19. November 2021 / 19:06 Uhr

Corona-Fall, Trainerwechsel: Grizzlys bei Wundertüte Schwenningen gefordert

Corona-Fall, Trainerwechsel: Grizzlys bei Wundertüte Schwenningen gefordert

Benno Seelhöfer und Sven Grosche
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Am Sonntag bei den Schwenninger Wild Wings gefordert: Julian Melchiori (l.) und die Grizzlys Wolfsburg.
Am Sonntag bei den Schwenninger Wild Wings gefordert: Julian Melchiori (l.) und die Grizzlys Wolfsburg. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg
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Unruhige Woche für die Schwenninger Wild Wings. Trainerwechsel, Corona-Fall - es war turbulent für den kommenden Gegner der Grizzlys Wolfsburg. Und der DEL-Vizemeister hat böse Erinnerungen an einen Kontrahenten mit neuem Coach.

Noch einmal durchschnaufen, bevor es wieder ans Eingemachte geht - das war das Credo von Eishockey-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg am Freitag. Nach dem 3:1-Erfolg am Donnerstagabend gegen die Augsburger Panther hatte Coach Mike Stewart seinem Team einen Tag frei gegeben, am Samstag geht's aber dafür früher los als sonst für die Profis. Ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage - inklusive des Auswärtsspiels am Sonntag (16.30 Uhr) in Schwenningen.

"Wir machen uns schon gegen Mittag auf den Weg nach Schwenningen", sagte Stewart. Schließlich ist die Fahrt zu den Wild Wings die weiteste für die Wolfsburger. "Wir haben drei Spiele in fünf Tagen, spielen davon zweimal auswärts", zählte der Grizzlys-Coach auf. Seinen Spielern wollte er nach der guten - aber nach der Deutschland-Cup-Pause auch intensiven - Trainingswoche noch einmal einen freien Tag gönnen. "Das haben sie sich verdient - auch nach dem guten Auftritt am Donnerstag."

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Nun geht's also in Schwenningen weiter. Wolfsburg erwartet dort eine Wundertüte. Das Team um die Ex-Grizzlys Max Görtz, Marius Möchel, Maximilian Adam und Alexander Karachun ist für viele Experten überraschend im Tabellen-Keller, trennte sich vor rund einer Woche von Coach Niklas Sundblad. Für ihn übernahm zur Länderspielpause Christof Kreutzer (war mal Coach der DEG) in Doppelfunktion als Cheftrainer und Sportdirektor. Zudem ist Goalie Joacim Eriksson wegen einer Corona-Infektion raus, die Wild Wings verpflichteten Ilya Andryukhov (zuletzt Crimmitschau, DEL2) nach.

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"Gary Shuchuk und ich werden das erste Spiel von ihm in Düsseldorf am Freitagabend zusammen schauen", sagte Stewart am Freitagnachmittag. "Er wird sicherlich ein paar Kleinigkeiten ändern, ich gehe davon aus, dass sie etwas anders spielen werden. Aber in so kurzer Zeit kann man nicht viel ändern." Neuer Trainer und die Grizzlys - da haben die Wolfsburger in dieser Spielzeit schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht: Tom Rowe absolvierte sein zweites Spiel als neuer Coach der Nürnberg Ice Tigers ebenfalls gegen die Grizzlys - und Wolfsburg verlor 2:3 nach Penaltys. Stewart: "Das zeigt die Auswirkungen, die ein Trainerwechsel haben kann. Sogar wenn du das System nicht wechselst, kannst du frischen Wind bekommen."

Den könnten die Wild Wings auch gut gebrauchen, schließlich würde es für das Schlusslicht nach jetzigem Stand in der kommenden Saison in der DEL2 weitergehen. Medienberichten zufolge gab es auf einem Treffen der Sportlichen Leiter der DEL kürzlich Diskussionen darüber, ob die Abstiegsregelung wegen steigenden Corona-Zahlen in dieser Saison wieder ausgesetzt werden soll. Das war aber nicht der Fall, betonte Grizzlys-Manager Charly Fliegauf am Donnerstag.

Er sagte aber auch: "Wenn es zum Schluss auf die Quotienten-Regelung hinauslaufen würde, und da würde dann dadurch auch ein Abstieg entschieden werden - das wäre natürlich nicht gut. Deshalb muss man das beobachten." Es gebe höchstens Überlegungen, so der Manager, "vielleicht gegen Ende der Olympia-Pause ein Zeitfenster einzurichten, in dem man Spiele neu terminieren kann. Aber keiner weiß, was bis Ende Januar passiert."