19. Juni 2017 / 09:35 Uhr

Confed Cup: Die Fragen und Antworten vor dem Deutschland-Auftaktspiel

Confed Cup: Die Fragen und Antworten vor dem Deutschland-Auftaktspiel

Eric Zimmer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Jogi Löw startet mit der deutschen Nationalmannschaft am Montag in den Confed Cup.
Bundestrainer Jogi Löw startet mit der deutschen Nationalmannschaft am Montag in den Confed Cup. © dpa
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Die Nationalmannschaft steigt am Montagabend gegen Australien in den Confed Cup ein: Warum sie mit Trauerflor spielt, wer im Tor steht, mit welcher Taktik Löw plant - die wichtigsten Fragen und Antworten

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Am Ende übertreibt er ein wenig: „Der Confed Cup ist für mich wie ein Geschenk“, sagte Bundestrainer Joachim Löw 23 Stunden vor dem ersten Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Russland gegen Australien. Aber er wollte die Bedeutung des WM-Vorturniers eben noch einmal deutlich machen. „Es ist die Weltbühne des Fußballs jetzt in diesem Sommer. Die ganzen Kontinente gucken auch auf dieses Turnier.

Und auch Löw schaut ganz genau hin, was seine „Perspektivmannschaft“ heute und in den nächsten zwei Wochen macht. Denn was er genau mit „Geschenk“ meinte, erklärte er: „Ich kann unter Wettkampfbedingungen experimentieren.“ Er wolle verschiedene Systeme und Taktiken wechseln, „auch während eines Spiels“. „Taktisch gesehen ist das für einige Spieler hier etwas anderes, als sie es aus ihren Vereinen kennen.“ Löws Ziel: „Drei, vier Spieler für 2018 fit machen“, für die WM in einem Jahr, für das Projekt Titelverteidigung.

Was Sie noch zum Auftakt wissen müssen: Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Wie reagiert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf den Tod von Altkanzler Helmut Kohl?
Deutschland wird gegen die Australier mit Trauerflor spielen. DFB-Präsident Reinhard Grindel: „Helmut Kohl war immer ein großer Freund des Fußballs, der auch unsere Nationalmannschaft mit viel Herz begleitet hat. Die Wiedervereinigung wird seine überragende historische Leistung bleiben.“ Kohl war es auch, der den damaligen Bundestrainer Berti Vogts nach der WM 1994 in den USA (1:2 im Viertelfinale gegen Bulgarien) vom Weitermachen überzeugen konnte. 1996 machte Vogts Deutschland zum Europameister. Der frühere Bundestrainer später gegenüber der „Zeit“: „Nach unserem Ausscheiden bei der WM in den USA hat mich Herr Dr. Kohl zweimal angerufen. Der zweite Anruf gab den Ausschlag, dass ich nicht aufgehört habe.“

Hier lesen: So trauert die Sportwelt um Altkanzler Kohl

Wer steht im deutschen Tor?
Um die Aufstellung machte Löw gestern ein großes Geheimnis, ganz im Sinne eines experimentierfreudigen Taktikers. Nur eines verriet er: Leverkusens Bernd Leno steht im Tor. „Danach wollen wir dann sehen, wie es weitergeht“, sagte der Bundestrainer. Einen Stammtorwart wird es bei diesem Turnier aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben.

Wie sieht Löws Taktik aus?
Der Bundestrainer kann gegen Australien wohl mit allen 21 mitgereisten Spielern planen. In den ersten Trainingseinheiten in Sotschi sah es so aus, als wolle Löw mit einer Dreierkette starten. Kandidaten dafür sind Niklas Süle, Mustafi und Rüdiger. Im Sturm deutet vieles auf einen Einsatz von Sandro Wagner hin, das Angriffsspiel wurde auf den wuchtigen Hoffenheimer zugeschnitten. Löw, der das Abschlusstraining am Sonntag aus dem Stadion auf den bisherigen Trainingsplatz verlegte, um zur Anstoßzeit (17 Uhr) üben zu können: „Jetzt kann man natürlich auch wieder mehr mit Flanken in den Sechzehner agieren. Das hatten wir vorher nicht immer so.“

Hier lesen: Alles anders in Sotschi

Was sagt Rüdiger zum Anti-Diskriminierungs-Mechanismus?
Der deutsche Verteidiger vom AS Rom muss sich wegen seiner Hautfarbe in der italienischen Liga immer wieder Beleidigungen anhören. „Ich wurde in mehreren Spielen mit uh, uh, uh ausgebuht – und es ist nichts passiert“, sagt er und fordert mit Blick auf die Anfeindungen: „Dagegen muss gehandelt werden.“ Beim Confed Cup gibt es für solche Fälle einen neuen Modus. Sollten Fans ausfallend werden, gibt es eine Durchsage. Als zweiten Schritt eine Spielunterbrechung. Hören die Diffamierungen auch danach nicht auf, kann das Spiel abgebrochen werden.

Wie geht es nach dem ersten Spiel weiter?
Der deutsche Tross reist direkt nach der Australien-Partie weiter ins etwa 2000 Kilometer entfernte Kasan. Am Donnerstag (20 Uhr, ARD) geht es gegen Turniermitfavorit Chile, bevor es am Freitag zurück nach Sotschi geht, wo am Sonntag mit Kamerun (17 Uhr, ZDF) der letzte Vorrundengegner wartet.

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