29. Oktober 2021 / 10:48 Uhr

UEFA ahndet Antisemitismus-Vorfälle: Blocksperrung für Spiel von Union Berlin gegen Rotterdam

UEFA ahndet Antisemitismus-Vorfälle: Blocksperrung für Spiel von Union Berlin gegen Rotterdam

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Haifa-Fans zeigen auf der Tribüne israelische Flaggen. Union-Fans sollen israelische Fußball-Anhänger im Berliner Olympiastadion antisemitisch beleidigt haben.
Haifa-Fans zeigen auf der Tribüne israelische Flaggen. Union-Fans sollen israelische Fußball-Anhänger im Berliner Olympiastadion antisemitisch beleidigt haben. © dpa-bildfunk
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Die UEFA hat die Köpenicker nach den antisemitischen Vorfällen im Conference-League-Heimspiel gegen Maccabi Haifa bestraft. In zwei Blöcken, die geschlossen bleiben, wird ein großes Banner zu sehen sein.

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin ist von der Europäischen Fußball-Union UEFA wegen rassistischen Verhaltens einiger Fans mit einer Teilsperrung im kommenden Heimspiel in der Conference League belegt worden. Nach der von einem Ethik- und Disziplinarinspektor durchgeführten Untersuchung der Vorfälle während des Spiels der Conference League zwischen Union und Maccabi Haifa im Berliner Olympiastadion werden die Blöcke 13 und 14 im Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam am kommenden Donnerstag gesperrt bleiben, wie die UEFA am Freitag mitteilte.

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„Es ist nur eine Blocksperre“, sagte Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation bei Union. Die für die Blöcke vorgesehenen Zuschauer im Spiel gegen Rotterdam können im weiten Runde des Olympiastadions umgesetzt werden, so dass weiterhin die aufgrund der Pandemie-Regelung bis zu 25 000 Zuschauer dem Spiel beiwohnen können.

Union Berlin in Noten:  Die Einzelkritik zum 3:0 gegen Maccabi Haifa

Die Spieler von Union Berlin in der Einzelkritik. Zur Galerie
Die Spieler von Union Berlin in der Einzelkritik. ©

Beim 3:0-Erfolg gegen den israelischen Meister am 30. September war es laut Berichten von Augenzeugen und Betroffenen in einem Fan-Block des Olympiastadions zu Beleidigungen und Angriffen gegen Anhänger des israelischen Meisters gekommen. Die UEFA hatte daraufhin Ermittlungen aufgenommen. Auch der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes ermittelt gegen mehrere Personen unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Ein erster Täter war Anfang Oktober bereits ermittelt worden, ein Ausschlussverfahren aus dem Verein wurde eingeleitet.

Neben der Teilsperrung wurde der Berliner Verein angewiesen, beim kommenden Heimspiel in den geschlossenen Blöcken ein Banner mit der Aufschrift „#NoToRacism“ und dem UEFA-Logo aufzustellen.