20. Februar 2021 / 13:05 Uhr

Trainer Julian Nagelsmann stellt Zukunft von Justin Kluivert bei RB Leipzig in Frage

Trainer Julian Nagelsmann stellt Zukunft von Justin Kluivert bei RB Leipzig in Frage

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Wie gehts mit Justin Kluivert bei RB Leipzig weiter? Am Anfang lief es nicht so schlecht, in letzter Zeit kam der junge Holländer und Trainer Nagelsmann aber immer weniger zum Zug.
Wie gehts mit Justin Kluivert bei RB Leipzig weiter? Am Anfang lief es nicht so schlecht, in letzter Zeit kam der junge Holländer und Trainer Nagelsmann aber immer weniger zum Zug. © Getty Images
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Der Niederländer war der letzte Neuzugang, den RB Leipzig im Sommer in die Messestadt holte. Aufgrund von Verletzungen kam Justin Kluivert allerdings weder zu sonderlich viel Trainingszeit noch zu zahlreichen Einsätzen. Trainer Julian Nagelsmann hofft noch auf eine Sternstunde des 21-Jährigen, warnt aber auch bereits.

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Leipzig. Kurz vor dem Schließen des Transferfensters im vergangenen Oktober griff RB Leipzig noch noch einmal zu und lieh Justin Kluivert für ein Jahr von der AS Rom aus. Medienberichten zufolge haben die Roten Bullen die Möglichkeit, den Niederländer für etwa 13 Millionen Euro dauerhaft zu verpflichten. Sein aktueller Marktwert beläuft sich laut Fußballportal Transfermarkt.de auf 18 Millionen Euro.

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Verletzung bremst ihn aus

Ob der 21-Jährige allerdings tatsächlich am Cottaweg bleiben wird, ist ungewiss. Trainer Julian Nagelsmann war am Freitag eher zurückhaltend mit einer eindeutigen Aussage: „Im Laufe der Rückrunde werden wir entscheiden, was wir machen, was er machen möchte, wie groß sein Einfluss war und ob es über die Saison hinaus weitergeht.“

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Klar ist, der Coach hatte sich mehr erhofft von Kluivert. Dabei lief es anfangs gar nicht so schlecht. „Es gab die Phase, als wir gegen Bayern München und Manchester United gespielt haben. Da haben wir den Justin Kluivert gesehen, den wir uns erhofft haben. Leider war er dann wieder weg.“ Seine gesamte Einsatzzeit beläuft sich auf 451 Spielminuten. Insgesamt stand er in der Bundesliga neunmal auf dem Rasen, bestritt aber alle Gruppenspiele der Champions League. Seine bisher zwei Treffer im Trikot von RB machte der Niederländer gegen eben diese Gegner: In München glich er in der 36. Minute zum 2:2-Halbzeitstand aus (das Spiel endete 3:3). Gegen ManUnited schoss er das Tor zur 3:0-Führung der Leipziger im Rückspiel (RB gewann 3:2).



Zuletzt stand Kluivert gegen Bayer Leverkusen (1:0) auf dem Spielfeld, wurde in der 70. Minute eingewechselt. Danach musste er wegen einer Sprunggelenksverletzung die Pokalpartie gegen den VfL Bochum (4:0) und das Bundesligaspiel gegen Schalke (3:0) aussetzen. Gegen den FC Augsburg (2:1) und im Champions-League-Achtelfinale gegen Liverpool (0:2) gehörte er zwar zum Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

"Ich weiß, dass ich in der Lage bin, noch mehr zu leisten"

„Grundsätzlich hat er Fähigkeiten, die uns auch im Spiel gegen Liverpool sehr gut getan hätten und die uns auch in vielen Bundesligaspielen gut tun. Vor allem, was die Tiefe, das Ansprinten, seine Tempo-Läufe und seine Tempo-Dribblings angeht. Dazu strahlt er eine gute Torgefahr und einen guten Abschluss aus“, lobte Nagelsmann den Niederländer zwar.

Aber: „Er ist ein bisschen zu verletzungsanfällig in dieser Zeit.“ Die Folge: nur wenige Übungseinheiten mit der Mannschaft. "Ich sehe ihn sehr wenig im Training. Das ist auch das Problem. Er muss stabiler werden, was seinen Körper angeht.“ Der Coach hofft aber weiter, dass Kluivert "gesund bleibt, mehr trainieren kann und entsprechend auch für die Spiele fit ist."

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Dass er mehr zeigen kann, als bisher geschehen, ist dem Niederländer selbst auch klar. "Ich weiß, dass ich in der Lage bin, noch mehr zu leisten. Nach meiner Verletzung möchte ich der Mannschaft für den Rest der Saison so gut es geht helfen. Vielleicht ja auch sogar darüber hinaus", sagte er in dieser Woche im Interview mit dem Sport-Portal goal.de. Denn der 21-Jährige kann sich einen Verbleib bei den Messestädtern selbst sehr gut vorstellen. "Aber die Entscheidung liegt am Ende nicht bei mir alleine."