15. Januar 2021 / 21:38 Uhr

Corona-Chaos bei Kap Verde: Deutschland-Keeper Bitter hofft auf Spiel-Absage bei Handball-WM

Corona-Chaos bei Kap Verde: Deutschland-Keeper Bitter hofft auf Spiel-Absage bei Handball-WM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Johannes Bitter hat Bedenken gegenüber der Partie gegen Kap Verde geäußert.
Johannes Bitter hat Bedenken gegenüber der Partie gegen Kap Verde geäußert. © imago images/Bildbyran/Montage
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Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem klaren Sieg über Uruguay ins WM-Turnier in Ägypten gestartet. Doch wie geht es weiter? Als nächster Gegner wartet am Sonntag die Nationalmannschaft von Kap Verde. Ein Team, das bei der Hotel-Ankunft am Donnerstag vier zusätzliche Corona-Fälle zu vermelden hatte. So wirklich wohl fühlt sich DHB-Keeper Johannes Bitter dabei nicht.

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Das Corona-Chaos bei der Handball-WM setzt sich fort: Trotz erneuter bestätigter Fälle beim deutschen Vorrundengegner Kap Verde dürfen die Afrikaner an der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten teilnehmen. Die jüngsten Corona-Tests seien alle negativ ausgefallen, teilte der Weltverband IHF am Freitagabend mit. Damit dürfte auch das Spiel des Inselstaats gegen Deutschland am Sonntag (18 Uhr/ARD) wie geplant stattfinden - doch allein der Gedanke, gegen eine Mannschaft zu spielen, die auch vor Ort in Ägypten Corona-Fälle zu vermelden hatte, sorgt bei Deutschland Keeper Johannes Bitter für Unverständnis. Das ließ der 38-Jährige nach dem 43:14-Sieg des DHB-Teams zum Auftakt gegen Uruguay am ARD-Mikrofon klar durchblicken.

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Bitter hofft sogar auf eine kurzfristige Absetzung des Spiels. "Wir haben uns in den letzten Tagen damit beschäftigt. Das ist eine ungenügende Situation", sagte der Keeper des Bundeslisten TVB Stuttgart. Vier Spieler von Kap Verde waren am Donnerstag nach der Ankunft in Ägypten positiv getestet worden und befinden sich nun Quarantäne. Zuvor hatten sich bereits im Trainingslager des zweiten deutschen Gruppengegners sechs Spieler und vier Offizielle mit dem Corona-Virus infiziert."Wir hoffen immer noch, dass das Spiel vielleicht nicht stattfindet, weil man sich damit nicht wohlfühlt", so Bitter deutlich.

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Und mit seiner Meinung steht Bitter nicht allein da. Der Deutsche Handballbund hatte vor der IHF-Entscheidung vom Abend gemeinsam mit anderen Nationen eine schnelle Reaktion des Weltverbands zum Umgang mit den Afrikanern gefordert. "Wir haben unsere Bedenken und unsere Sorgen geäußert", berichtete DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Freitagvormittag. Doch die IHF ließ die dezimierte Mannschaft aus Kap Verde trotzdem spielen.

Und die deutsche Mannschaft reagiert auf das Corona-Chaos im Hotel. So hätten die Spieler am Freitag auf ihren Hotelzimmern gefrühstückt, um Kontakte zu meiden. "Alles, was wir angesprochen haben, wird umgesetzt. Ich glaube, das Risiko ist nicht hier drin, sondern kommt dann eher von draußen hier rein. Gerade dann, wenn Mannschaften wie Kap Verde dann hier in das Hotel einziehen mit Fällen. Das ist eher das Risiko", unterstrich DHB-Vizepräsident Bob Hanning im ZDF-Morgenmagazin.