqueline Hummel und ihre Teamkolleginnen eine schweißtreibende Laufeinheit einlegen, um in der Erfolgsspur zu bleiben.

Gegner unberechenbar, HCL-Optimismus groß

Nach vier Siegen aus sieben Spielen nehmen die Leipzigerinnen den sechsten Platz ein (9:5 Punkte). Freiburg ist Tabellenzwölfter (3:13) und liegt damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Einfacher macht das die Aufgabe fürs Kunze-Team nicht. „Der Gegner ist unberechenbar, zeigt viel Kampf. Wir müssen sehr, sehr wach sein, um die Punkte mitzunehmen“, weiß der Chefcoach, der wie sein Co-Trainer Steffen Obst den Siegeswillen der Seinen kennt.

Zuschauer wie gehabt nein, Livestream über sportdeutschland.tv möglich – wenn das Internet in der Freiburger Gerhard-Graf-Sporthalle mitspielt.

Fan-Einspruch gegen Geisterspiele abgelehnt

Ohne Publikum wird auch das letzte Saisonheimspiel am 29. November gegen den TV Beyeröhde in der Brüderstraße stattfinden. Denn HCL-Mitglied Heinz Jörg Winkler (75) ist mit seinem Eilantrag auf einstweiligen Rechtsschutz gescheitert. Mit Beschluss vom Freitag hat die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Leipzig den Antrag eines passiven Vereinsmitgliedes, die Stadt Leipzig im Wege der einstweiligen Anordnung zu verpflichten, Heimspiele des HCL entsprechend dem vorliegenden Hygienekonzept mit 150 Zuschauern zu gestatten, als unzulässig abgelehnt.

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Zur Begründung heißt es: Der Antrag ist bereits unzulässig, da der Antragsteller weder Veranstalter ist, noch geltend gemacht hat, als Zuschauer teilnehmen zu wollen. Der Antrag hätte darüber hinaus auch in der Sache keinen Erfolg. Das Verbot von Sportveranstaltungen mit Zuschauern folgt aus § 4 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen ist nicht vorgesehen. Gegen die Regelung selbst steht dem Antragsteller ein Normenkontrollantrag an das Sächsische Oberverwaltungsgericht offen.

„Klar bin ich enttäuscht, aber mit der Entscheidung war zu rechnen und sie ist nachvollziehbar“, reagierte Winkler auf den negativen Bescheid. Er hofft dennoch, seine Lieblingsmannschaft bald wieder live zu sehen – vorerst freilich im Livestream.