03. Dezember 2021 / 18:41 Uhr

Comeback erst gegen Lille: VfL Wolfsburg ohne Casteels in Mainz

Comeback erst gegen Lille: VfL Wolfsburg ohne Casteels in Mainz

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg muss auch in Mainz noch auf Koen Casteels verzichten.
Der VfL Wolfsburg muss auch in Mainz noch auf Koen Casteels verzichten. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg tritt am Samstag bei Mainz 05 an - ohne Koen Casteels. Der Torwart ist nach seiner Corona-Infektion zwar wieder im Training, soll aber erst beim Champions-League-Spiel gegen Lille sein Comeback feiern.

Fünf Pflichtspiele noch bis zum Hinrunden-Ende und das in zwei englischen Wochen: In der Fußball-Bundesliga will der VfL Wolfsburg (Siebter mit zwei Punkten Rückstand auf Rang vier) in der Spitzengruppe überwintern, in der Champions League will er die Gruppenphase überstehen. Mit seinem Stamm-Torwart? Zumindest an diesem Wochenende noch nicht, Koen Casteels wird im Spiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Mainz 05 fehlen. Sein Comeback nach Corona-Infekt wird nun für das Königsklassen-Spiel am Mittwoch gegen Lille angepeilt.

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Dem belgischen Nationaltorhüter geht es zwar wieder gut, aber der 29-Jährige konnte in den vergangenen zwei Wochen nicht trainieren, sodass zusammen mit Casteels entschieden wurde, dass er im Duell mit den 05ern nicht dabei ist. Die Nummer 1 der Wolfsburger hatte sowohl beim 0:2 in der Champions League in Sevilla als auch beim 1:3 gegen Dortmund wegen Corona gefehlt. Trainer Florian Kohfeldt hatte zu Beginn der Woche noch gehofft, dass Casteels wieder zurückkehren könnte, gleichwohl hatte der Coach betont, dass man die obligatorischen Corona-Tests nach einer Quarantäne abwarten müsse.

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Casteels macht sich jetzt fit fürs Alles-oder-nichts-Spiel in der Champions League am Mittwoch gegen Lille. Da, so der Plan, soll er auf jeden Fall spielen. In Mainz wiederum wird erneut Pavao Pervan zwischen den Pfosten stehen. Kohfeldt hatte in den vergangenen Tagen mehrmals betont, dass er großes Vertrauen in den Österreicher hat. Der VfL-Coach: "Wir haben mit Pavao einen sehr guten Vertreter, der es in den letzten beiden Spielen sehr gut gemacht hat."


Ausgerechnet gegen die Mainzer hatte VfL-Coach Florian Kohfeldt mit seinem Ex-Verein Werder Bremen vor ziemlich genau zwei Jahren eine heftige Klatsche kassiert - 0:5 hatte er sich am 17. Dezember 2019 mit dem Klub von der Weser geschlagen geben müssen. „Das war kein angenehmer Abend“, sagt der Ex-Bremen-Coach vor dem Wiedersehen mit dem "Karnevals-Verein". Es waren damals harte Wochen für Kohfeldt, der zuvor mit den Bremern 1:6 bei den Bayern verloren hatte. Angesichts der prekären Situation vor der Partie hatte er in für ihn ungewohnter Manier mit martialischer Rhetorik („Vielleicht auch mal eine eigene Verletzung riskieren oder das Tor wirklich ein Stück weit mit dem eigenen Leben verteidigen“) versucht, sein Team im Abstiegskampf wachzurütteln. Das ging gehörig schief.

Aber Kohfeldt betonte im Vorfeld des Duells am Samstag auch, dass es eben nicht nur diesen einen K.o.-Abend gab. „Ich habe auch sehr positive Erinnerungen an Spiele gegen Mainz 05“, so der Wolfsburger Coach. Er dachte da an seine erste Saison als Co-Trainer bei den Profis bei Werder, Chefcoach war damals Viktor Skripnik. Am zehnten Spieltag der Spielzeit 2014/15 „haben wir 2:1 in Mainz gewonnen“, erinnert sich Kohfeldt, der insgesamt achtmal gegen die Mainzer ran musste. Die Bilanz: drei Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen.

Am Samstag will der 39-Jährige nach zuletzt zwei Spielen ohne Dreier (2:2 in Bielefeld, 1:3 gegen Dortmund) mit dem VfL zurück auf die Siegerstraße. „Das, was wir gegen Dortmund schon gezeigt haben, nämlich eine gewisse Zielstrebigkeit und Tempo in den Offensivaktionen, müssen wir wieder auf den Platz bringen“, fordert der Coach. „Wenn wir das dann noch kombinieren mit einem Spiel ohne Gegentor, dann bin ich sehr optimistisch, dass es in unsere Richtung ausschlägt.“

In Mainz werden die Wolfsburger vor maximal 10.000 Fans spielen. Mehr Zuschauerinnen und Zuschauer darf 05 nicht ins Stadion lassen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte eine entsprechende Anpassung in der neuen Corona-Verordnung von Rheinland-Pfalz an. „Für die Fans bedeutet das, dass ihre Karten für das Spiel am Samstag im Rahmen des 2G-Konzepts ihre Gültigkeit behalten“, teilten die 05er mit. Der weitere Kartenverkauf wurde gestoppt. Zugang haben nur Geimpfte oder Genesene. Und: Im gesamten Stadion muss der Mund-Nasen-Schutz durchgehend getragen werden.