24. November 2021 / 08:27 Uhr

Comeback gegen Düsseldorf: Dynamo Dresdens Borrello auf dem Weg zu alter Form

Comeback gegen Düsseldorf: Dynamo Dresdens Borrello auf dem Weg zu alter Form

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Unter den Augen von Cheftrainer Alexander Schmidt zieht Dynamos Australier Brandon Borrello mit Ball das Tempo auf der Außenbahn an. Düsseldorfs Matthias Zimmermann (l.) versucht dranzubleiben.
Unter den Augen von Cheftrainer Alexander Schmidt zieht Dynamos Australier Brandon Borrello mit Ball das Tempo auf der Außenbahn an. Düsseldorfs Matthias Zimmermann (l.) versucht dranzubleiben. © Steffen Manig
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Brandon Borrello überzeugte bei seinem Comeback gegen die alten Kollegen aus Düsseldorf. Auch seinetwegen fährt Dynamo mit neuem Selbstvertrauen nach Regensburg.

Dresden. Immer wieder sprintet Brandon Borrello auf dem offensiven Flügel, zeigt seinen Gegenspielern die Hacken. Dynamo Dresdens australischer Angreifer hat beim 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf ein gelungenes Comeback nach langer Verletzungspause gegeben und sich dabei ordentlich ausgepowert. „Brandon ist ein Kämpfer und ich schätze, er war heute bei 70 Prozent. Ab der 55., 60. Minute hat man schon gemerkt, dass der Tank langsam leer ist. Er hat aber gut gespielt und ich glaube, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden“, lobte Trainer Alexander Schmidt.

„Jetzt können wir endlich mal jubeln“

Noch bis zur 69. Spielminute hielt der 26-Jährige durch, dann kam Agyemang Diawusie für ihn in die Partie. Mit seinen Antritten war Borrello vorn ein Unruheherd, hatte so seinen Anteil am ersten Sieg nach zuvor sechs Pflichtspiel-Niederlagen in Serie. „Es war nicht das schönste Spiel, aber der Trainer wollte, dass wir Einsatz zeigen und uns in jeden Zweikampf reinhauen. Die Jungs haben genau das gemacht und wir haben uns endlich mal belohnt“, freute sich Borrello.

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Endlich wieder ein Sieg! Die SG Dynamo Dresden setzt sich mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und kann sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen. Zur Galerie
Endlich wieder ein Sieg! Die SG Dynamo Dresden setzt sich mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf und kann sich etwas von den Abstiegsrängen absetzen. ©

Vergangene Saison war er nach Düsseldorf ausgeliehen, kam dort aber über die Rolle eines Ersatzspielers kaum hinaus. In seinen 22 zumeist relativ kurzen Einsätzen gelangen ihm nur ein Tor und eine Vorlage. Aktuell läuft es bei der Fortuna nicht rund und Borrello fühlt mit seinen Ex-Kollegen mit: „Natürlich ist das schade für die Jungs, die ich von Düsseldorf kenne. Aber die Mannschaft hatte vorher ein bisschen Pech und in den letzten Wochen nichts zu jubeln. Jetzt können wir endlich mal jubeln – und ich halte mich nicht zurück“, zeigte er sich glücklich darüber, dass Dynamo drei Punkte eingefahren hat.

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„Wir müssen jetzt einfach alles geben“

Er hatte in den vergangenen Monaten keine einfache Zeit durchgemacht. Im August zog er sich im Dynamo-Training einen Mittelfußbruch zu, eine Altverletzung im Fuß verzögerte seine Genesung um mehrere Wochen. Zum 3:1-Testspielsieg am 12. November gegen den FK Ústí steuerte Brandon Borrello den dritten Dresdner Treffer bei, ist auf dem Weg zu alter Form. „Vielleicht brauche ich noch ein bisschen, aber ich fühle mich gut. Wenn der Trainer und die Mannschaft Vertrauen in mich haben, habe ich immer ein gutes Gefühl und versuche alles zu geben“, powerte der Offensivmann aus Adelaide.

Er und Kevin Ehlers hätten „die paar Prozent, die in letzter Zeit gefehlt haben, mit reingebracht“, ist Alexander Schmidt überzeugt. Und bald erhält die Abteilung Attacke der SGD weiteren Zuwachs: „Patrick Weihrauch, der im Training gerade Druck auf alle anderen aufbaut und in jeder Einheit zeigt, dass er da und bereit ist“, bemerkte der Chefcoach. Gut möglich, dass Weihrauch am Freitag in Regensburg sein Comeback gibt. „Dorthin fahren wir mit breiter Brust. Natürlich sind wir nicht in der Position, schönen Fußball zu spielen. Wir müssen jetzt einfach alles geben“, fordert Borrello und schätzt ein: „Wenn wir so trainieren wie letzte Woche und so spielen wie gegen Düsseldorf, haben wir auf jeden Fall eine gute Chance.“