09. Juni 2021 / 11:00 Uhr

Corona-Alarm kurz vor EM-Start: Wie Spanien, Schweden und die UEFA mit den Fällen umgehen

Corona-Alarm kurz vor EM-Start: Wie Spanien, Schweden und die UEFA mit den Fällen umgehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luis Enrique
 (links) erlebt aufgrund von Corona mit Spanien keine einfache EM-Vorbereitung. Ähnlich sieht die Situation bei Albin Ekdal (rechts) und Co. in Schweden aus.
Luis Enrique (links) erlebt aufgrund von Corona mit Spanien keine einfache EM-Vorbereitung. Ähnlich sieht die Situation bei Albin Ekdal (rechts) und Co. in Schweden aus. © Getty Images/IMAGO/Bildbyran (Montage)
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Spanien und Schweden sollen am Montag bei der Europameisterschaft aufeinandertreffen. Beide Teams verzeichnen inzwischen schon zwei Corona-Fälle. Mit der Situation gehen die Mannschaften unterschiedlich um.

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Beim dreimaligen Europameister Spanien und dessen EM-Auftaktgegner Schweden herrscht Corona-Alarm. Weniger als eine Woche vor dem direkten Duell zum Start in Gruppe E haben beide Teams bereits ihren zweiten Corona-Fall vermeldet. Bei Spanien wurde nach Kapitän Sergio Busquets auch Diego Llorente positiv auf das Virus getestet, wie der Verband in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Damit ist in der wichtigen Vorbereitungsphase an Team-Training aktuell nicht zu denken. Und die Sorge wächst, dass sich womöglich weitere Spieler infiziert haben.

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Die Schweden hatten am Dienstagabend bekanntgegeben, dass nach Dejan Kulusevski von Juventus Turin auch Mittelfeldspieler Mattias Svanberg vom FC Bologna positiv auf Corona getestet worden war. Beide Spieler wurden den Hygienemaßnahmen entsprechend isoliert. Spanien und Schweden sollen am Montag (21 Uhr, ZDF) in Sevilla aufeinandertreffen.

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Die Partien der EM 2021 werden in 11 verschiedenen Spielstätten ausgetragen. Der SPORTBUZZER stellt die Stadien vor. ©

Der Test bei Llorente war am Dienstagmorgen vorgenommen worden. Eigentlich wollte Spanien an diesem Tag seine Generalprobe gegen Litauen absolvieren. Nachdem aber bereits am Sonntag die Infektion Busquets' bekannt wurde, spielte stattdessen eine U21-Auswahl gegen Litauen und gewann 4:0. "Es können mehr positive (Befunde) kommen, es ist wahrscheinlich, dass das passiert", sagte Verbandschef Luis Rubiales am Rande des Spiels.

Spanische Medien berichten nach den beiden Corona-Fällen über weitere mögliche Spieler-Nominierungen für die sogenannte Reserve-Blase. Nationaltrainer Luis Enrique berief bereits sechs Spieler, die sich neben dem eigenen EM-Kader für einen eventuellen Einsatz bei der Europameisterschaft vorbereiten. Die Sportzeitung Diario AS berichtete am Mittwoch, dass es sehr gut möglich sei, dass Enrique nun noch etwa ein halbes Dutzend Spieler der U21 einladen könnte.

So sehen die UEFA-Regeln aus

Die Nachrichten über die Corona-Fälle dürften auch die Europäische Fußball-Union aufgeschreckt haben. Die UEFA hat für solche Probleme bereits ein Reglement aufgestellt. Sollte es zu einem oder mehreren positiven Corona-Befunden kommen, kann so lange gespielt werden, wie eine Mannschaft 13 Spieler, darunter einen Torwart, aufbieten kann, deren Tests negativ ausgefallen sind. Dazu können Spieler zusätzlich berufen werden, für sie müssen andere aus dem ursprünglichen Kader gestrichen werden. Wenn eine Verlegung unmöglich ist, entscheidet die UEFA-Disziplinarkommission. Das Team, das für die Absage verantwortlich ist, wird mit 0:3 als Verlierer gewertet.

So weit ist es noch nicht. Doch bei EM-Mitfavorit Spanien ist die Vorbereitung empfindlich gestört. Nur individuelles Training steht aktuell auf dem Plan. Schweden verschärft derweil die Maßnahmen. Täglich sollen Schnelltests bei den Spielern durchgeführt und die Anzahl von PCR-Tests soll erhöht werden. Taktische und sonstige Besprechungen mit der Mannschaft werden in Kleingruppen in den größtmöglichen Räumen durchgeführt. Der Sechs-Punkte-Plan, der am Dienstagabend bei einer Krisensitzung von den Verantwortlichen der Nationalmannschaft und der medizinischen Abteilung verabschiedet wurde, sieht auch vor, dass die Spieler nur noch zeitlich begrenzt behandelt werden sollen und dies - soweit möglich - im Freien gemacht werden soll.

Geplante gemeinsame Aktivitäten in Innenräumen wurden abgesagt, die gemeinsamen Busreisen weiter reduziert. Zudem bleibt die Anzahl von Spielern, die sich in der Sporthalle oder anderen Einrichtungen aufhalten, reduziert. Neben Spanien und Schweden spielen in Gruppe E auch noch Polen und die Slowakei.