17. Januar 2020 / 10:16 Uhr

Concordia Schönkirchen fehlt es weiterhin an Konstanz

Concordia Schönkirchen fehlt es weiterhin an Konstanz

Michael Felke
Kieler Nachrichten
TSG-Trainer Stefan Köpke hat seinen Kader vor dem Rückrundenstart neu strukturiert.
TSG-Trainer Stefan Köpke hat seinen Kader vor dem Rückrundenstart neu strukturiert. © Karsten Freese
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Auf eine bewegte erste Halbserie mit vielen Tiefpunkten muss die TSG Concordia Schönkirchen zurückblicken. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga im Sommer hofften die Schönkirchener auf ruhiges Fahrwasser. Doch Trainerwechsel und erneuter Abstiegskampf zehrten an den Nerven der Verantwortlichen.

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Nach einem schwachen Start und nur sechs Punkten aus sieben Spielen warf Trainer Stefan Köpke das Handtuch. Nicht aus sportlichen, sondern aus zwischenmenschlichen Gründen. „Das Vertrauensverhältnis war nachhaltig gestört. Da wurde nicht offen und ehrlich miteinander umgegangen“, erklärte Köpke seinerzeit. Der am Knie verletzte Defensivakteur Jan Sell, dienstältester Concorde, übernahm. „Ich wollte helfen und wurde ins kalte Wasser geschmissen. Immerhin gelang uns ein guter Start“, erinnert sich Sell an das 2:2 im September beim Wiker SV und den 3:2-Erfolg gegen den Dobersdorfer SV.

Die Einstellung der Mannschaft stimmte zumindest in diesen Spielen. Doch dann kam es beim 1:6 gegen Rot-Schwarz Kiel knüppeldick. „Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit ergeben. Eine Katastrophe. Grundordnung und Disziplin waren nicht vorhanden“, klagte der Neu-Coach, der trotz pädagogischer Ausbildung einen Teil der Mannschaft nicht erreichen konnte. Darüber täuschte auch das 3:3 gegen das Top-Team TSV Stein nicht hinweg. Absoluter Tiefpunkt war das 1:2 gegen das Schlusslicht ASV Dersau, das gegen die Concorden den ersten Saisonsieg feierte.

Köpke: „Rückkehrer Björn Strüven ist eine Waffe vorne drin. Die fehlte uns bislang.“

Um den Abwärtstrend zu stoppen, griff der Verein zu unorthodoxen Methoden. Ende Oktober wurde die Rückkehr von Stefan Köpke mit Beginn der Rückrunde bekannt gegeben. „Stefan und ich wollen das gleiche, nämlich eine Mannschaft aufbauen, die sich mit dem Verein identifiziert und bei Schwierigkeiten nicht gleich auseinanderbricht“, erklärte TSG-Obmann Christian Kühl zur Kehrtwende. In der Tabelle rutschte Concordia auf Platz 14 ab und schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt allerdings nur einen Punkt. „Realistisch ist für uns nur der Klassenerhalt. Viel höher werden wir nicht kommen können. Aber wir haben willige, junge Leute dazu bekommen. Und Rückkehrer Björn Strüven ist eine Waffe vorne drin. Die fehlte uns bislang“, erklärte Jan Sell in seiner letzten Amtshandlung. Inzwischen hat Stefan Köpke das Ruder übernommen und traf auch personelle Entscheidungen. Lukas Nickel (Gettorfer SC), A-Jugend-Spieler Marc Schwabe sowie Jan Betzer aus der zweiten Mannschaft und nach überstandener Verletzung Jan Sell als Führungsspieler sollen der Concordia ein neues Gesicht geben. Nicht mehr dabei sind Mikail Akgün, Samed Erol, Yasin Yarisli, Leif Celik und Thorge Philipowski, die trotz Vorschusslorbeeren den Sturzflug der TSG Concordia Schönkirchen nicht aufhalten konnten.

Spiele: 17 – Tabellenplatz: 14 – Siege/Unentschieden/Niederlagen: 4/3/10 – Torverhältnis: 27:51 – Punkte: 15 – Höchster Sieg: Dobersdorfer SV 3:2 (A) – Höchste Niederlagen: MTV Dänischenhagen 3:8 (H), Rot-Schwarz Kiel 1:6 (H), Inter Türkspor Kiel II 0:4 (A) – Start: 29. Feburar, MTV Dänischenhagen (A).

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