31. Mai 2021 / 07:54 Uhr

Zu hohe Corona-Zahlen in Argentinien: Copa America zwei Wochen vor Beginn ohne Gastgeber

Zu hohe Corona-Zahlen in Argentinien: Copa America zwei Wochen vor Beginn ohne Gastgeber

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Copa America muss zwei Wochen vor Beginn einen neuen Gastgeber finden.
Die Copa America muss zwei Wochen vor Beginn einen neuen Gastgeber finden. © Getty Images
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Zwei Wochen vor Beginn des Turniers steht die Copa America ohne Austragungsort da. Nachdem schon Kolumbien der Status als Co-Gastgeber entzogen wurde, muss auch Argentinien passen, weil die Corona-Lage zu gravierend ist. Der Kontinental-Verband CONMEBOL will nun schnell einen neuen Gastgeber präsentieren.

Bis zum Auftaktspiel der Copa America zwischen Chile und Argentinien sind es noch zwei Wochen – nun ist klar: Die Partie wird nicht in Argentinien stattfinden. "In Anbetracht der derzeitigen Umstände hat die Conmebol beschlossen, die Organisation der Copa America in Argentinien abzusagen", schrieb der südamerikanische Fußball-Verband CONMEBOL rund zwei Wochen vor dem geplanten Beginn des Turniers auf Twitter. "Die Conmebol analysiert die Angebote anderer Länder, die Interesse daran gezeigt haben, das Turnier auszurichten", hieß es. In Kürze werde man Neuigkeiten dazu bekannt geben.

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Argentiniens Innenminister Eduardo "Wado" de Pedro hatte nach einem Gespräch mit Präsident Alberto Fernández auf Twitter angekündigt, dass es "sehr schwierig ist, dass die Copa América gespielt wird". Das südamerikanische Land, das das Turnier zusammen mit Kolumbien veranstalten sollte, leidet derzeit besonders unter der zweiten Corona-Welle. Am Donnerstag registrierte Argentinien mit 41.080 eine Höchstzahl an Corona-Neuinfizierten – trotz des harten Lockdowns.

Somit sind die ursprüngliche Pläne für das Turnier dahin. Eigentlich sollte die Copa America mit Kolumbien und Argentinien als Co-Gastgebern stattfinden. Doch auch Kolumbien wurde wegen der dortigen gewalttätigen Bürgerunruhen am 20. Mai bereits als Austragungsort abgesetzt. Die Copa América soll vom 13. Juni bis 10. Juli – parallel zur Europameisterschaft – ausgetragen werden. Sie ist die traditionsreiche Kontinental-Meisterschaft der Nationalmannschaften in Südamerika.

CONMEBOL lehnte Copa-Verschiebung zuletzt ab

Vor rund zwei Wochen hatte bereits Kolumbien bei der CONMEBOL wegen einer Verschiebung angefragt, was der südamerikanische Verband ablehnte. Demnach hofften die Kolumbianer, die Copa Ende des Jahres zu veranstalten, wenn die Corona-Situation wieder Zuschauer in den Stadien zulässt. Seit Ende April gibt es in verschiedenen Städten Kolumbiens zahlreiche Proteste und Ausschreitungen. Bislang starben nach den jüngsten Angaben der nationalen Ombudsstelle im Zusammenhang mit den Protesten mindestens 44 Menschen, viele durch Polizeigewalt.