02. Oktober 2020 / 16:32 Uhr

DFB-Chefmediziner Tim Meyer: Sehr unwahrscheinlich, sich auf dem Fußballplatz anzustecken

DFB-Chefmediziner Tim Meyer: Sehr unwahrscheinlich, sich auf dem Fußballplatz anzustecken

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tim Meyer hält die Ansteckungsgefahr im Fußball für gering.
Tim Meyer hält die Ansteckungsgefahr im Fußball für gering. © imago images/Becker&Bredel, Stefan Zwing
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Wie groß ist die Gefahr, sich beim Fußballspielen mit Covid-19 zu infizieren? Nach Einschätzung von Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB und der UEFA, könne es auf dem Spielfeld kaum zu Infektionen kommen. Amateurfußballer sollten aber außerhalb des Felds vorsichtig sein.

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Fußball sei "eine Sportart mit geringen Kontakten", das Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus sei gering: Das sagt Professor Tim Meyer in einem Interview, das der DFB über seine Verbandswebsite verbreitet.

"Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass Fußball im Freien an der frischen Luft ausgeübt wird. Auch dieser Faktor spricht für ein geringes Infektionsrisiko auf dem Fußballplatz." Zum Fall eines Kreisklasse-Teams, das aus Angst vor einer Ansteckung Abstand zum Gegner hielt und 0:37 verlor, sagt Meyer: "Die Angst war unbegründet."

Vorsicht bei Mannschaftssitzungen

Der Sportmediziner warnt aber ausdrücklich vor Leichtsinn: "Die Beobachtung, dass man sich auf dem Spielfeld sehr wahrscheinlich nicht anstecken kann, bedeutet ausdrücklich nicht, dass dies auch außerhalb des Spielfelds gilt." So seien etwa Mannschaftssitzungen in geschlossenen Räumen gefährlich, wenn sich die Spieler nicht an Abstands- und Hygieneregeln halten. "Außerhalb des Spielfeldes müssen die Hygienestandards konsequent umgesetzt werden", appelliert Meyer.

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Verhalten bei Symptomen

Eine weitere zentrale Empfehlung des Mediziners: Wer Symptome habe, solle Kontakte zu anderen auf ein Minimum reduzieren. "Es ist ein Fall bekannt, wo ein Spieler, der sich infizierte, obwohl er bereits Symptome aufgewiesen hatte, noch zu einer Besprechung auf dem Sportgelände erschien. Dabei kam es dann zu Infektionen von Mannschaftsangehörigen", sagt Meyer.