16. November 2021 / 16:57 Uhr

Comeback im Landesliga-Team: Kästorfs Joe Brandt krönt Rückkehr mit Traumtor

Comeback im Landesliga-Team: Kästorfs Joe Brandt krönt Rückkehr mit Traumtor

Julian Voges
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erzielte bei seinem Comeback im Landesliga-Team gleich ein Traumtor: Joe Brandt (r.) vom SSV Kästorf.
Erzielte bei seinem Comeback im Landesliga-Team gleich ein Traumtor: Joe Brandt (r.) vom SSV Kästorf. © Sebastian Preuß / Privat
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Läuft beim SSV Kästorf! Die Fußball-Landesliga-Elf von Coach Sajmir Zaimi holte 16 Punkte aus den letzten sechs Partien. Beim 3:1 gegen Landolfshausen erzielte dabei Joe Brandt, eigentlich Kicker der Kreisliga-Reserve, ein Traumtor. Außerdem hat sich beim kommenden Kästorf-Gegner SSV Vorsfelde der positive Corona-Fall bestätigt.

Die Richtung stimmt bei Fußball-Landesligist SSV Kästorf: Nachdem die Mannschaft von Sajmir Zaimi zuletzt am sechsten Spieltag bei der TSG Bad Harzburg verlor (1:3), holte das Team aus den darauffolgenden sechs Spielen satte 16 Zähler (fünf Siege, ein Unentschieden) und ist damit Tabellendritter. Das Heimspiel gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen (3:1) war vor allem für SSV-Akteur Joe Brandt ein ganz besonderes: Die Aushilfe aus der Kreisliga-Zweitvertretung markierte mit einem Traumtor den 3:1-Endstand - und brachte so den Sieg nach Hause.

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Brandt ist seit nunmehr zehn Jahren Teil der SSV-Familie, er kam 2011 zurück nach Kästorf. In seiner Jugendzeit spielte der heute 27-Jährige bereits bis zur C-Jugend beim SSV, bevor er sich in Isenbüttel, beim MTV Gifhorn sowie bei der SV Gifhorn ausprobierte. Eigentlich ist Brandt Teil von Kästorfs zweiter Mannschaft in der Kreisliga B. Doch wegen Personalmangels in der Ersten nominierte Zaimi Brandt kurzerhand das erste Mal für die Landesliga-Mannschaft.

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„Nach vielen Jahren war es wieder mal der erste Einsatz in der ersten Herren, in Sajmirs Amtszeit der Erste. Bei Eintritt in den Herrenbereich habe ich immer zwischen erster und zweiter Mannschaft gewechselt, doch langfristig habe ich mich in der Zweiten wiedergefunden“, berichtet der Mittelfeldspieler. Komplettes Neuland war der Kästorfer A-Platz für Brandt also nicht, dennoch „war ich ziemlich nervös“. Brandt: „Zum Glück hat Sajmir mir noch gut zugesprochen. Man ist ja selbst immer gewillt, keine Fehler zu machen, vor allem bei so einer knappen Führung.“

In der 73. Spielminute, der SSV führte hauchdünn mit 2:1, wurde Comebacker Brandt für Adrian Zeqiri eingewechselt und ins kalte Wasser geworfen. Was folgte, ist pure Fußball-Romantik: In der Nachspielzeit schaltete Kästorf per Konter blitzschnell um, Brandt kam etwa 17 Meter vor dem TSV-Tor auf der halblinken Angriffsseite an den Ball und lupfte das Leder gefühlvoll mit seinem starken Linken über den Keeper zum umjubelten 3:1-Endstand.

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„Um ehrlich zu sein, habe ich beim Tor gar nicht großartig nachgedacht. Der Torwart stand etwas zu weit vor dem Kasten, und ich dachte, ich probiere es einfach mal“, sagt der Linksfuß mit einem Schmunzeln. Gehören die Lupfer denn auch im Kreisliga-Team zu seinen Spezialitäten? „Eigentlich nicht. Als linker Mittelfeldspieler bin ich dort eher für die Flanken zuständig.“

Da die Zweitvertretung bereits in der Winterpause ist, zieht es Brandt zum Training der Ersten: „Ich mache momentan öfter mal dort mit - und wenn der Trainer mich im Kader haben will, dann sage ich auch nicht nein.“ Ambitionen, der Landesliga-Mannschaft dauerhaft angehören zu wollen, hat der 27-jährige nicht unbedingt: „Ich gehe erst mal weiter zum Training - und dann wird sich irgendwann entscheiden, ob ich auf diesem Niveau langfristig mithalten kann oder nicht.“ Eines ist jedoch bei Brandt sicher: „Aushelfen geht bei mir immer.“

Positiver Corona-Fall beim SSV Vorsfelde bestätigt

Überraschend kam es nicht, trotzdem macht es den SSV Vorsfelde traurig. Der Corona-Verdachtsfall bei einem Spieler des Fußball-Landesligisten hat sich bestätigt. Auch der PCR-Test am Dienstag ergab ein positives Ergebnis. Das allerdings hatte der Klub nach dem zweimaligen positiven Selbsttest auch erwartet. Der Spieler hat inzwischen auch Corona-Symptome, „er ist in Quarantäne, wir wünschen ihm schnelle und vollständige Genesung und dass er bald wieder mit uns trainieren kann“, so Sportdirektor André Bischoff. 

Der Kicker, der das Abschlusstraining vergangenen Freitag vor dem dann abgesetzten Spiel beim SSV Nörten-Hardenberg noch mitgemacht hatte, muss sich isolieren, an die anderen Spieler des SSV und den Klub ergingen keine Auflagen. Die Vorsfelder unterziehen sich regelmäßigen Selbsttests. Bislang waren alle negativ, der Klub hofft, dass das so bleibt. Bischoff: „Wir wünschen uns, dass wir uns ab Mittwoch auf die Partie gegen Kästorf vorbereiten können.“

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